
Das Queer Festival verlässt 2026 seine feste Spielstätte am Schauspiel Dortmund und verteilt sich erstmals über das gesamte Stadtgebiet. Zwischen dem 6. und 30. Juni 2026 entsteht mit der „WILD Edition“ ein Festival, das Queerness als Praxis versteht – als Bewegung, die Räume verschiebt, öffnet und neu codiert. Anstelle eines zentralen Ortes bildet sich ein Netzwerk aus Institutionen, der Freien Szene und queeren Communities, darunter die Schauburg, das Literaturhaus, die TU Dortmund und das BLENDHAUS*. Kunst, Diskurs und urbane Praxis greifen dabei ineinander und werden in unterschiedliche Formate übersetzt.
Programme zwischen Club, Park und Bühne
Den Auftakt macht „House of Namus“ im Dietrich-Keuning-Haus am 06. Juni 2026, als Musik- und Theaterformat zwischen Clubkultur, Performance und gemeinschaftlicher Energie. Das Schauspiel Dortmund wird mit einer Hörinstallation nach Motiven aus „Divisible by Itself and One / Teilbar durch sich selbst und eins“ von Kae Tempest dabei sein.
Am 10. Juni 2026 öffnet das Schauspiel Dortmund mit „Open House Impro“ einen Raum für unmittelbare Begegnung, in dem Jugend- und Spielclubgruppen Szenen live entwickeln und mit dem Publikum in Austausch treten.
Das Ensemble des Schauspiel Dortmund lädt am 17. Juni 2026 im Rombergpark zur Lesung „Neue Queere Lyrik“ ein. Vier Ensemblemitglieder lesen dabei in 1:1-Situationen vier Gedichte unter freiem Himmel.
Räume für Begegnung, Erinnerung und kollektive Praxis
Im BLENDHAUS*, im Literaturhaus und im Schauspiel Dortmund entfaltet sich die „WILD Edition“ als offener Prozess aus Workshops, Community-Formaten und kollektiver Praxis.
Das Format „Hot Topic – Institut für kollektive Sehnsucht“ widmet sich am 18. Juni 2026, Queer Anemoia als nostalgisch aufgeladener Verbindung zu nicht selbst erlebten Zeiten. Gemeinsam mit den RuhrgebietsSpatzen treffen Popkultur, Erinnerung und Begehren aufeinander und formen einen Abend zwischen Talk, Musik und Performance – mit Karaoke.
Im Literaturhaus verbindet „Queer Dream House“ am 23. Juni 2026, Texte von Carmen Maria Machado und Audre Lorde zu einer Lecture Performance über queere Erinnerung, Selbsterschreibung und Weitergabe von Geschichten. Zum Festivalausklang richtet ein weiteres „Hot Topic – Institut für ace energy“ am 28. Juni 2026, den Blick auf Ace Energy und fragt nach Perspektiven der Ace/Aro-Community auf Pop und Archiv.
Mehr Informationen:
- Die vollständige Programmübersicht gibt es unter: www.theaterdo.de.
- Anmeldung für das Format „Neue Queere Lyrik“ sind erwünscht unter: stoyen@theaterdo.de.
- Karten für die beiden „Hot Topic“-Veranstaltungen kosten 5 Euro und sind erhältlich im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, telefonisch unter 0231 / 50-27222 und online.

