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CDU-Fraktion Dortmund will Europas größten Kanalhafen mit Unterstützung von Land und Bund umfassend modernisieren

Luftaufnahme des Dortmunder Hafens aus 2013: Unterhalb der Hafenbecken ist der Autobahnzubringer OWIIIa, am oberen Rand ist im Hintergrund das IKEA-Europalager zu erkennen. Foto: Hafen AG

Der traditionsreiche Dortmunder Hafen ist nach Ansicht der CDU in die Jahre gekommen – das bezeugen die zahlreichen Wasserstandsmeldungen der Hafen AG, die beinahe gebetsmühlenartig über die veraltete, teils marode Infrastruktur klagt. Folglich geriet der Hafen zuletzt immer wieder wegen baulich-technischer Defekte, Instandsetzungsarbeiten oder Sperrungen in die Negativschlagzeilen. Geht es nach den Plänen der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund, soll jetzt endlich Schluss sein mit der ewigen Flickschusterei.

CDU-Fraktion will umfassende Modernisierung mit Bundes- und Landesmitteln voranbringen

Die Stahlträgerbrücke wurde 1951 als Nachfolgerin einer im Zweiten Weltkrieg gesprengten Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahr 1934 errichtet. Foto: Hafen AG

„Wir wollen mit Unterstützung der schwarz-gelben Landesregierung und des Bundes eine umfassende Modernisierung der Hafeninfrastruktur vorantreiben“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Jendrik Suck. Einen entsprechenden Antrag hat seine Fraktion zur nächsten Ratssitzung am 23. Mai 2019 auf den Weg gebracht. 

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„Als Knotenpunkt der europäischen Binnenschifffahrt besitzt der Dortmunder Hafen eine immense Bedeutung für die Standortattraktivität wie auch für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt“, zeigt Suck die Größenordnung auf, in der das Dortmunder Hafenzentrum spielt.

„Die gesamte Großregion Rhein-Ruhr und deren Einwohner werden von hier aus mit Gütern und Waren versorgt. Und wir sprechen dabei von einem Jahresvolumen über 2,5 Millionen Tonnen“, so der CDU-Politiker weiter.

Höhere Leistungsfähigkeit: Neue zweite Schleuse für Henrichenburg gefordert 

Die Schleuse am Schiffshebewerk in Waltrop-Henrichenburg muss erneut gesperrt werden. Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich

In die 120 Jahre alte Hafenanlage am Rande der nördlichen Innenstadt laufen jährlich rund 2.200 Güterschiffe ein, um ihre Fracht zu löschen. Dabei entpuppen sich die aktuellen infrastrukturellen Gegebenheiten jedoch zunehmend als Achillesferse des alltäglichen Schifffahrtbetriebes.

Der Schleuse Henrichenburg, die jedes Schiff bei der Ein- und Ausfahrt in den Hafen passieren muss, drohen aufgrund der kontinuierlichen Instandsetzungsarbeiten immer wieder Sperrungen. Sobald aber die einzige Schleusenkammer für Reparaturen geschlossen wird, steht der gesamte Schiffsverkehr still.

„Dieses Problem kann nur durch den Bau einer neuen, zweiten Schleuse gelöst werden, die das Kanalnetz auf moderne Standards anhebt und wesentlich leistungsfähiger macht. Dafür setzen wir uns ein“, unterstreicht Uwe Waßmann, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Wirtschaftsförderung.

Ein weiteres Relikt vergangener Tage soll nach dem Modernisierungskonzept der Christdemokraten ebenfalls einem Neubau weichen: die Schwieringhauser Brücke. Das massive Stahlkonstrukt spannt sich seit 1951 über den Dortmund-Ems-Kanal und entspricht aufgrund der zu geringen Durchfahrtshöhe nicht mehr den Anforderungen der heutigen Binnenschifffahrt.

Anbindung der Westfaliastraße an die OWIIIa/Mallinckrodtstraße (Vollanschluss) gefordert

Die Auf- und Abfahrt auf den Autobahnzubringer an der Westfaliastraße soll erweitert werden.

Neben den beiden Prestigeprojekten „Schleusenneubau“ und „Schwieringhauser Brücke“ soll die Verwaltung zudem die Anbindung der Westfaliastraße an die OWIIIa/Mallinckrodtstraße (Vollanschluss Westfaliastraße) weiter vorantreiben – wie es bereits im Rahmen des „Verkehrskonzeptes Hafen“ vom Rat der Stadt Dortmund im Sommer 2015 beschlossen wurde.

Zugleich soll eine optimierte Anbindung der KV-Anlage „Am Hafenbahnhof“ an das öffentliche Schienennetz geprüft werden. Ferner ist der weitere Ausbau der Umschlaganlage des Kombinierten Verkehrs vorzubereiten.

„Uns geht es nicht allein darum, die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens mittel- bis langfristig zu erhalten. Neben der ökonomischen Dimension spielen natürlich auch sozial-, arbeits-, verkehrs- und umweltpolitische Aspekte eine ganz entscheidende Rolle in unseren Überlegungen“, so Waßmann.

Im umliegenden Industrie- und Gewerbegebiet würden immerhin gut 5.000 Menschen in rund 160 Unternehmen arbeiten, denen eine optimierte Verkehrsanbindung nach Ausbau des Schienen- und Straßennetzes auf direktem Wege zugutekäme. Positiver Nebeneffekt: Mit einer stärkeren Konzentration auf den Gütertransport über Schienen und Wasserstraßen würden die verkehrsgebeutelten Autobahnen im Ruhrgebiet entlastet und die Umwelt geschont. 

„Unser Leitbild ist, dass das Hafenquartier seinen Charakter behält: als traditionsreicher Wirtschaftsstandort mit internationalem Gewicht, als modernes Gewerbe- und Logistikzentrum sowie in der Perspektive mit Entwicklung der Knauf-Interfer-Fläche und der Speicherstraße zum Campus für Digitales. Dafür wollen wir nun die infrastrukturellen Grundlagen schaffen“, fasst Dr. Jendrik Suck die Zielvorstellungen der CDU-Fraktion abschließend zusammen. 

 

 

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