
Die Stadt Dortmund hat erstmals ein gesamtstädtisches Baulückenkataster erstellt. Es zeigt, wo im Stadtgebiet unbebaute Grundstücke für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Das Potenzial: knapp 640 erfasste Baulücken, auf denen insgesamt gut 3.300 Wohnungen entstehen könnten.
Wo in Dortmund gebaut werden könnte
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 hat die Stadt rund 640 Baulücken im unbeplanten Innenbereich erfasst, also Grundstücke ohne Bebauungsplan nach § 34 Baugesetzbuch. Zusammen umfassen sie etwa 53 Hektar. Nach heutiger Einschätzung könnten dort rund 2.220 Wohnungen entstehen.
Baulücken gibt es in allen zwölf Stadtbezirken. Als solche gelten erschlossene, unbebaute oder nur geringfügig bebaute Grundstücke innerhalb bestehender Siedlungsbereiche. Die Erhebung startete als Pilotprojekt in Huckarde und wurde auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.
Von den rund 640 erfassten Flächen sind 140 bereits durch laufende Bauantragsverfahren gebunden. Auf diesen Grundstücken könnten nach aktuellem Stand rund 1.224 Wohnungen auf etwa 14,3 Hektar entstehen.
Hinzu kommen 246 Restgrundstücke in Gebieten mit rechtskräftigen Bebauungsplänen, die aus dem bestehenden Wohnbauflächenmonitoring übernommen wurden. Sie bieten zusätzlichen Platz für rund 1.078 Wohnungen auf etwa 30,2 Hektar. Damit weist das Kataster insgesamt ein Potenzial von gut 3.300 Wohnungen aus.

Eigentümer:innen entscheiden, Kataster bald digital abrufbar
Die meisten erfassten Grundstücke befinden sich in Privatbesitz. Ob und wann dort gebaut wird, entscheiden die jeweiligen Eigentümer:innen. Wer Grundstücke für ein Bauprojekt sucht, kann das Kataster als Ausgangspunkt für weitere Recherchen nutzen.
Ob ein Bauvorhaben konkret zulässig ist, muss im Einzelfall geprüft werden, durch eine Bauvoranfrage oder einen Bauantrag.
Nach der Bekanntmachung im Amtsblatt wird das Kataster digital im Geoportal der Stadt abrufbar sein. Es enthält Angaben zu Lage, Größe und planungsrechtlicher Einordnung. Namen oder Angaben zu Eigentümer:innen veröffentlicht die Stadt aus Datenschutzgründen nicht.
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