„Captured in Code“: Eine Ausstellung zur virtuellen Fotografie im Kulturort Depot in Dortmund

Virtuelle Bildwelten zwischen Kunst, Gaming und digitaler Kultur

Blick in einen digitalen Raum
Die Ausstellung „Captured in Code“ zeigt die vielfältigen Ausdrucksformen virtueller Fotografie in digitalen Spielwelten. Foto: Thomas Spies

Computerspiele als Orte kreativer Bildproduktion stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Captured in Code“ im Kulturort Depot in Dortmund. Vom 11. bis 21. Juni 2026 präsentieren die Kurator:innen Isabelle Hamm, Dr. Thomas Spies und Dr. Sebastian Möring Arbeiten zur virtuellen Fotografie. Die Ausstellung zeigt internationale künstlerische Positionen ebenso wie Werke aus Online-Communities. Darüber hinaus gibt es Führungen, Workshops und eine interaktive Foto-Station.

Ausstellung widmet sich einer noch jungen Kunstform

Innerhalb digitaler Spielwelten entstehen Bilder, die fotografische Prinzipien mit virtuellen Räumen verbinden. Über Screenshotting, In-Game-Kameras oder eigens entwickelte Techniken halten Künstler:innen flüchtige Momente fest, erkunden Perspektiven und erschaffen visuelle Erzählungen. Licht, Landschaften und Figuren sind zwar simuliert und programmiert – die Bilder selbst aber erzählen von Blickwinkeln, Stimmungen und individuellen Erfahrungen.

Blick in eine digitale Landschaft
Virtuelle Landschaften, digitale Stadträume und experimentelle Bildwelten stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Foto: Thomas Spies

„Captured in Code“ zeigt die Vielfalt dieser jungen Kunstform und bewegt sich dabei zwischen Realität und Simulation, zwischen digitalem Raum und persönlichem Ausdruck. Die Ausstellung lädt dazu ein, Computerspiele aus einer neuen Perspektive zu betrachten: als kulturelle Räume, in denen kreative Praktiken, ästhetische Experimente und gemeinschaftlicher Austausch entstehen.

Im Kulturort Depot treffen Arbeiten internationaler Künstler:innen auf Werke aus Online-Communities. Zu sehen sind virtuelle Landschaften, inszenierte Szenen, experimentelle Bildfehler und digitale Stadträume, die die Grenzen klassischer Fotografie erweitern und neu verhandeln.

Beteiligte Künstler:innen sind: 2girls1comp, Christiano Bonora, Claire Hentschker, coll.eo, Daniel J.F. Martins, Elise Aubisse, Federico Alvarez, Gareth Damian Martin, Kent Sheely, Leo Sang, Lorna Ruth Galloway, Luca Morgantini, Malin Frisegård, Natalie Maximova, neontales, Raphael Brunk und Total Refusal.

Führungen, Workshops und Mitmachangebote

Begleitend zur Ausstellung finden Führungen, Workshops und eine interaktive Foto-Station statt, die Besuchende dazu einladen, selbst aktiv zu werden und virtuelle Fotografie auszuprobieren. Die Ausstellung richtet sich sowohl an Kunstinteressierte als auch an Menschen, die sich für Games, digitale Kultur und neue Bildwelten begeistern.

Blick in einen digitalen Raum
Die gezeigten Werke widmen sich der virtuellen Fotografie in digitalen Spielwelten. Foto: Thomas Spies

Das Kurationsteam bietet am 13. Juni um 11 Uhr sowie am 19. Juni um 18 Uhr Führungen durch die Ausstellung an. Die Führungen finden auf Deutsch statt und sind kostenlos. Für eine bessere Planung wird um eine kurze Anmeldung per E-Mail an DIASkollektiv@gmail.com gebeten.

Ergänzt wird das Rahmenprogramm am 21. Juni durch zwei Workshops. Natalie Maximova bietet von 11 bis 14.30 Uhr den englischsprachigen Workshop „Off Script – In-Game Photography“ an. Von 14.30 bis 18 Uhr folgt der deutschsprachige Workshop „Auf Pause – Einführung in die virtuelle Fotografie“ mit Prof. Dr. Federico Alvarez Igarzábal. Beide Workshops finden im Koproduktionslabor Dortmund statt, die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich.

Mehr Informationen:

  • Zu sehen ist „Captured in Code“ vom 11. bis 21. Juni 2026 im Kulturort Depot an der Immermannstraße 29 in Dortmund. Die Eröffnung findet am Donnerstag, 11. Juni, um 19 Uhr statt, die Finissage am Sonntag, 21. Juni, ebenfalls um 19 Uhr. Weiteres zur Ausstellung gibt es unter: www.depotdortmund.de/captured-in-code.

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