Bauen begreifen: Die DASA Dortmund eröffnet eine interaktive Ausstellung zum Hochbau

Die Arbeitswelt-Ausstellung erweitert ihren Bereich „Bauwesen“

Attraktion: Wer mag, kann in eine echte Krankabine steigen und beobachten, was über den Dächern der DASA passiert. Foto: Pia Hilburg

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung erweitert ihren Bereich „Bauwesen“ um die neue Dauerausstellung „Hochbau“. Ab Donnerstag, 9. Juli, können Besucher auf rund 1.000 Quadratmetern im überdachten Innenhof erleben, wie moderne Gebäude entstehen und welche Menschen hinter den Bauprojekten stehen. Die interaktive Ausstellung richtet sich an Familien, Schulklassen sowie Jugendliche in der Berufsorientierung und macht die komplexe Welt des Bauens auf vielfältige Weise erlebbar.

Ein weites Feld: Zwischen Planung und Baustelle

DASA-Direktor Gregor Isenbort hebt sich einen (Bruch): An dieser Station erfährt er am eigenen Leib, wie schwer Baustoffe üblicherweise sind. Foto: Pia Hilburg

Die Ausstellung zeigt, wie viele verschiedene Berufe an einem Bauprojekt beteiligt sind. Bauingenieur, Bauzeichner, Beton- und Stahlbetonbauer, Gerüstbauer oder Dachdecker tragen gemeinsam dazu bei, dass aus einer Planung ein fertiges Gebäude entsteht.

Gleichzeitig möchte die DASA mit der Ausstellung Vorurteile abbauen und junge Menschen für Berufe auf dem Bau begeistern. „Die vielen sinnlich erfahrbaren Ausstellungsstücke weisen den Weg zu einer noch menschengerechteren Arbeitsgestaltung, die obendrein nachhaltig aufgestellt ist“, sagt DASA-Direktor Gregor Isenbort.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

So viel zu entdecken: Detailreicht erzählt das Playmobil-Modell vom Hochbau Foto: Pia Hilburg

Ein echter Turmkran ist das auffälligste Ausstellungsstück. Direkt daneben können Besucher eine moderne Krankabine betreten und die Perspektive von Kranführer kennenlernen. Darüber hinaus laden zahlreiche Mitmach-Stationen zum Ausprobieren ein.

Dazu gehören unter anderem ein Schwebebalken, der Arbeiten in großer Höhe erlebbar macht, Materialproben moderner Baustoffe, digitale Medienstationen sowie eine interaktive Hausplanung. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Playmobil-Diorama mit kleinen Baugeschichten und Einblicke in die Zeichensprache auf Baustellen.

Vier Stationen führen durch den Hausbau

Wie schwer sind Baustoffe? Einfach mal hochheben. Foto: Pia Hilburg

Die Ausstellung orientiert sich an den einzelnen Bauphasen und gliedert sich in die Bereiche Bauleitung, Rohbau, Dach und Innenausbau. Dabei geht es um Planung und Kommunikation, innovative Materialien, sicheres Arbeiten in der Höhe sowie die wachsenden Anforderungen an Qualifikation und Weiterbildung im Bauwesen.

Thematisiert werden auch die Herausforderungen des Arbeitsalltags. Moderne Maschinen und digitale Planungsverfahren erleichtern zwar viele Arbeiten, dennoch gehören Staub, Lärm, Hitze und körperliche Belastungen weiterhin zum Berufsalltag. Die Ausstellung zeigt deshalb auch, wie sich Arbeitsplätze sicherer und gesundheitsgerechter gestalten lassen.

Nachhaltigkeit und Vielfalt im Fokus

So komplex ist ein modernes Gründach aufgebaut. Welche Berufe dahinter stecken, verrät die neue Ausstellung zum Hochbau in der DASA. Foto: Pia Hilburg

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigem Bauen und gesellschaftlicher Vielfalt. Inhaltlich orientiert sich die Ausstellung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Außerdem setzt sie sich mit Geschlechterrollen im Baugewerbe auseinander.

Bereits im Eingangsbereich begegnen Besucher Porträts von 16 Bauarbeitenden, die bewusst mit klassischen Rollenbildern brechen. Begleitend bietet die DASA eine thematische Führung sowie eine digitale Rallye mit der BiParcours-App für Schulklassen an.

Die DASA ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder und Schüler bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Die neue Ausstellung ist barrieresensibel gestaltet und auch für mobilitätseingeschränkte Menschen geeignet.

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