„German-Austrian Digital Media Observatory“ gegründet

Wissenschaftler:innen vereint im Kampf gegen Desinformation – koordiniert in Dortmund

Die beteiligten Partner:innen wollen Des- und Falschinformationen koordiniert bekämpfen Bild: depositphotos.com/ Jakub Jirsak

Es ist der größte Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen und Faktenchecker:innen im deutschsprachigen Raum: Am 1. November 2022 startet das „German-Austrian Digital Media Observatory“, kurz GADMO. Geleitet wird das Projekt vom Institut für Journalistik (IJ) der TU Dortmund. Gefördert wird GADMO in den ersten zweieinhalb Jahren von der EU- Kommission.

Künftig sollen Faktenchecks der Öffentlichkeit besser zugänglich werden

Die beteiligten Partner:innen wollen Des- und Falschinformationen koordiniert bekämpfen. Dazu arbeiten mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Agence France Press (AFP), der Austria Presse Agentur (APA) und dem unabhängigen Recherche-Netzwerk Correctiv erstmals die führenden Faktencheck-Organisationen im deutschsprachigen Raum zusammen.

Bild: depositphotos.com/ Beata

Sie kooperieren im Projekt mit den Kommunikations- und Datenwissenschaftler:innen des Instituts für Journalistik und der Fakultät Statistik der TU Dortmund sowie des AIT Austrian Institute Of Technology. Als technischer Partner ist das Athens Technology Center im Projekt dabei.

GADMO möchte der Öffentlichkeit künftig Faktenchecks besser zugänglich machen und diese an einem zentralen Ort sammeln. Außerdem will das Team Desinformationskampagnen identifizieren und wissenschaftlich untersuchen. Zu den Projektzielen gehört auch, die Medienkompetenz in Österreich und Deutschland zu fördern und zu überprüfen, ob digitale Plattformen und soziale Netzwerke bereits genug im Kampf gegen Desinformation tun.

Projektpartner sollen europaweit zusammenarbeiten und gemeinsam recherchieren

Christina Elmer ist Professorin für Digitalen und Datenjournalismus am Institut für Journalistik. . Foto: Privat

„Gezielt verbreitete Falschmeldungen vergiften nicht nur öffentliche Debatten, sondern wirken auch gegen einen seriösen Journalismus, der die Gesellschaft faktenbasiert und wahrhaftig informieren will. Wir freuen uns sehr, dass wir mit GADMO nun auf mehreren Ebenen Methoden stärken und erforschen können, um Diskursräume im Digitalen und darüber hinaus zu schützen“, erklärt Christina Elmer, Professorin für Digitalen und Datenjournalismus am IJ.

Sie leitet die Forschung von GADMO und koordiniert zusammen mit Stephan Mündges das gesamte Projekt. Von der TU Dortmund sind außerdem beteiligt Prof. Henrik Müller vom IJ sowie Prof. Carsten Jentsch und Prof. Jörg Rahnenführer von der Fakultät Statistik.

GADMO wird Teil des europaweiten „European Digital Media Observatory“, kurz EDMO, sein. Das Netzwerk besteht aus neun Hubs, die in 17 Ländern Europas aktiv sind. Bis Anfang 2023 werden noch weitere Hubs hinzukommen. So können alle Projektpartner europaweit zusammenarbeiten und gemeinsam recherchieren: Die deutschsprachigen Faktenchecker:innen erhalten einen Zugang zu einer sicheren Online-Plattform, die europaweite Zusammenarbeit von Redaktionen ermöglicht.

Auch die Kommunikations- und Datenwissenschaftler:innen der TU Dortmund profitieren vom europaweiten Austausch, z.B. durch eine intensive Kooperation mit der Faktencheck-Community und dem gesamten EDMO-Netzwerk, in dessen Arbeitsgruppen auch Social-Media-Plattformen vertreten sind.

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