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Zwei Mädchen vergewaltigt – zwischen den Taten war der mutmaßliche Täter aus der U-Haft entlassen worden

Nach der ersten Tat wurde der mutmaßliche Vergewaltiger nach einem Haftprüfungstermin wieder entlassen.

Die Justiz sieht sich nicht nur in den Sozialen Medien schweren Vorwürfen ausgesetzt. Denn sie hatte einen mutmaßlichen Vergewaltiger eines elfjährigen Mädchens nach einer Haftprüfung wieder auf freien Fuß gesetzt, weil es an den Angaben des Kindes Zweifel gab. Nun soll der Mann eine 13-Jährige vergewaltigt haben. Der Mann sitzt nun wieder wegen des Verdachts der Vergewaltigung in zwei Fällen „zum Nachteil von zwei Mädchen“ in Untersuchungshaft.

Zwei Vergewaltigungen im Juni und Juli als Vorwurf – die Mädchen beschrieben den Täter

Staatsanwaltschaft Dortmund

Zunächst ordnete das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft an. Doch die war nicht von Dauer. Archivfotos: Alex Völkel

In der Nacht vom 24. Juli auf den 25. Juli 2020 wurde der Mann wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit Vergewaltigung von der Polizei in Dortmund festgenommen. Das Amtsgericht Dortmund hat am 25. Juli 2020 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. ___STEADY_PAYWALL___

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, ein zur Tatzeit dreizehnjähriges Mädchen am Nachmittag des 24. Juli 2020 in ein Haus in der Nordstadt gelockt und dort vergewaltigt zu haben. Aufgrund der Personenbeschreibung des Mädchens konnte der Beschuldigte im Rahmen einer gezielten Fahndung in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli festgenommen werden.

Der Beschuldigte ist zudem verdächtig, bereits in der Nacht vom 19. Juni auf den 20. Juni ein zur Tatzeit elfjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Nachdem die Geschädigte die Tat zur Anzeige gebracht hatte, wurde der Beschuldigte am 21. Juni von der Polizei in Dortmund vorläufig festgenommen und am 22. Juni 2020 dem Haftrichter vorgeführt.

Mutmaßlicher Vergewaltiger kam nach der ersten Tat in U-Haft, wurde aber wieder entlassen

Der Haftrichter des Amtsgerichts Dortmund erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit Vergewaltigung sowie einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Die Rechtspopulisten wollen die Vorgänge zum Thema der Sondersitzung des Rates im August machen.

Beim Haftprüfungstermin am 3. Juli 2020 traten Umstände zutage, die zum damaligen Zeitpunkt Zweifel an den Angaben des Tatopfers begründen konnten. Bestehen blieb jedoch ein dringender Tatverdacht wegen der Straftat nach dem BtMG.

Das Amtsgericht Dortmund setzte deswegen den Vollzug der Untersuchungshaft aus, weswegen der Beschuldigte an diesem Tag aus der Haft entlassen wurde.

Dieser Umstand sorgt für heftige Diskussionen im Netz und auch der Politik. Denn die Rechtspopulisten u.a. von der AfD sehen eine (in)direkte Mitschuld bei Politik und Polizei – denn der Tatverdächtige soll afghanischer Herkunft sein und nur geduldet.

„Die Tat ist trauriges Symbol für eine verantwortungslose Migrationspolitik in der Stadt, die die Handschrift von Oberbürgermeister Sierau, Ordnungsdezernent Dahmen und Polizeipräsident Lange trägt“, wettert AfD-Fraktionschef  Heiner Garbe. Seine Partei versucht, diese Tat vor der Kommunalwahl für sich zu instrumentalisieren. Auch die Freie Bürgerinitiative (FBI) wittert Morgenluft und will die Vergewaltigungen auf der Sondersitzung des Rates am 13. August thematisieren lassen.

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