#DortmundZeigtFlagge mit einer Aktion: 1.000 Pride-Flaggen als Zeichen für Vielfalt

Kein Schritt zurück“: Pride-Aktion startet vor dem Dortmunder CSD

Bild von der CSD-Demo 2025.
Am 5. September 2026 ist der nächste CSD in Dortmund. Im Vorfeld gibt es eine Flaggen-Aktion. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Mit 1.000 Pride-Flaggen wollen der Dachverband der queeren Organisationen in Dortmund (SLADO) und die Koordinierungsstelle für LSBTIQ* der Stadt vor dem Christopher Street Day (CSD) ein Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz setzen. Bürger, Unternehmen und Organisationen können sich ab Freitag, 28. August, an der Aktion #DortmundZeigtFlagge beteiligen. Wer keine eigene Regenbogenflagge hat, kann am Mittwoch, 26. August, und Donnerstag, 27. August, jeweils von 15 bis 18 Uhr kostenlos eine Flagge in der Berswordthalle, Kleppingstraße 43, abholen.

Die Flaggen-Aktion findet zum siebten Mal statt

#DortmundZeigtFlagge startet eine Woche vor dem Dortmunder CSD und findet bereits zum siebten Mal statt.Dr CSD selbst ist am 5. September 2026.

Bild von der CSD-Demo 2025.
Vor dem Christopher Street Day ruft die queere Community in Dortmund dazu auf, ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

„Jedes Jahr setzen viele Menschen in Dortmund dieses wichtige Zeichen der Solidarität und jedes Jahr kommen viele weitere Menschen auf uns zu, die sich an der Aktion beteiligen wollen“, sagt SLADO-Geschäftsführer Paul Klammer. Deshalb stellen SLADO und die städtische Koordinierungsstelle erneut 1.000 Pride-Flaggen zur Verfügung.

Die Flaggen sollen an Fenstern, Balkonen und Fahnenmasten sichtbar werden. Auch Unternehmen und Institutionen beteiligen sich an der Aktion. Zudem sollen zahlreiche städtische Fahnenmasten in der Innenstadt mit Regenbogenflaggen geschmückt werden. In den vergangenen Jahren waren die Farben der LSBTIQ*-Bewegung auch auf Dortmunder Wahrzeichen wie dem Dortmunder U und dem Florianturm zu sehen.

Zeichen gegen zunehmende Queerfeindlichkeit

Bild von der CSD-Demo 2025.
Vor dem Christopher Street Day ruft die queere Community in Dortmund dazu auf, ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

„Diese Unterstützung ist für uns ein wichtiges Zeichen“, sagt Klammer. Angesichts zunehmender Queerfeindlichkeit sei es umso wichtiger, sichtbar zu zeigen, „dass die große Mehrheit in Dortmund und in unserem Land sich eine vielfältige Gesellschaft wünscht“.

Der Christopher Street Day findet am Samstag, 5. September, unter dem Motto „Fight for Pride! Kein Schritt zurück“ statt. Der Demonstrationszug startet um 13 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof.

Anschließend veranstaltet SLADO von 14 bis 22 Uhr ein Straßenfest auf dem Friedensplatz. Geplant sind Informationsstände, Musik, Showbeiträge und Talkrunden.

Hintergrund: SLADO

  • SLADO e.V. ist der Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen in Dortmund.
  • Der Verein besteht seit 1998 und setzt sich für die Rechte von LSBTIQ* in Dortmund ein.
  • SLADO ist als gemeinnützig und als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt.
  • Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten von SLADO, dem CSD Dortmund, Sunrise Dortmund, SCHLAU Dortmund und LeBeDo.

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Reaktionen

  1. Vielfalt stärken, Akzeptanz fördern. SPD-Ratsfraktion zu Gast beim Dortmunder Dachverband SLADO e.V. (PM)

    Die SPD-Ratsfraktion hat sich bei einem Besuch der Geschäftsstelle des
    Dortmunder Dachverbands SLADO e.V. über dessen Strukturen, Arbeit und
    aktuelle Themen informiert. SLADO ist der einzige Dachverband für die
    queere Community in Nordrhein-Westfalen, der nicht nur die Interessen
    seiner Mitgliedsorganisationen vertritt, sondern mit hauptamtlichen
    Mitarbeitenden auch selbst operativ tätig ist, unter anderem mit den
    Angeboten Sunrise, Lebedo und SCHLAU.

    Mit „queer topix“ bietet SLADO zudem eine After-Work-Reihe mit
    Diskussionsabenden zu queeren Themen an. Gleichzeitig beschäftigen den
    Dachverband aktuelle Entwicklungen wie die zunehmende Queerfeindlichkeit.
    Mit einer von der Stadt geförderten Kampagne setzt sich SLADO gegen
    queerfeindlich motivierte Gewalt ein und will dazu beitragen, dass solche
    Taten sichtbarer werden.

    Ein Highlight der Arbeit von SLADO ist die Organisation des Christopher
    Street Day (CSD) in Dortmund, der in diesem Jahr am 5. September
    stattfindet und seit 2023 als Großveranstaltung eingestuft wird. „Die
    Vorbereitungen laufen gut. Der von der Stadt geplante Zufahrtschutz und
    unser Sicherheitskonzept geben uns ein gutes und sicheres Gefühl. Deshalb
    freuen wir uns auf einen bunten und vielfältigen CSD“, sagt
    SLADO-Geschäftsführer Paul Klammer.

    Eine besondere Rolle im Dachverband nimmt das KCR Dortmund e.V. ein, das am
    längsten bestehende schwul-lesbisch-queere Zentrum Deutschlands. Das KCR
    bietet verschiedene Freizeit-, Austausch- und Selbsthilfeangebote für
    LSBTIQ* an. Dazu gehört auch „Rainbow Visitors“, ein ehrenamtlicher
    Besuchsdienst von queeren Menschen für queere Menschen. Das Angebot richtet
    sich an Menschen, die sich einsam fühlen oder beispielsweise durch
    Krankheit plötzlich aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld gerissen wurden.

    „SLADO und seine Mitgliedsorganisationen leisten unverzichtbare Arbeit für
    die queere Community in Dortmund. Wir schätzen dieses Engagement sehr und
    wollen dazu beitragen, dass es auch künftig verlässlich finanziert werden
    kann“, sagt Andrea Keßler, gleichstellungspolitische Sprecherin der
    SPD-Ratsfraktion.

  2. Einstehen für Vielfalt und Toleranz Regenbogenflagge weht an der AWO Seniorenwohnstätte Eving (PM)

    Eving. Am vergangenen Donnerstag wurde wie jedes Jahr an der AWO Seniorenwohnstätte Eving die Regenbogenflagge gehisst. Damit setzt die Einrichtung ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Offenheit – passend zur Pride Week vom 7. bis 13. September.

    „Bei uns ist jeder Mensch willkommen“, lautet die Botschaft der Seniorenwohnstätte. Unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder persönlichen Ansichten soll sich jeder Mensch in der Einrichtung respektiert und angenommen fühlen.

    Im Rahmen der Pride Week der AG LSBTIQ* und Pflege finden zahlreiche Angebote rund um die Themen Vielfalt, Toleranz und queeres Leben statt.

    Die Auftaktveranstaltung der Pride Week findet am 7. September von 10.00 bis 12.00 Uhr in der AWO Seniorenwohnstätte Eving, Süggelweg 2-4, 44339 Dortmund, statt. An diesem besonderen Vormittag öffnet sich in der queeren Märchenlesung das Tor zu einem Märchen, welches vertraut erscheint und doch ganz neu ist. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Anmeldungen nimmt Denise Pelzer bis zum 4. September unter d.pelzer@awo-dortmund.de an.

  3. Christopher Street Day 2026 in Dortmund – Kein Raum für Diskriminierung (PM)

    Am 5. September 2026 findet in Dortmund der 28. Christopher Street Day statt. Die Veranstalter erwarten mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in der Zeit von 13 Uhr bis 16 Uhr in Form eines Aufzuges, mit mehreren Festwagen vom Hauptbahnhof durch die Dortmunder Innenstadt bis hin zum Friedensplatz bewegen werden. Gleichzeitig findet von 12 Uhr bis 22 Uhr ein CSD-Fest auf dem Friedensplatz statt.

    Zum Schutz der Versammlung und ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird die Polizei Dortmund am Tag der Veranstaltung mit deutlich erhöhter Präsenz im Einsatz sein. Hierzu wird sie unter anderem durch zusätzliche Kräfte der nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizei unterstützt.

    Polizeipräsident Tim Frommeyer: „Dortmund ist weltoffen und divers und wir erleben am kommenden Samstag zum wiederholten Mal die Vielfältigkeit unserer Stadt. Obwohl der Christopher Street Day in unserer Stadt in den letzten Jahren überwiegend friedlich verlaufen ist, dürfen wir die bundesweiten Geschehnisse nicht ignorieren. Der islamistisch motivierte Anschlag in Berlin im Juli hat gezeigt, dass wir wachsam bleiben müssen. Unsere Einsatzkräfte sind daher besonders sensibilisiert worden und werden alles dafür tun, dass Diskriminierung und Gewalt keinen Platz finden werden!“

    Darüber hinaus setzt das Polizeipräsidium Dortmund seine beiden LSBTIQ+-Beauftragten als polizeiliche Verbindungsperson zur queeren Community ein.

    Die aufgrund der stattfindenden Versammlungen und der Vielzahl an Menschen, die ins Dortmunder Stadtgebiet kommen werden, rechnet die Polizei mit temporären und teilweise massiven Verkehrsbeeinträchtigungen rund um die Innenstadt und bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer dies mit einzuplanen, den Bereich der Innenstadt zu umfahren oder soweit möglich auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.

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