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Ungewöhnlicher Fall im Lungenkrebszentrum am Klinikum: Komplizierter Eingriff rettet jungem Mann das Leben 

Durch eine komplizierte Operation konnten die Mediziner am Klinikum Dortmund einem 35-jährigen Lungenkrebs-Patienten das Leben retten. Der Patient ist wohlauf und bereits wieder zuhause. Fotos: Klinikum Dortmund

Eine Krebserkrankung hat die Mediziner*innen des Klinikums Dortmund vor eine besondere Herausforderung gestellt: Als der Patient im Krankenhaus eintraf, hatte sich ein Lungentumor mit dem Herzen „verklebt“. „Das erfordert einen sehr komplexen und seltenen Eingriff, der nicht in jeder Klinik möglich ist“, sagt Dr. Marcus Albert, Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie im Klinikum Dortmund. Der seltene Tumor war bereits vor zwölf Jahren bei dem heute 35-jährigen Patienten aufgetreten. 

Extrem komplizierte Operation, da der Lungentumor mit dem Herz „verklebt“ war

Lebensretter Dr. Markus Albert (l.) und Dr. Hendrik Bernau (Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie) ( r.) mit ihrem Patienten.

Der Grund hinter der Verwachsung: In einem anderen Krankenhaus wurde damals bei der operativen Behandlung nicht nur ein Großteil der linken Lunge, sondern auch große Teile des linken Herzbeutels entfernt. 

Es fehlte von da an also die „Hülle“, die die Herzoberfläche normalerweise schützt. „Es ist unüblich, dass diese Hülle, die das Herz umgibt, nicht ersetzt wurde. In jedem Fall hat dieser Umstand die aktuelle Operation extrem verkompliziert“, erklärt Dr. Albert.

Bei dem neuen Eingriff wurde nun auch die restliche linke Lunge entfernt. „Das war keine schwerwiegende Entscheidung, da dieser Lungenflügel bereits kaum noch eine Funktion hatte und der Zwerchfellnerv seit der Vor-Operation auch nicht mehr intakt war“, so Dr. Albert. 

Patient ist bei bester Gesundheit und „wird auch gut mit nur einem verbliebenen Lungenflügel leben können“

Die Teststelle grenzt direkt an den Haupteingang des Klinikums Dortmund Mitte.

„Die rechte Lunge funktioniert hingegen einwandfrei. Nach einer Erholungsphase von einigen Wochen wird es für den Patienten also keinen großen Unterschied machen und er wird auch gut mit nur einem verbliebenen Lungenflügel leben können.“ Der Patient sei trotz der Umstände schon jetzt bei bester Gesundheit und bereits wieder zuhause.

„Eine normale Lungenklinik hätte so etwas nicht operieren können“, so Dr. Albert. „In unserem Haus gibt es zum Glück kurze Wege und alle erforderlichen Fachabteilungen. Den Eingriff konnten wir in diesem Fall dank intensiver Zusammenarbeit mit unserer Klinik für Herzchirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Albert durchführen.“ Im Klinikum Dortmund arbeiten Expert*innen verschiedenster Fachrichtungen Hand in Hand, um Patient*innen maßgeschneiderte Behandlungen auch in derart komplizierten Fällen zu ermöglichen.

 

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