
Das Konzerthaus Dortmund hat das Programm für die Saison 2026/27 veröffentlicht. Auf dem Spielplan stehen internationale Dirigenten, renommierte Orchester und namhafte Solistinnen und Solisten. Auch thematische Schwerpunkte wie ein Festival zu Lera Auerbach und ein Fokus auf US-amerikanische Musik sind geplant. Die Saison beginnt im September mit einer Premiere. Der Vorverkauf startet Ende April.
Große Namen und Saisonauftakt mit Premiere
Noch läuft die aktuelle Spielzeit, doch die kommende Saison kündigt sich bereits an: Mit dabei sind Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Lahav Shani und Klaus Mäkelä, internationale Orchester wie das Chicago Symphony Orchestra sowie Solistinnen und Solisten wie Yuja Wang, Hilary Hahn und Igor Levit.
Exklusivkünstler Tarmo Peltokoski prägt seine zweite Saison im Ruhrgebiet und rückt dabei Richard Wagner in den Fokus. Damit setzt das Konzerthaus einen klaren künstlerischen Akzent innerhalb der neuen Spielzeit.
Eröffnet wird die Saison am 17. September mit einem besonderen Premiere: Das West-Eastern Divan Orchestra ist unter der Leitung von Daniel Barenboim erstmals im Konzerthaus Dortmund zu Gast.
Festivals und bekannte Gesichter im Programm
Mit dem ersten Festival der Saison kehrt die „Zeitinsel“ nach einem Jahr Auszeit zurück. Im November stehen drei Tage im Zeichen der Komponistin, Dirigentin, Pianistin, preisgekrönten Dichterin und bildenden Künstlerin Lera Auerbach.

Den Auftakt macht eine Uraufführung: Das Ariel Quartet, mit dem Lera Auerbach eine lange Zusammenarbeit und viel gemeinsame Konzerterfahrung verbindet, hebt das vom Konzerthaus Dortmund beauftragte 11. Streichquartett aus der Taufe.
Auch der neue Curating Artist ist mit dem Konzerthaus bestens vertraut: Bratschist Antoine Tamestit, ehemaliger Musiker der Reihe „Junge Wilde“ und Porträtkünstler der Saison 2017/18, kehrt für die Festivalwoche „Antoine Tamestit & Friends“ zurück. Gemeinsam mit dem Orchestre de Paris und unter der Leitung von Klaus Mäkelä bringt er das Violakonzert von William Walton zur Aufführung – eines der wenigen bedeutenden Bratschenkonzerte, die es gibt.
US-Schwerpunkt und vielfältiges Konzertangebot
Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung geht der Blick auch Richtung USA: Das Konzerthaus Dortmund nimmt es zum Anlass für eine künstlerische Auseinandersetzung und beleuchtet die Vielfalt US-amerikanischer Musik zwischen Freiheitsversprechen, Widersprüchen und neuer Perspektive.

Das Jazz at Lincoln Center Orchestra und Gregory Porter kehren im Dezember nach Dortmund zurück, das Chineke! Orchestra wird mit Gershwins „Porgy and Bess“ zu erleben sein.
Starsopranistin Joyce DiDonato widmet sich mit ihrem Projekt „Emily – No prisoner be“ der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson und das 2024 von Dirigent, Pianist und Komponist Timothy Long – selbst Angehöriger der Muscogee-, Thlopthlocco- und Choctaw-Stämme – gegründete Projekt „North American Indigenous Song Book“ versammelt Auftragswerke preisgekrönter indigener Komponist:innen.
Neben diesen Schwerpunkten umfasst das Programm klassische Konzerten mit u. a. dem London Symphony Orchestra dirigiert von John Adams oder der konzertanten Oper „Die Passagierin“ unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla. Jazz, Pop und Folk gibt es zum Beispiel mit Jazz-Sängerin Dee Dee Bridgewater, mit Musiker und Komponist Goran Bregović and his Wedding & Funeral Band oder Gaye Su Akyol und dem WDR Funkhausorchester.
Mehr Informationen:
- Abonnements und Wahlpakete sind ab sofort, Einzelkarten ab dem 5.Mai 2026 buchbar.


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Vom Aufbrechen und Ankommen: Vladimir Korneev mit Hommage an Kurt Weill im Konzerthaus Dortmund (PM)
Wenn Vladimir Korneev singt, erzählt er Geschichten. Vom Aufbrechen und Ankommen, von Schmerz und Hoffnung. „Ein Chanson ist wie ein Hollywoodfilm und eine Oper in drei Minuten“, sagt der Sänger und Schauspieler, der unter anderem durch seine Rolle des Zaren Alexander II. in der mit einem Emmy ausgezeichneten Netflix-Serie „Die Kaiserin“ bekannt ist. Im Konzerthaus Dortmund steht Vladimir Korneev am 2. Mai 2026 um 20 Uhr als Sänger auf der Bühne und widmet sich den zeitlosen Melodien des Komponisten Kurt Weill.
Das Programm hat den Namen „Youkali“, benannt nach einem Musikstück, das Weill im französischen Exil schrieb. Für Korneev ist „Youkali“ viel mehr als ein Titel. Es ist ein sehr persönliches Sinnbild für Hoffnung – und für Heimat. Für einen Sehnsuchtsort.
Einen solchen Ort möchte Vladimir Korneev auch für sein Publikum kreieren, er möchte es mitnehmen auf die Suche nach dem eigenen Youkali: „Ich möchte einen Raum schaffen, in dem jeder ankommen darf – und vielleicht für einen Moment diesen inneren Ort der Hoffnung findet.“
Neben Weills Werken präsentiert Korneev im Konzerthaus Dortmund auch Volkslieder und eine eigene Komposition. Textlich wie musikalisch lehnt sich „Wintereinbruch“ an Weill an – und ist doch hochaktuell. „Es geht um das Miteinander in Zeiten, in denen autoritäre Stimmen wieder lauter werden“, erklärt er. Für den Chansonier ist der Kurt-Weill-Abend darum auch so wichtig, „weil es so viele Parallelen zur heutigen Zeit gibt.“
Das erlebe er auch im Austausch mit seinem Publikum immer wieder, berichtet Korneev. Die Menschen „sind sehr gepackt – auch von der Aktualität und sehr berührt“. Für den Künstler ist es das schönste Kompliment: „Wenn ich jemanden tief berühren kann, dann bin ich schon glücklich.“
Vladimir Korneev – Hommage an Kurt Weill
Der Chansonnier mit seinem aktuellen Programm »Youkali«
Sa 02.05.2026, 20 Uhr
Weitere Infos und Tickets (ab 16 Euro) unter http://www.konzerthaus-dortmund.de
Konzerthaus Dortmund erhält den OPUS KLASSIK für das innovative Konzert des Jahres (PM)
Große Stimmen, virtuose Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, überraschende Neuentdeckungen: Die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH gibt die Preisträgerinnen und Preisträger des OPUS KLASSIK 2026 bekannt. Zu den Ausgezeichneten zählen u. a. der Bariton Andrè Schuen als Sänger des Jahres, Violinist Christian Tetzlaff als Instrumentalist des Jahres, Anna Lucia Richter als Sängerin des Jahres und Anna Lapwood mit der Live-Performance des Jahres.
Das Konzerthaus Dortmund wird in der Kategorie „Innovatives Konzert des Jahres“ für sein Konzept SLOW ausgezeichnet: Das SLOW-Festival brachte 32 Stunden Musik als durchgehend gestaltetes Konzert- und Erfahrungsformat inkl. musikalischer Nachtwache zu Menschen, die immer öfter auf der Suche nach Verlangsamung, Präsenz und Achtsamkeit sind.
„Ausgangspunkt für das SLOW-Festival war die Frage, wie wir uns künstlerisch damit auseinandersetzen können, dass die Welt sich immer schneller zu drehen scheint“, erläutert Konzerthaus-Intendant Raphael von Hoensbroech. „Wir begreifen das Konzerthaus ohnehin als Refugium für Seele, Herz und Geist. Dass wir nun einen so prominenten Preis dafür bekommen, freut mich ungemein. Es zeigt mir, dass wir damit einen Nerv der Zeit getroffen haben.“
Eine elfköpfige Jury mit Expertinnen und Experten aus Musikindustrie, Konzertwesen, Verlagswesen und Medien hatte aus einer Rekordzahl an Einreichungen von über 680 insgesamt 116 herausragende Projekte für die Shortlist nominiert. Insgesamt wurden 39 Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen exemplarisch für die außergewöhnliche Vielfalt, Kreativität und internationale Strahlkraft der klassischen Musik. Sie zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig das Genre ist und setzen mit höchster künstlerischer Exzellenz und außergewöhnlicher Leidenschaft neue Maßstäbe“, sagt Dr. Clemens Trautmann, Sprecher der Geschäftsführung der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH und fährt fort: „Sie tragen die Faszination der klassischen Musik in die Gesellschaft und begeistern ein Publikum weit über die Grenzen der Klassik hinaus.“
Die Preisverleihungen finden mit dem OPUS KLASSIK Konzert am 10. Oktober im Fotografiska sowie am 11. Oktober im Rahmen der großen OPUS KLASSIK Gala im Konzerthaus Berlin statt. Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend um 22.15 Uhr im Fernsehen. Eine vollständige Übersicht aller Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie auf http://www.opusklassik.de/aktuelle-auszeichnungen.
Der OPUS KLASSIK ist der Preis für klassische Musik in Deutschland. Eine unabhängige Jury wählt in verschiedenen Kategorien die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Über die Preisverleihungen hinaus versteht sich der OPUS KLASSIK als kultureller Vermittler der klassischen Musik und nimmt seine bildungsstiftende Rolle in Form von Schulkooperationen wahr. Der OPUS KLASSIK feierte seine Premiere 2018 im Konzerthaus Berlin. Ausrichterin ist die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH, in der Unternehmen und Personen der Klassik-Welt vertreten sind. Unterstützt wird die Auszeichnung von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und CTS EVENTIM.