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Erneut Probleme mit der Schleuse Henrichenburg – Hafenchef in Dortmund sieht schlimmste Befürchtungen bestätigt

Es fährt kein Schiff nach nirgendwo: Aufgrund eines defekten Bauteils musste die Schleuse Henrichenburg von Dienstagmittag, den 16. April bis Donnerstagmittag, den 18. April außerplanmäßig gesperrt werden. Der Dortmunder Hafen war damit erneut vom Bundeswasserstraßennetz abgeschnitten. Binnenschiffe konnten den Dortmunder Hafen weder erreichen, noch verlassen.

Hafenchef Büscher: Schließungen schaden dem Dortmunder Wirtschaftsstandort

Die Schleuse am Schiffshebewerk in Waltrop-Henrichenburg musste erneut gesperrt werden. Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich

Die Ursache war laut Angaben des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich eine verbogene Schützstange. Inzwischen ist das für den reibungslosen Füllvorgang der Schleusenkammer erforderliche Bauteil ausgetauscht worden.

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„Die wiederholten technischen Probleme an der Schleuse als Nadelöhr Richtung Dortmund bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen. Sie gehen zu Lasten der Dortmunder Wirtschaft und schaden Dortmunds Ruf als modernem Logistikstandort“, kritisiert Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG.

Er fordert dringend eine zweite Schleusenkammer oder die Reaktivierung des bis 2005 zusätzlich in Betrieb befindlichen Hebewerks.

„Solange der Dortmund-Ems-Kanal ebendiesen Namen trägt, ist der Bund in der Pflicht, Sorge dafür zu tragen, dass die Wasserstraße an 365 Tagen im Jahr zuverlässig bis Dortmund führt und nicht in Waltrop endet“, unterstreicht Uwe Büscher.

Im Sommer diesen und nächsten Jahres jeweils sechswöchige Sperrung geplant

Weitere Sperrungen sind dem Dortmunder Hafen aufgrund von Instandsetzungsarbeiten vom 15. Juni 2019 bis zum 31. Juli 2019 und vom 9. Mai bis zum 19. Juni 2020 angekündigt worden. Zwischen dem 1. August 2019 bis Ende November 2019 sind vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich nur Notschleusungen vorgesehen.

„So wichtig es ist, die Schleuse in den kommenden Monaten von Grund auf zu erneuern, so sehr zeigt sich, dass es darüberhinausgehende Lösungen braucht, die die geballte Unterstützung von Vertretern aus Bund, Land und Kommune erfordern“, betont Uwe Büscher.

Den Dortmunder Hafen fahren jährlich etwa 2.200 Schiffe an. Dabei schlagen sie rund 2,5 Millionen Tonnen Güter um und entlasten den stetig wachsenden Verkehr auf Straßen und Autobahnen. Um per Schiff in den Dortmunder Hafen zu gelangen, muss vorab die Schleuse Henrichenburg passiert werden. Diese wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben und unterhalten.

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