
Mit „Back to the 90s“ startet das Klangvokal Musikfestival am 15. Mai mit Hits von Nirvana und den Spice Girls in die Festivalsaison. Bis zum 13. Juni rückt das Festival die menschliche Stimme als verbindendes Element zwischen unterschiedlichen musikalischen Stilen in den Mittelpunkt – von Oper und Chormusik über Jazz bis Pop. Neben internationalen Künstler:innen prägen auch Ensembles aus Dortmund und der Region das Programm.
Drei große Opernhighlights im Zentrum des Programms
Mit drei konzertanten Opernaufführungen spannt das Musikfestival einen Bogen von der französischen Tragédie lyrique bis zum italienischen Belcanto. Damit wird die Bandbreite vokaler Virtuosität und musikalischer Gestaltung in unterschiedlichen Stilrichtungen sichtbar gemacht.

Jean-Philippe Rameaus „Les Boréades“ wird am 22. Mai im Orchesterzentrum|NRW aufgeführt. Das Werk zeichnet sich durch orchestrale Kühnheit, harmonische Raffinesse und dramatische Intensität aus. Die internationale Koproduktion unter der Leitung von Barockspezialist Reinoud Van Mechelen ist in Deutschland exklusiv in Dortmund zu erleben und stellt die Klangvielfalt der französischen Barockoper in den Mittelpunkt.
Im Konzerthaus Dortmund folgt am 7. Juni Gaetano Donizettis „La favorite“. Die konzertante Aufführung verbindet Belcanto-Tradition mit großer dramatischer Wirkung. Varduhi Abrahamyan, Kang Wang und Germán Enrique Alcántara übernehmen die zentralen Partien, begleitet vom WDR Rundfunkchor und dem Funkhausorchester unter Antonino Fogliani. Die Produktion entsteht als Eigenprojekt des Festivals in Kooperation mit dem WDR.
Startenöre und wiederentdeckte Musikschätze
Ein weiteres Highlight des Festivals ist der Auftritt von Pene Pati am 29. Mai. Der Tenor interpretiert neapolitanische Kanzonen, begleitet vom Barockorchester Il Pomo d’Oro.

Das Ensemble macht den Belcanto in seiner direkten Ausdruckskraft erlebbar und legt dabei besonderen Wert auf stilistische Feinheit und klangliche Eleganz der italienischen Gesangstradition.
Am 10. Juni präsentiert das Sollazzo Ensemble in der St. Marienkirche Werke der Renaissance. Das auf Alte Musik spezialisierte Ensemble nutzt Instrumente wie Laute, Vihuela de arco und Gesang, um historische Klangwelten hörbar zu machen. Grundlage des Programms sind Werke aus dem erst 2014 wiederentdeckten Leuven-Chansonnier, die damit erneut auf die Bühne gebracht werden.
Chormusik als verbindendes Zentrum des Festivals
Chormusik bleibt ein zentraler und identitätsstiftender Bestandteil des Klangvokal Musikfestivals. Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ wird am 30. Mai in St. Reinoldi aufgeführt. Mit Karolina Bengtsson, Daniel Behle und Manuel Walser sowie dem Dortmunder Bachchor und der Neuen Philharmonie Westfalen entfaltet das Werk seine klangmalerische Wirkung zwischen Naturdarstellung und menschlicher Erfahrung.

Das „Fest der Chöre“ findet am 13. Juni statt und bringt Ensembles aus Dortmund und der Region zusammen. Mit über 180 Ensembles erreicht das Format 2026 eine neue Rekordanmeldezahl.
Der Jugendkonzertchor Dortmund tritt am 6. Juni im Reinoldisaal auf. Das Konzert trägt den Titel „Frieden ruht in meinem Herzen“ und widmet sich musikalisch Fragen von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das Programm verbindet Werke von Schütz und Homilius mit Kompositionen von Beach und Whitacre und spannt damit einen Bogen zwischen unterschiedlichen Epochen der Chormusik.
Pop, Jazz und neue Klangperspektiven im Programm
Auch weiteren musikalischen Stilrichtungen und Klangwelten öffnet sich das Festival: Internationale Jazzstimmen wie Cyrille Aimée am 16. Mai und Andrea Motis am 27. Mai treten im domicil auf. Die Clubkonzerte schaffen eine unmittelbare Nähe zwischen Publikum und Künstler:innen und setzen den Fokus auf die vokale Vielfalt des Jazz.

Am 17. Mai richtet sich das SOUNDZZ-Familienkonzert mit dem Trio Luah besonders an junge Zuhörer:innen. Im domicil können sie die Welt der Stimme spielerisch entdecken und erste musikalische Erfahrungen sammeln. Das Format ergänzt das Festivalprogramm um ein niedrigschwelliges Angebot für Familien.
Erstmals eröffnet Klangvokal zudem mit einem Pop- und Rock-Abend im Konzerthaus Dortmund. Unter dem Motto „Back to the 90s“ treffen ikonische Songs eines prägenden Jahrzehnts auf den sinfonischen Klang der Neuen Philharmonie Westfalen und die Stimmen von drei Solist:innen. Das Konzert verbindet Nostalgie mit moderner Klanggestaltung.


Reaktionen
Barockopernthriller „Les Boréades“ exklusiv bei KLANGVOKAL in Dortmund (PM)
Mit Jean-Philippe Rameaus Oper „Les Boréades“ präsentiert das KLANGVOKAL Musikfestival am Freitag, 22. Mai, eine hochkarätig besetzte internationale Koproduktion im Orchesterzentrum NRW. Die Aufführung ist nach Angaben der Veranstalter exklusiv in Deutschland in Dortmund zu erleben. 
Rameau, einer der bedeutendsten französischen Komponisten des 18. Jahrhunderts, schuf „Les Boréades“ im Jahr 1763 als sein letztes Opernwerk. Die geplante Uraufführung wurde damals noch während der Proben abgebrochen – mutmaßlich wegen der musikalischen Anforderungen und der politischen Brisanz des Librettos. Erst seit der szenischen Erstaufführung 1982 gilt das Werk als bedeutende Wiederentdeckung des Barockrepertoires. 
Im Zentrum der Handlung steht Königin Alphise, die sich gegen dynastische Zwänge auflehnt und für Selbstbestimmung und Freiheit kämpft. Musikalisch verbindet die Oper dramatische Intensität mit eleganten Klangfarben, großen Chören, Arien und Tänzen. 
Die musikalische Leitung übernimmt der belgische Tenor Reinoud Van Mechelen, der zugleich die Partie des Abaris singt. Gemeinsam mit dem Ensemble a nocte temporis und dem Chœur de Chambre de Namur gestaltet er die Konzertpremiere. Ebenfalls auf der Bühne stehen unter anderem die Sopranistin Gwendoline Blondeel sowie der Bariton Tomáš Král. 
Das Konzert beginnt am Freitag, 22. Mai, um 19.30 Uhr im Orchesterzentrum NRW. Karten kosten zwischen 20 und 45 Euro. Informationen und Tickets gibt es telefonisch unter 0231/50 29996, per E-Mail an ticket@klangvokal.de sowie auf der Internetseite von KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund.
Große Stimmen für große Gefühle: KLANGVOKAL präsentiert Donizettis „La favorite“ (PM)
Große Stimmen, starke Emotionen und die ganze Klangpracht der französischen Grand opéra stehen im Mittelpunkt eines Konzertabends beim KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund. Am Sonntag, 7. Juni, bringt das Festival Gaetano Donizettis selten gespielte Oper „La favorite“ konzertant im Konzerthaus Dortmund auf die Bühne.
Das Werk verbindet den italienischen Belcanto-Stil mit den opulenten Klangwelten der französischen Oper. Im Zentrum der Handlung steht Léonor, die Geliebte des Königs Alphonse XI., die sich in den jungen Mönch Fernand verliebt. Als die Wahrheit über ihre Beziehung zum König ans Licht kommt, geraten Liebe, Loyalität und persönliche Überzeugungen ins Wanken.
Donizetti erzählt die Geschichte mit sehnsuchtsvollen Arien, leidenschaftlichen Duetten und eindrucksvollen Chorszenen. Die Oper gilt als eines der bedeutenden Werke des Komponisten, wird jedoch vergleichsweise selten aufgeführt.
Konzertante Opern zählen zu den Höhepunkten des Festivals
Die konzertanten Aufführungen selten gespielter Opern gehören seit Jahren zu den Markenzeichen des KLANGVOKAL-Festivals. Mit Produktionen dieser Art sorgt das Festival regelmäßig auch über die Region hinaus für Aufmerksamkeit.
Für die Aufführung von „La favorite“ konnte KLANGVOKAL erneut eine international besetzte Solistenriege gewinnen. Die Mezzosopranistin Varduhi Abrahamyan übernimmt die Partie der Léonor. Den Fernand singt der Tenor Kang Wang, der kürzlich sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York gab. Als König Alphonse XI. steht der italienische Bariton Vito Priante auf der Bühne.
Renommierte Ensembles und erfahrener Donizetti-Dirigent
Am Pult steht Antonino Fogliani, der als ausgewiesener Spezialist für die Werke Donizettis gilt. Gemeinsam mit dem WDR Funkhausorchester und dem WDR Rundfunkchor bringt er die Oper in Dortmund zur Aufführung.
Ergänzt wird die Besetzung durch Bogdan Talos, Suzanne Jerosme und Ángel Macías. Das Publikum darf sich auf einen Abend mit großen Stimmen, dramatischen Konflikten und den charakteristischen Klangfarben des Belcanto freuen.
Das Konzert beginnt am Sonntag, 7. Juni, um 18 Uhr im Konzerthaus Dortmund. Karten sind zum Preis von 20 bis 65 Euro erhältlich. Informationen und Tickets gibt es beim KLANGVOKAL-Festivalbüro unter der Telefonnummer 0231/50 29996, per E-Mail an ticket@klangvokal.de sowie über die Website KLANGVOKAL Dortmund.
Joseph Haydn: Vier Jahreszeiten und das pralle Leben (PM)
„Es lebe der Wein, es lebe das Faß!“ – Haydn nannte seine Schlussfuge „die besoffene Fuge“. Hier wird das Leben gefeiert und besungen. Hemmungslos und lustvoll. Man kennt Haydns Schöpfung. Seine „Jahreszeiten“ kennt man kaum (oder verwechselt sie mit denen von Vivaldi).
Aber das Stück ist gigantisch. Das pralle Leben. Es geht um den Menschen, sein Leben durch den Jahreslauf. Es geht um Wein und Liebe, um Ernte und Unwetter, um Jagd und Tod, Fleiß und Tanz. Göttliches taucht nur selten auf, allzu menschliches überall. So ist auch die Musik – schwer und leicht, selten göttlich, meistens menschlich.
Der Dortmunder Bachchor singt am Samstag, 30.5.2026 um 19:30 in der Reinoldikirche die „Jahresezeiten“ von Joseph Haydn. Im Rahmen des Klangvokal-Festivals. Karten gibt es unter https://www.eventim.de/event/klangvokal-musikfestival-dortmund-st-reinoldi-kirche-21116742/
KLANGVOKAL: Musikalische Spurensuche nach Frieden und Gemeinschaft – Johannes Honecker gibt KLANGVOKAL-Debüt mit dem Jugendkonzertchor (PM)
Wie kann die Hoffnung auf Frieden musikalisch Ausdruck finden? Dieser Frage widmet sich der Jugendkonzertchor der Chorakademie Dortmund in seinem neuen Programm „Frieden ruht in meinem Herzen“, das am Samstag, 6. Juni 2026, im Reinoldihaus zu hören ist. Im Rahmen des KLANGVOKAL Musikfestivals spannt das Ensemble einen Bogen von der Musik des Frühbarocks bis zu zeitgenössischen Kompositionen und begibt sich auf eine musikalische Spurensuche nach Frieden, Gemeinschaft und Zusammenhalt. 
In dem anspruchsvollen A-cappella-Programm erklingen vier- bis sechsstimmige Werke verschiedener Epochen. Zu hören sind unter anderem Heinrich Schütz’ „Verleih uns Frieden“, Claudio Monteverdis „Cantate Domino“, Eduard Wilsings „Frieden“ sowie Amy Beachs „Peace I leave with you“. Ergänzt wird das Programm durch zeitgenössische Kompositionen von Reena Esmail und Nils Lindberg. 
Dirigiert und moderiert wird das Konzert von Johannes Honecker, der an diesem Abend sein Debüt bei KLANGVOKAL gibt. Obwohl er den Jugendkonzertchor erst seit 2025 leitet, konnte das Ensemble bereits Erfolge feiern. Beim Deutschen Chorfest 2025 in Nürnberg erhielt der Chor den ersten Preis in der Kategorie Jugendchor. Die Jury würdigte insbesondere die Homogenität, stilistische Klarheit und Ausdruckskraft des Ensembles. 
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Reinoldihaus Dortmund. Karten kosten 15 beziehungsweise 20 Euro. Tickets sind über das KLANGVOKAL-Festivalbüro unter der Telefonnummer 0231 5029996 oder per E-Mail an ticket@klangvokal.de erhältlich.