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Tag der offenen Tür im Tierschutzzentrum in Dortmund-Dorstfeld mit Schwerpunktthema „Hundehandel im Internet“

Aktuell leben über 160 Haustiere im Heim des Tierschutzzentrums Dortmund. Beim Tag der offenen Tür wird ein Schwerpunktthema der illegale Hundewelpenhandel im Internet sein.  Foto: Alex Völkel

Das Tierschutzzentrum Dortmund öffnet am morgigen Samstag, 7. September 2019, für seine Gäste zwischen 11 und 16 Uhr die Tore an der Hallerey 39 in Dorstfeld und ermöglicht Einblicke hinter die Kulissen des Tierheimbetriebes. Derzeit bewohnen über 160 Haustiere die Anlage, darunter Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und Wellensittiche, aber auch „Exoten“ wie Bartagamen, Schlangen oder Land- und Wasserschildkröten.

Wichtige Informationen, interessante Führungen, Einblicke in die Arbeit

Viel Herzblut stecken die ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen in die Arbeit. Foto: privat

Zwar findet am Festtag keine Tiervermittlung statt, dennoch können die BesucherInnen die Tiere kennenlernen und sich durch die TierpflegerInnen vor Ort über die Haltung von Hunden, Katzen oder anderen Haustieren beraten lassen.  Neben stündlichen Führungen durch das Tierheim, in denen die BesucherInnen einen Einblick in die Arbeit des Betriebes erhalten können, werden die verschiedenen Aktivitäten im und rund um das Tierschutzzentrum vorgestellt.

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Die AG Igelschutz Dortmund präsentiert seine Tätigkeiten rund um den Igel, der Nabu Dortmund zeigt seine Wildvogelstation. Weitere regionale Tierschutzvereine wie der Dortmunder Katzenschutzverein, die Arche 90 oder der TSV Bella Luna informieren über ihre Arbeit und Anliegen.

Mit verschiedenen Ständen wird auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Der Luftballonkünstler „Mr. Tom“ steht über die Mittagsstunden für die Unterhaltung von Groß und Klein auf dem Fest bereit, Kinder können sich kostenlos Glitzer-Tattoos machen lassen. Der junge Dortmunder Künstler Ramadan Berisha stellt in den Räumlichkeiten des Tierheims seine Bilder aus, auf denen er unter anderem auch Hunde aus dem Tierheim porträtiert hat. Für vierbeinige Begleiter der BesucherInnen wird durch die TierheimmitarbeiterInnen ein „Dogsitting“-Service angeboten, damit Herrchen und Frauchen sich in der Zwischenzeit ungestört im Tierschutzzentrum umsehen können.

Schwerpunktthema: Illegaler Hundewelpenhandel im Internet

In besonderen Führungen um 12 und 14 Uhr möchte das Tierschutzzentrum über ein Thema aufklären, dessen Auswirkungen auch für das Tierheim immer größer werden: Zurzeit sind alleine an der Hallerey 16 Welpen aus drei Beschlagnahmungen untergebracht, die sich in Dortmund ereignet haben.

Für ein paar hundert Euro gibt es keinen Rassewelpen. Foto: Alex Völkel

„Der internationale Welpenhandel findet inzwischen auch hier in Dortmund statt. Früher waren in unseren Quarantäneräumen fast nur Einzelfälle untergebracht, wenn Käufer illegal eingeführter Hundewelpen bei einer ersten tierärztlichen Untersuchung aufgefallen sind“, erläutert der Leiter des Tierschutzzentrums, Peter Hobrecht.

Seit letztem Jahr würden immer öfter Welpengruppen aufgenommen, die vor dem Verkauf über die einschlägigen Internetplattformen von den Ordnungsbehörden in Dortmund sichergestellt worden seien. Das Tierschutzzentrum möchte die Dortmunder BürgerInnen über die Gefahren beim unbedarften Hundekauf im Internet aufklären und ganz konkret zeigen, welches Tierelend aus dieser Geschäftemacherei mit den Tieren entsteht.

„Es ist nicht notwendig, Hunderte Euros für einen Hund auszugeben, der unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet wurde und potentiell krank ist. Deshalb möchten wir mit unserer Aktion „Zahl soviel Du willst“ in der Hundevermittlung eine Alternative anbieten, die Käufer und Hunde vor kriminellen Hundehändlern schützt“, so Hobrecht weiter.

Vermittlungsaktion „Zahl soviel Du willst“ bei Tierheimhunden

Ab dem Tag der offenen Tür bis zum Vermittlungsstopp kurz vor Weihnachten 2019 verzichtet das Dortmunder Tierheim deshalb auf die festen Vermittlungsgebühren von bis zu 250 Euro für Tierheimhunde. Die neuen Familien können vielmehr selbst bestimmen, welchen Preis sie für die Aufnahme eines Vierbeiners zahlen möchten.

„Natürlich überzeugen wir uns vor der Abgabe unserer Hunde durch Kontrollbesuche davon, dass die neuen Halter auch geeignet sind. Auch sind mehrere Besuchstermine im Tierheim obligatorisch, bei denen sich die Tierheimmitarbeiter davon überzeugen, dass Hund und Menschen zusammenpassen“, berichtet Peter Hobrecht über die Vermittlung von Tierheimhunden.

Im Unterschied zum Kauf über das Internet könnte aber garantiert werden, dass die Tiere geimpft, gechipt und tierärztlich untersucht worden seien sowie alle vorliegenden Informationen über den Hund auch an die neuen Eigentümer weitergegeben würden.

Mehr zum Thema bei nordstadtblogger.de:

Bilanz des Tierheims Dortmund für 2018: 1.156 Tiere fanden eine vorübergehende Unterkunft in der Hallerey

 

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