„Rave gemeinsam gegen Nazis“: Protest gegen die rechtsextremen „Heimatabende“ in Dorstfeld

Musik statt Hass bei Protestaktion auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld

Vier große Transparente mit Aufschriften wie „Nazis bekämpfen“ wurden auf dem Wilhelmplatz hochgehalten.
Antifaschistischer Protest in Dorstfeld: Bunte Transparente auf dem Wilhelmplatz. Foto: Paulina Bermúdez

Mit Musik, Tanz und einer klaren Botschaft gegen Rechtsextremismus wollen zahlreiche Initiativen und Organisationen aus Dortmund am Freitag, 29. Mai, auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld ein Zeichen setzen. Unter dem Motto „Rave gemeinsam gegen Nazis“ beginnt die Veranstaltung um 16 Uhr und läuft bis 20 Uhr.

Zeichen gegen rechtsextreme Treffpunkte

Organisiert wird die Aktion vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit weiteren Akteurinnen und Akteuren der Dortmunder Zivilgesellschaft. Anlass sind die regelmäßigen sogenannten „Heimatabende“, zu denen sich Neonazis nach Angaben der Veranstalter monatlich in Dorstfeld treffen.

 In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren antifaschistische Organisationen aus Dortmund insbesondere die monatlichen „Offenen Abende“ der Partei „Die Heimat“ in der Thusneldastraße. Dort werde nach ihrer Darstellung gezielt um Nachwuchs geworben und versucht, Jugendliche für rechtsextreme Positionen anzusprechen.

Die beteiligten Gruppen verweisen zugleich auf die Erfolge der vergangenen Jahre. Durch das Engagement zahlreicher Menschen sei es gelungen, rechtsextreme Strukturen in Dortmund deutlich zurückzudrängen. Daran wolle man anknüpfen und weiterhin Präsenz gegen menschenfeindliche Ideologien zeigen.

Klare Botschaft: „Dorstfeld gehört uns allen“

Der Protest-Rave versteht sich dabei nicht nur als Gegenveranstaltung, sondern auch als Bekenntnis zu einem vielfältigen und offenen Stadtteil. „Dorstfeld gehört uns allen“, heißt es in dem Aufruf. Die Veranstalter werben für ein Zusammenleben, das von Respekt, Offenheit und Solidarität geprägt ist.

Zugleich rufen die beteiligten Initiativen dazu auf, sich auch künftig jeweils am letzten Freitag eines Monats an Gegenaktionen gegen die rechtsextremen Treffen zu beteiligen. Ziel sei es, dauerhaft ein sichtbares Zeichen für Demokratie und Vielfalt zu setzen.

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