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„Wenn dir das Leben einen Bus schenkt“: Der Junkyard haucht einem altem Gefährt in der Nordstadt neues Leben ein

Bus wird am Junkyard über die Mauer gehoben

Der Gelenkbus wird über die Mauer gehoben. Der Kulturtort hat ihn nun offiziell adoptiert. Fotos (4): Klaus Hartmann

Von Leopold Achilles

Neben all den Vorbereitungen für die anstehende Open-Air-Saison, ist in den letzten Tagen ein Bus in den Besitz des Kulturorts „Junkyard“ (Schrottplatz) in der Nordstadt übergegangen. Der Gelenkbus wurde mit zwei Autokränen auf das Gelände an der Bornstraße gehoben. Doch was haben die Leute in der Schlägelstraße mit dem alten Gelenkbus vor?

Einen Gelenkbus adoptieren? Das geht nur in der Nordstadt! – „Ein Hingucker!“

Bus wird am Junkyard über die Mauer gehoben

Zwei tonnenschwere Autokräne waren für den erfolgreichen Umzug des Busses nötig.

„Wir waren heiß auf den Bus“ erklärt das Team. Mit professioneller Hilfe wurde der Gelenkbus, der schon seit Jahrzehnten an der Bornstraße herum steht, jetzt offiziell adoptiert. Für den Junkyard ein „Glücksfall“, wie die Macher selber sagen, und einfach „ein Hingucker“, der schon bald Einzug in das Gestaltungskonzept halten wird.

Nicht ganz einfach gestaltete sich aber der Umzug des Gelenkbusses. Zur Erläuterung: das besagte, brachliegende, städtische Gelände grenzt direkt an das Gelände des ehemaligen Schrottplatzes. Bereits Anfang März war ein Versuch den Bus zwecks Abschleppwagen zu bergen, fehlgeschlagen.

Das Fahrzeug, welches zum Abschleppen gekommen war, musste damals letztendlich selbst abgeschleppt werden. Der Boden auf dem Gelände gestaltete die Arbeit der schweren Maschinen als sehr schwierig. Der zweite Versuch glückte dann zu Ostern.

Stadt half beim Umzug mit zwei Autokränen – Bus wird schon bald Teil des Veranstaltungsortes sein

Bus wird am Junkyard über die Mauer gehoben

Hier hat der Bus die Hürde über die Mauer, auf das Gelände des Junkyard bereits überwunden.

Mit Unterstützung der Stadt Dortmund und der DOGA wurde mit zwei Autokränen der alte Gelenkbus der Marke Mercedes auf das Gelände des ehemaligen Schrottplatzes gehieft. Das Junkyard-Team ist froh, das Gefährt vor der Schrottpresse bewahrt zu haben.

Für viele DortmunderInnen scheint der Bus eine Art Wahrzeichen, ja quasi ein Denkmal zu sein, stellt das Team fest. Ein Grund mehr zur Freude über den Erhalt des Fahrzeugs. Seit Jahren stand der Bus auf dem mit Müll und Schrott belegten Gelände an der Bornstraße einfach herum. Nun wird er schon bald mit neuem Leben gefüllt.

Nachdem er vor mehr als 20 Jahren irgendwann auch gefahren sein muss, wurde der Bus auf dem Gelände an der Bornstraße als Büro für einen damals dort ansässigen Autoverkäufer genutzt. Auch der Junkyard hat vor, den Bus als nicht beweglichen Teil auf ihrem Veranstaltungsgelände zu nutzen -auch wenn der Motor noch drin ist.

Nach holprigem Start in 2017: Der Schrottplatz läuft und steckt bereits in den Vorbereitungen für 2019

Aus einem Schrottplatz an der Ecke Schlägel- und Bornstraße in der Nordstadt entsteht der Junkyard“.

Aus dem Schrottplatz an der Ecke Schlägel- und Bornstraße ist der Junkyard. Archiv: Alex Völkel

Bevor in dem Bus aber zum Beispiel Ausstellungen stattfinden können oder eine Bar entstehen kann, wird dieser, nicht wie von manchen vermutet, auseinander geschnitten, sondern im Ganzen bemalt und gemütlich gemacht.

Das Junkyard-Team ist guter Dinge, dass das ehemalige Gefährt im Laufe des kommenden Sommers in neuem Kleid auf dem Gelände in Erscheinung treten wird.

Nachdem der Start der Kultur- und Veranstaltung-Location im Februar 2017 etwas holprig daher kam, ist die Lage an der Ecke Schlägel- und Bornstraße inzwischen entspannt und positiv.

„Wir stecken schon in den Planungen für 2019“, erzählen die Macher. Freuen können sich BesucherInnen in den nächsten Wochen unter anderem auf die Musiker Falscher Hase, Karate Andi und MC Bomber, wie auch auf die Comedy ConneXion Tour mit Anissa Amanie oder den Flowmarkt.

  • Ein Veranstaltungskalender gibt es auf der Internetseite des Junkyards: www.junkyard.ruhr

Bus wird am Junkyard über die Mauer gehoben

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