Vom Lesen zum Zeichnen: Neues Workshop-Heft für Jugendliche im schauraum Dortmund

Comics sollen helfen, Sprachbarrieren leichter zu überwinden

Entwickelten das neue Workshop-Heft des schauraums: comic + cartoon und MIA-DO-KI: Matthias Flüß (Pädagogischer Mitarbeiter MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum) Reyhan Güntürk (Leitung MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum). Sophia Gloe, Leitung schauraum: comic + cartoon
Entwickelten das neue Workshop-Heft des schauraums: comic + cartoon und MIA-DO-KI: Matthias Flüß (Pädagogischer Mitarbeiter MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum) Reyhan Güntürk (Leitung MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum). Sophia Gloe, Leitung schauraum: comic + cartoon Foto: Stadt Dortmund / Sarah Siemens

Der schauraum: comic + cartoon und das MIA-DO-Kommunale Integrationszentrum haben gemeinsam das „Workshop-Heft. Zeichne dein eigenes Comic“ entwickelt. Es richtet sich an Schulklassen und andere Lerngruppen ab der siebten Klasse und kann ab sofort genutzt werden.

Von der ersten Comicfigur zur eigenen Geschichte

Das Heft verbindet den Besuch der Ausstellung mit praktischen Übungen. Zunächst beschäftigen sich die Jugendlichen mit den ausgestellten Figuren: Was macht jemanden zur Heldin oder zum Helden, welche Erfahrungen prägen eine Figur, wie reagiert ihr Umfeld?

Das Workshop-Heft verbindet die Auseinandersetzung mit der Ausstellung mit praktischen Übungen.
Das Workshop-Heft verbindet die Auseinandersetzung mit der Ausstellung mit praktischen Übungen. Foto: Stadt Dortmund / Sarah Siemens

Die Jugendlichen übertragen diese Fragen auf ihre eigene Lebenswelt und entwickeln daraus Ideen für eigene Geschichten. Im zweiten Teil lernen sie Grundlagen des Comiczeichnens kennen, etwa wie Panels, Sprechblasen und Erzählkästen funktionieren.

Anschließend entwickeln sie eigene Figuren, Szenen oder Fortsetzungen und werden so selbst zu Erzählenden. Das Heft bietet zugleich eine Grundlage, die Lehrkräfte im Kunst- oder Deutschunterricht weiterverwenden können.

Bilder schaffen einen Zugang zu Sprache

Das Angebot richtet sich besonders an Jugendliche mit internationaler Geschichte und an Lerngruppen, für die Texte wegen Sprachbarrieren eine Herausforderung sein können. Comics verbinden Bild und Text und eröffnen so einen einfacheren Zugang zu Geschichten und Ausstellungsinhalten.

Für MIA-DO-KI ist das Projekt ein Baustein der Sprach- und Bildungsarbeit außerhalb des Klassenzimmers. Die Jugendlichen erschließen sich Inhalte über Bilder und wenden dabei zugleich ihre Sprachkenntnisse an.

Auch die Lesekompetenz wachse, da beim Lesen von Comics Bild, Text und die Leerstellen zwischen den Panels zusammengedacht werden müssten. Diese Fähigkeit unterstütze das Textverständnis über das Comiclesen hinaus.

Jugendliche bringen sich ein und gestalten das Heft mit

Schon bei der Entwicklung standen Jugendliche im Mittelpunkt. In einem vorbereitenden Workshop unter Leitung der Comic-Künstlerin Elke Renate Steiner beschäftigten sich Schüler:innen einer achten Klasse des Helmholtz-Gymnasiums mit den Grundlagen des visuellen Erzählens.

Ausgewählte Ergebnisse aus diesem Workshop flossen anschließend in das Heft ein und zeigen anderen Lerngruppen, wie vielfältig Comics gestaltet und Geschichten erzählt werden können.

Das Workshop-Heft ist kostenlos im Klassensatz erhältlich. Schulklassen können es eigenständig im schauraum bearbeiten oder mit einer kostenpflichtigen Führung verbinden, bei der ein Guide zunächst durch die Ausstellung führt. Buntstifte und Klemmbretter stellt der schauraum kostenlos.


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