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Caritas-Verband im Erzbistum feiert sein 100-Jähriges mit einem Festmahl für Wohnungslose in der Nordstadt

Die Kirche St. Joseph heute - Blick aus der Priorstraße.

Die Kirche St. Joseph heute – hier der wurde der Caritas-Verband für das Erzbistum vor 100 Jahren gegründet.

Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn bereitet sich auf den Höhepunkt seines Jubiläumsjahres vor. Genau 100 Jahre nach seiner Gründung in Dortmund findet am Dienstag, 8. Dezember, in der Dortmunder Kirche St. Joseph eine Geburtstagsfeier mit Festmahl statt, zu der die Caritas Bedürftige und Wohnungslose eingeladen hat.

Caritas-Verband  feiert nach 100 Jahren wieder an seinem Gründungsort

Die Kirche St. Joseph vor 100 Jahren. Der Turmhelm war damals viel höher.

Die Kirche St. Joseph vor 100 Jahren. Der Turmhelm war damals viel höher. Foto: privat

Am eigentlichen Gründungstag wolle die Caritas „mit Menschen feiern, für die wir damals wie heute da sind“, sagte Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. „Dies sind in besonderer Weise Wohnungslose und Bedürftige.“

Das Festmahl findet ab 16.30 Uhr im Kirchenraum von St. Joseph statt. Eingeladen wurden Personen, die in der Dortmunder Nordstadt durch die ökumenische Initiative Gast-Haus und die Suppenküche Kana zum Teil schon seit vielen Jahren versorgt werden.

„Diese Gruppe steht stellvertretend für alle, die wir als Caritas natürlich auch im Blick haben: Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige, Senioren oder Kranke, Kinder und Jugendliche  – oder ganz aktuell – Flüchtlinge“, sagte Dr. Witt.

Mit dem Jubiläumstag des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn beginnt gleichzeitig das von Papst Franziskus ausgerufene außerordentliche Heilige Jahr, das der für die Caritas zentralen Kategorie der Barmherzigkeit gewidmet ist.

Der Verband war als Reaktion auf die Wirren und Nöte des Ersten Weltkrieges am 8. Dezember 1915 von dem Paderborner Diözesanbischof Karl Joseph Schulte gegründet worden – als erster diözesaner Caritasverband in Westdeutschland.

Unterstützung durch die Stadt Dortmund

„Auflodern möge die Flamme der Liebe Christi“, hatte Bischof Schulte den Teilnehmern der Gründungversammlung im Vereinshaus der Gemeinde St. Joseph in Dortmund zugerufen. Das greift eine weitere Aktion am 8. Dezember auf: Dann erstrahlt diese Flamme buchstäblich am Kirchturm von St. Joseph.

Dank der Unterstützung durch die Stadt Dortmund wird der Gründungsort der verbandlichen Caritas im Erzbistum Paderborn von da an dauerhaft in der Dunkelheit erleuchtet.

Caritas

Mit der Gründung des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn als Dachverband wurde vor 100 Jahren eine Struktur eingeführt, die auch heute noch die Caritas in den meisten deutschen Bistümern prägt.

Der an den Bischof angebundene diözesane Dachverband vereint ein buntes Geflecht an katholisch-caritativen Trägern wie die Orts- und Kreis-Caritasverbände, die Fachverbände und korporativen Mitglieder.

Allein im Erzbistum Paderborn sind es heute (ohne Pfarrgemeinden) 217 Träger mit über 1.500 Einrichtungen und mehr als 53.000 Mitarbeitern. „Der Caritasverband war damit von Anfang an von Vielfalt geprägt“, erklärt Diözesan-Caritasdirektor Lüttig: „Ein Konzern war er nie.“

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