
Die Volkshochschule Dortmund beschreitet völlig neue Wege in der Erwachsenenbildung und verwandelt den klassischen Sprachunterricht mithilfe modernster Virtual-Reality-Technologie in ein interaktives Erlebnis. Mittels spezieller VR-Brillen reisen die Teilnehmer:innen direkt aus dem Kursraum an realitätsnahe Orte weltweit, um ihre Sprachkenntnisse direkt in der Praxis zu erproben. Das innovative Konzept verknüpft die klassische Sprachlehre mit virtuellen Entdeckungstouren und zukunftsweisenden KI-Gesprächen. Diese immersionbasierte Methode sorgt laut ersten Rückmeldungen für eine drastisch gesteigerte Motivation unter den Lernenden.
Die virtuellen Exkursionen schaffen authentische Sprechanlässe für alle Beteiligten
Ein virtueller Rundgang durch die malerischen Grachten von Amsterdam, eine Entdeckungstour durch Belgien oder das Bestellen im Restaurant auf Englisch gehören nun zum festen Programm. Ohne die Stadt Dortmund dafür verlassen zu müssen, tauchen die Kursteilnehmer:innen tief in die jeweilige Fremdsprache ein.

Sie beschreiben gemeinsam historische Orte, präsentieren berühmte Sehenswürdigkeiten oder führen lebendige Dialoge mit virtuellen Gesprächspartner:innen.
„Man taucht einfach auf eine ganz andere Art und Weise in die Sprache ein“, erklärt Dorothea Wünsch sichtlich begeistert von der Volkshochschule Dortmund.
Die gesammelten Rückmeldungen der aktiven Teilnehmer:innen zeigen überdeutlich, dass dieses Angebot ein ganz besonderes Erlebnis im Lernalltag darstellt. Nachweislich schafft die Virtual Reality (VR) authentische Sprechanlässe und wirkt zudem extrem motivierend auf alle Beteiligten.
In einem der angebotenen Niederländischkurse erkunden die motivierten Teilnehmer:innen beispielsweise völlig eigenständig oder in Gruppen verschiedene virtuelle Städte. Bis zu sechs Personen können gleichzeitig dieselbe Umgebung digital besuchen und dort gemeinsam Sehenswürdigkeiten entdecken. Ihre unmittelbaren Eindrücke beschreiben oder präsentieren sie dabei konsequent in der erlernten Sprache Niederländisch.
Spezielle Anwendungen und Avatare unterstützen den individuellen Lernfortschritt gezielt
Bei diesem zukunftsweisenden Unterrichtskonzept greifen die Sprachpraxis, die klassische Landeskunde sowie das interkulturelle Lernen unmittelbar ineinander über. Zum praktischen Einsatz kommen hierbei etablierte Anwendungen wie Wander VR, Mondly VR oder Virtual Speech. Ergänzt werden diese Systeme durch eigens für die Zwecke entwickelte virtuelle Lernräume.
Je nach dem exakten Kursziel trainieren die Teilnehmer:innen so gezielt anspruchsvolle Gespräche mit KI-Avataren. Sie lösen komplexe Aufgaben in virtuellen Umgebungen oder entdecken die entferntesten Orte auf der ganzen Welt. Dabei bleibt die moderne Technik jedoch stets nur eine innovative Methode unter vielen bewährten Ansätzen.
„Wie ein digitales Quiz kann auch Virtual Reality je nach Lernziel eingesetzt werden“, erläutert Dorothea Wünsch die didaktische Einbindung. Wann und wie genau die Technik letztlich genutzt wird, entscheiden die Dozent:innen gemeinsam mit den Teilnehmer:innen. Die Technik dient somit als sinnvolle, interaktive Ergänzung zum klassischen Buch.
Ein erfolgreiches Innovationsfonds-Projekt bildet das stabile Fundament für neue Kursangebote
Die Volkshochschule Dortmund setzt Virtual Reality gezielt als eine ergänzende Lehrmethode im alltäglichen Unterricht ein. Die solide Grundlage dafür war das wegweisende Innovationsfonds-Projekt „360 Grad Videos und Virtual Reality im VHS-Sprachenbereich“. Dieses wichtige Projekt wurde im Jahr 2025 mit einer großzügigen Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgreich umgesetzt.

Das klare Ziel war es, den Sprachunterricht spürbar interaktiver, handlungsorientierter sowie immersiver zu gestalten. Zudem sollten dadurch ganz neue Zielgruppen für die Bildungsangebote der Volkshochschule nachhaltig gewonnen werden.
Die engagierten Dozent:innen und Weiterbildungslehrkräfte entwickelten hierfür völlig neue Unterrichtsformate und erprobten verschiedene Anwendungen in intensiven Workshops.
Die umfassende Auswertung zeigt nun eindeutig, dass die Lehrkräfte die VR-Technik als äußerst motivierende Ergänzung erleben. Auch die Teilnehmer:innen gaben durchweg positive Bewertungen ab, insbesondere für das tiefe Eintauchen in die Lernwelten. Die intensive Konzentration auf die Inhalte sowie die aktive Sprachanwendung überzeugten in der Praxis vollständig.
Interessierte Bürger:innen können die Technik im September unverbindlich selbst ausprobieren
Wie genau sich das moderne Sprachlernen mit einer Virtual-Reality-Brille anfühlt, können alle interessierten Bürger:innen bald selbst austesten. Am Sonntag, den 6. September, lädt die Bildungseinrichtung von 12 bis 16 Uhr zum „Probier dich aus!“-Tag ein. Die Veranstaltung findet direkt in den Räumlichkeiten der Volkshochschule Dortmund in der Kampstraße statt.
Auf dem vielseitigen Programm stehen unter anderem eine geführte virtuelle Stadterkundung in den Niederlanden. Ebenso wird das Modul „Englisch lernen in Virtual Reality“ mit interaktiven KI-Avataren vor Ort präsentiert. Am 2. Oktober folgt mit „Entdecke die Niederlande und Belgien mit VR-Brille“ ein weiteres offenes Angebot.
Zudem starten bereits im Laufe des Septembers zahlreiche reguläre Sprachkurse, in denen die Dozent:innen Virtual Reality einsetzen. Häufig wird auf diese Besonderheit bereits direkt in der offiziellen Kursbeschreibung hingewiesen. So können alle Interessierten vorab präzise planen, ob sie in einer virtuellen Umgebung lernen möchten.
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

