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Ab 1. November ist das Rathaus in Dortmund geschlossen – OB, Beschäftigte und Fraktionen ziehen zum Südwall um

Die Rathaus-Beschäftigten und Fraktionen werden während der Sanierung am Südwall unterkommen.

Die Wahlen sind gelaufen, die Fraktionen sortieren sich, der künftige Rat wird sich im November konstituieren und der neue OB seine Amt antreten. Doch das alles wird nicht in Dortmunds „guter Stube“ stattfinden – „ab 1. November ist die Hütte dicht“, betont der scheidende OB Ullrich Sierau. Dann beginnen die umfangreichen Sanierungsarbeiten – der Büro-  sowie der Sitzungsbetrieb wird für zwei Jahre ausgelagert. Die Ausräum- und Umzugsarbeiten haben bereits begonnen.

Rathaus-Beschäftigte und Fraktionen ziehen vorübergehend an den Südwall um

In der ursprünglichen Kalkulation fehlten unter anderem die 30 Jahre alten Aufzüge und das marode Kuppeldach.

Die beschlossene und mittlerweile 34 Millionen Euro teure Sanierung des Rathauses wird am 2. November beginnen – mit der Demontage der großen Leuchter. Auch der Bauzaun wird um das Rathaus herum aufgestellt – dann ist kein Reinkommen mehr für Rathaus-Bedienstete oder Bürger*innen möglich – dann gehen hier nur noch die Bauarbeiter*innen ein und aus. ___STEADY_PAYWALL___

Der Oberbürgermeister, die Beschäftigten des Rathauses wie auch die Fraktionen werden die kommenden zwei Jahre im alten Verwaltungsgebäude des Volkswohlbundes am Südwall unterkommen. Offenbar eine perfekte Lösung für die Übergangszeit – „die Räume eignen sich sehr gut“, betont Sierau.

Der Sitzungsbetrieb allerdings wird auf Wunsch des Rates in die Westfalenhalle umziehen. Dort werden auch die Sitzungen von Fraktionen stattfinden, da die kleinen Büro- und Besprechungsräume am Südwall unter Corona-Bedingungen nicht ausreichen. Der Rat muss schon in der Westfalenhalle 2 tagen – wegen Corona, nicht wegen des Umbaus.

Rat soll im September 2022 zurückkehren – Fertigstellung im vierten Quartal 2022

Das Ausräumen und Umziehen hat begonnen. Ende Oktober schließt das Rathaus. Fotos: Alex Völkel

Das Ausräumen und Umziehen hat begonnen. Ende Oktober schließt das Rathaus. Fotos: Alex Völkel

Die Schließung des Rathauses trifft übrigens auch viele Vereine und Verbände – denn es gibt mehrere hundert Veranstaltungen, die bisher im Rathaus stattfinden konnten. „Wir müssen jetzt absagen und verweisen auf andere Möglichkeiten“ so Sierau und verweist beispielsweise auf den Saal der Handwerkskammer, das Domicil, Reinoldinum.

Die Schließung wird etwas zwei Jahre dauern. Es ist angestrebt, die erste Ratssitzung im September 2022 wieder im Rathaus zu machen, dann mit der nächsten Einbringung des Haushaltes. „Es kann sein, dass das Haus dann noch nicht insgesamt fertig ist“, so Sierau. Mit dem vollständigen Bezug des Rates wird im vierten Quartal 2022 gerechnet. 

Zeit- und Kostenplan könnten – nachdem der Rat bereits Mehrkosten genehmigt hat – bei 34 Millionen Euro bleiben. Denn fast alle Aufträge sind an die Bauwirtschaft vergeben. Daher ist die Stadtspitze zuversichtlich, dass der gesteckte Rahmen gehalten werden kann. Sierau verweist dabei beispielsweise auf das Baukunstarchiv, wo dies ebenfalls gelungen war.

 

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