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Bessere Versorgung durch Schwerpunktzentren: Ausbau der Klinik für „Seelische Gesundheit“ am Marien Hospital

(v.l.:) Christoph Rzisnik, Kaufmännischer Direktor am Marien Hospital, Pflegedirektorin Gabriele Koch, Katja Wiedemann von der kaufmännischen Leitung und Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für „Seelische Gesundheit“ am Marien Hospital.

Bis heute gibt es zwei Fachabteilungen am Marien Hospital Dortmund-Hombruch: die Klinik für „Seelische Gesundheit“ und die Klinik für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Diabetologie und Qualifizierten Entzug. Durch die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen wird sich das Marien Hospital Hombruch zukünftig auf die Fachdisziplinen Psychiatrie und Psychosomatik fokussieren. Die Innere Medizin wird mit Teilen ihres Leistungsangebotes in das St. Johannes Hospital integriert; die Therapie der Alkoholkrankheit verbleibt am Standort Hombruch. Mit dieser Neuausrichtung wird das Hombrucher Krankenhaus langfristig gesichert und erhält ein Alleinstellungsmerkmal.

Ausbau des Leistungsspektrums für „Seelische Gesundheit“ mit Fokus auf Psychiatrie und Psychosomatik

Die Klinik für „Seelische Gesundheit“ gibt es in Hombruch bereits seit 1972. Aufgrund der Auflagen des Krankenhausplans NRW wird das Behandlungsportfolio nun neu ausgerichtet. In der jetzigen Struktur kann die vorgesehene Bettenzahl aufgrund baulicher Engpässe noch nicht ausreichend bereitgestellt werden. 

Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Marien-Hospital Hombruch. Fotos: Heike Becker-Sander

Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Marien Hospital Hombruch. Archivfoto: Heike Becker-Sander

Mit dem Ausbau der Psychosomatik – als Schnittstelle zwischen der Behandlung von psychischen und körperlichen Erkrankungen – sollen zukünftig 25 zusätzliche Betten für diesen Leistungsbereich betrieben werden. Damit soll die Klinik über die Stadtgrenzen Dortmunds hinaus weiter an Bedeutung gewinnen. 

Auf diese Weise sollen die Versorgung der Patient*innen deutlich verbessert, bestehende Arbeitsplätze gesichert und zukünftig neue geschaffen werden. Ebenso wird die Therapie der Alkoholkrankheit, die bisher in der Inneren Medizin verortet war, mit 30 Betten in die Versorgungsleistungen der Klinik für „Seelische Gesundheit“ übergehen. 

Das sei fachlich sinnvoll, weil die Klinik für „Seelische Gesundheit“ seit vielen Jahren eng in die Behandlungsstrukturen eingebunden sei: „Entgiftungsbehandlungen gehören zum fachlichen Spektrum der Psychiatrie. Die Übernahme der etablierten Strukturen ist darum kein Problem. Wir planen sogar eine Weiterentwicklung des Angebots unter psychiatrisch-psychotherapeutischen Gesichtspunkten. Als Klinik für „Seelische Gesundheit“ sind wir ohnehin eng mit den regional nachsorgenden Anbietern für Entwöhnungsbehandlung verbunden“, kommentiert Chefarzt Dr. Harald Krauß die Erweiterung seiner Klinik.

Schwerpunkt Innere Medizin wird am Johannes-Hospital in der Innenstadt ausgebaut

Die Innere Medizin wird Teile ihrer Versorgung in das St. Johannes Hospital Dortmund überführen. „Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass die baulichen Gegebenheiten für die Innere Medizin mittel- und langfristig verbessert werden müssen. So ist der sogenannte Straßentrakt nicht mehr sanierungsfähig. Andere Bereiche müssten aufwändig saniert werden – vor allem mit Blick auf die heutigen Anforderungen an Patientenzimmer. Deshalb müssen wir jetzt handeln“, erklärt der Kaufmännische Direktor Christoph Rzisnik.

Teile der Versorgung der Inneren Medizin werden auf das St. Johannes-Hospital übertragen. Archivfoto

Außerdem hätten sich die gesetzlichen Normen und Vorgaben, wie etwa Mindestbesetzungen im ärztlichen wie auch pflegerischen Bereich oder die Einhaltung der Personaluntergrenzen, in den letzten Jahren so stark verändert, dass sie für eine kleine Klinik selbst unter höchsten Anstrengungen dauerhaft nicht umsetzbar seien.

Die Krankenhausrahmenplanung fordere eine Konzentration der medizinischen Leistungen – auch in Dortmund. „Den Forderungen kommen wir mit diesem Schritt nach. Wir bilden Schwerpunkte und erhöhen auf diese Weise auch noch einmal die Qualität der Versorgung“, kommentiert Christoph Rzisnik.

Gastroenterologie (Teilgebiet der Inneren Medizin, sich mit Krankheiten des Verdauungsapparates befassend) und Diabetologie werden zukünftig im St. Johannes Hospital angesiedelt. Die Mitarbeiter*innen erhalten entsprechend ihrer Fachexpertise Angebote zur Unterstützung des Leistungsspektrums im Marien Hospital oder im St. Johannes Hospital. Hier werden in den nächsten Tagen persönliche Gespräche geführt, um die individuellen Entwicklungsperspektiven zu erörtern.

Bauliches Konzept für das Marien Hospital in Dortmund-Hombruch

Ansicht der ersten Baumaßnahme mit Aufstockung um ein neues Geschoss im Bauteil C. Fotos: SJG St. Paulus GmbH

Vorgesehen ist zunächst der Abriss des Dachgeschosses im Bauteil C. Anschließend wird das Gebäude um ein weiteres Geschoss bis Ende nächsten Jahres aufgestockt. In der neuen Etage werden dann komfortable Räumlichkeiten für die Klinik für „Seelische Gesundheit“ zur Verfügung stehen. 

Parallel werden die Flächen im Kapellentrakt soweit wie möglich saniert. Anschließend wird der nicht mehr sanierungsfähige Straßentrakt abgerissen. Auf den dann entstehenden Freiflächen ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Erweiterungsbau der Klinik für „Seelische Gesundheit“ vorgesehen. 

Das Investitionsvolumen für den ersten Bauabschnitt beträgt ca. fünf Millionen Euro. „Aktuell bauen wir ja schon am Marien Hospital eine neue Rettungswache für die Feuerwehr. Damit ist eine stadtteilnahe Notfallversorgung für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet“, sagt Christoph Rzisnik.

 

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