SERIE „Digitalisierung, Politik und Gesellschaft“ (5): Daniel Schlep über „medienpädagogische Katastrophen“ in der Schule

Datenschutz - Digitalisierung - Vicky Gharat/Pixabay
Aufklärung, Nachhaltigkeit und Datenschutz in Sachen Digitalisierung als Herausforderung. Foto: Vicky Gharat/Pixabay

Von Anna Lena Samborski

Der Dortmunder Medienpädagoge Daniel Schlep setzt sich für mehr Aufklärung, Nachhaltigkeit und Datenschutz in Sachen Digitalisierung ein. An Dortmunder Schulen, in Verwaltungen und bei Vertreter*innen aus der Politik klärt er über die Geschäftsmodelle der großen Digitalkonzerne und deren negativen Folgen für Demokratie, Ökologie und Ökonomie auf. Die Branche kennt er dabei von innen, denn lange Jahre war er als Medienkünstler selbst im Marketing für multinationale Unternehmen tätig. Heute bietet er mit Freier Software nachhaltige und demokratische Alternativen zu den aktuellen großen Digitalisierungstrends an.

Medienpädagoge Daniel Schlep: Werbestrategien der Digitalkonzerne sind „Hirnwäsche“

Der Dortmunder Medienpädagoge Daniel Schlep setzt sich für mehr Demokratie, Nachhaltigkeit und Datenschutz in Sachen Digitalisierung ein.

Bereits im Studium hat sich der Geschichtswissenschaftler und Germanist Daniel Schlep mit Mediengeschichte und der Digitalisierung beschäftigt. Dabei lief das Studium eher so neben bei. Denn seine meiste Energie steckte Schlep bereits zu dem Zeitpunkt in seine damalige Selbständigkeit als Musiker und Medienkünstler, wie er sich selbst bezeichnete. ___STEADY_PAYWALL___

So stand er mit weltbekannten Künstler*innen wie DJ Eskei83 aus Dresden auf der Bühne. Aber auch von der Wirtschaft blieben die Talente des Autodidakten nicht unentdeckt: Viele Jahre war er bei international Konzernen im Marketing tätig – und arbeitete an Werbestrategien für Medienprodukte wie Fitnessarmbänder oder Notebooks mit.

Schlep kennt die Branche also von innen, weiß um die zielgerichteten Strategien zum großem Datenabgriff durch die Technologieriesen. Heute bezeichnet er diese als „Gehirnwäsche“. Kritisch sei er zwar schon länger gewesen, erklärt der 38-jährige Dortmunder. Zum großen Bruch kam es aber erst vor sieben Jahren:

Von heute auf morgen beendete der in der Musikbranche für seine guten Kontakte in die Wirtschaft bekannte Künstler die Zusammenarbeit mit der Konzernwelt. Seitdem setzt er sich als Medienpädagoge für mehr Aufklärung im Bereich neue Medien und Digitalisierung ein – und arbeitet mit Schulen, Behörden oder Vertreter*innen aus der Politik zusammen.

Durch Hardware-Upcycling mit Freier Software: Bis zu 20 Jahre alte Computer wieder einsatzfähig

Dabei ist Schlep laut, nicht selten provokant, macht aufmerksam und klärt auf – Über die Geschäftsmodelle der Technologieriesen, über die Gefahren der Datenwirtschaft für Demokratie, Datenschutz und Ökologie.

Aber der Kritiker bietet auch Alternativen: Denn genau wie die Initiative „Do-FOSS“ ist Schlep glühender Verfechter von Freier Software. So macht er in Zusammenarbeit mit Schulen wie im Pilotprojekt mit der Albert-Schweitzer-Realschule durch Hardware-Upcycling mit Freier Software bis zu 20 Jahre alte Computer wieder einsatzfähig – und gibt das entsprechende Knowhow den Schüler*innen gleich mit auf den Weg.

Über das, was Schlep dabei oft in seinen Projekten und aktuell beim Home Schooling an „Medien-in(!)-kompetenz“ sieht, zeigt er sich entsetzt – und spricht gar von einer „medienpädagogischen Katastrophe“.

Schlep: „Niemand würde auf die Idee kommen, am Beispiel von McDonalds gute Ernährung zu erläutern.“

Zusammen mit dem Umwelt- und Schulverwaltungsamtes führte Schlepein Pilotprojekt zum Hardware-Upcycling an der Albert-Schweitzer-Realschule durch.

An dieser Stelle betont er zwar, dass er den Lehrer*innen und Eltern keinen Vorwurf macht – viele seien einfach zu wenig geschult – verleiht seiner Kritik aber nochmal Nachdruck:

„Die Menschen glauben, ihr Konsumwissen über Medien würde für den privaten und beruflichen Alltag im Zeitalter der Digitalisierung ausreichen – diese Annahme ist falsch“, macht Schlep noch einmal deutlich und wartet auch in diesem Zusammenhang mit einem für ihn typischen Vergleich auf:

„Niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, in einer Lehreinrichtung am Beispiel von McDonalds gute Ernährung zu erläutern. Im Bereich der Medien erläutern wir aber nahezu unreflektiert am Beispiel von Apple, Google, Microsoft, Zoom, etc. angeblich gute Digitalisierung, da Entscheidungsträger*innen, Lehrer*innen, Eltern und Kinder fast alle nur digitales Fast-Food kennen.“

„Es reicht nicht iPads in Schulen zu kippen“ – Forderung nach Weiterbildungen für Lehrkräfte

„Es reicht nicht iPads in Schulen zu kippen,“ bringt es Schlep weiter auf den Punkt. Die Digitalisierungen der Schulen müssten vielmehr durch Fortbildungen, Vermittlung von Wissen und der kritischen Auseinandersetzung des eigenen Medienwissens begleitet werden.

Die Coronapandemie und der Distanzunterricht haben jedoch den Trend der reinen technischen Ausstattung ohne begleitende Fortbildungen der Lehrkräfte weiter beschleunigt, gibt Schlep zu bedenken.

Und schon bereits vor Corona hatte Schlep die „iPad-Frage“, wie der Marketingprofi es selbst nennt, gestellt. Seine Kritik an dem Geschäftsmodell des Technologiekonzerns: es sei ganz klar, dass Apple den Support für jede neue Gerätegeneration nach ca. fünf Jahren einstellt und die Geräte somit unbrauchbar werden.

Werbestrategien verschleiern: Tablets sind Konsumgeräte- und keine Arbeitsgeräte

Das Ergebnis: Tonnen von Elektroschrott in absehbarer Zeit – Nachhaltigkeit sieht anders aus! Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt. Denn durch die Verwendung von iPads in Schulen werden die Kinder bereits ab dem Grundschulalter an einen bestimmten Anbieter herangeführt, so der kritische Medienpädagoge weiter.

Adam und Oualil freuen sich über die neuen Geräte. Foto: M. Triqui
Auch in der Nordstadt erhielten Schüler*innen die umstrittenen Leih-iPads. Foto: M. Triqui

Abhängigkeiten von einem Hersteller – mit wenig nachhaltigen Geschäftsmodellen und wenig Interesse an Datenschutz und Privatsphäre – werden so bereits bei der jungen Generation verfestigt. Außerdem seien Tablets nun mal keine Arbeitsgeräte, sondern Konsumgeräte ohne vollwertiges Betriebssystem, klärt Schlep auf.

So könnten gerade Tablets nur sehr wenig zum grundlegenden Verständnis der technischen Prozesse von Computern beitragen. „Wir halten die Kinder systematisch von Maus und Tastatur fern“, kritisiert Schlep dabei. Die Folgen: Vielen Kindern, aber auch Lehrer*innen und Eltern fehlten grundlegende Kenntnisse zum Beispiel zum Anlegen von Ordnerstrukturen oder Dateibenennungen.

Hier spiegelt sich die Marketingstrategie von Big Tech wieder, die uns erklären will, dass Tablets hip und innovativ seien – eben etwas, was man Kindern von Anfang an bieten sollte, um sie auf die Zukunft vorzubereiten.

Clouds verringern Datensouveränität – und stärken Herstellerabhängigkeit

Diese Werbestrategien greifen auch bei den vermeintlich hochinnovativen „Clouds“ der Globalanbieter, die in Home Schooling-Zeiten auch immer häufiger im Distanzunterricht zum Einsatz kommen. Schließlich ist es auch einfach praktisch, wenn Lehrer*innen Aufgabenblätter in eine Cloud stellen, diese dort von den Schüler*innen bearbeitet werden und die Lehrer*innen direkt dort korrigieren können – kein nerviges Herumschicken von Dateien mehr.

Doch auch hier fände oft keine Reflexion der Konsequenzen statt, kritisiert Schlep weiter. So lägen die Daten alleine auf den Servern von kommerziellen Anbietern. Die Schüler*innen haben schlussendlich keine Souveränität über ihre Dateien.

Bei Serverproblemen des Herstellers könnten so die gesamten Aufzeichnungen, Aufgaben und Leistungen verloren gehen. Man bedenke, was hier die Konsequenzen für die Vorbereitung von Abschlussprüfungen wären, so Schlep. Und nicht nur das. Denn natürlich sammelten auch hier die Anbieter munter Daten der Nutzer*innen und versuchen diese über die Clouds möglichst fest an sich zu binden.

„Es geht darum, einen Führerschein für die Digitalisierung zu machen.“

Der Bedarf in Zeiten von HomeSchooling ist groß: Anfang 2021 weitete Schlep sein medienpädagogisches Angebot aus. Foto: Konrad von der Mark-Schule Dortmund

Dies sind nur einige Beispiele, an denen sich die meist unreflektierten und konsumorientierten Digitalisierungstrends auch in Schulen manifestieren.

So sieht Schlep dringenden medienpädagogischen Nachholbedarf und führt weiter aus: „Es geht nicht darum, dass alle IT studieren müssen – es geht darum, einen Führerschein für die Digitalisierung zu machen. Aktuell fahren allerdings fast alle ohne Führerschein.“

Aus seiner Erfahrung weiß Schlep jedoch, dass gerade Kinder und Jugendliche oft ein großes Interesse an einem Verständnis für die sie umgebende Technik haben. In seinen Upcycling-Projekten sind viele Schüler*innen motiviert dabei und machen mit Open Source Software bis zu 20 Jahre alte Geräte wieder flott.

Aufgrund der hohen Nachfrage: Schlep weitet sein medienpädagogisches Angebot aus

Aber auch andere Zielgruppen interessieren sich immer stärker für seine Angebote. So habe er bereits mit Menschen im Alter von vier bis 80 zusammengearbeitet. Außerdem bekommt er immer mehr Anfragen aus öffentlichen Verwaltungen und Vertreter*innen aus der Politik.

Aufgrund der hohen Nachfrage und der Brisanz des Themas, weitete Schlep Anfang 2021 sein medienpädagogisches Angebot aus. Dabei möchte er möglichst viele Menschen erreichen und ruft zu einem Austausch auf. Erreichbar ist er dabei per Email unter info@danielschlep.de.

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Weitere Informationen:

  • Homepage Daniel Schlep; hier:

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Fünfte Auflage der Broschüre „Frühe Hilfen für Kinder mit Handicaps in Dortmund“ ist kostenlos erhältlich

 

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Kommentare

  1. SPD-Ratsfraktion: Fabido- Konzept 4.0 ein wichtiger Baustein zur Digitalisierung (PM)

    SPD-Ratsfraktion: Fabido- Konzept 4.0 ein wichtiger Baustein zur Digitalisierung

    Die SPD-Fraktion im Betriebsausschuss FABIDO (Familienergänzende Bildungseinrichtung für Kinder in Dortmund) begrüßt das vorgelegte Konzept zur Digitalisierung der frühkindlichen Bildung.

    Uwe Kaminski, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion erklärt: „Interaktive Medien und digitaler Technik sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, den Umgang damit in die richtigen Bahnen zu lenken. Im Vordergrund steht der kreative aber auch kritische Umgang mit den Medien für Eltern und Kinder. Darüber hinaus profitieren Familien mit Unterstützungsbedarfen durch die Teilnahme an dem Pilotprojekt, dies ist für die Chancengleichheit unverzichtbar.“

    Anna Spaenhoff, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzende des Betriebsausschusses sieht neben den pädagogischen Konzepten auch die Vorteile für die Beschäftigten in den Einrichtungen. „Die Ziele des Fabido-Konzeptes sind ehrgeizig. Die Digitalisierung wird die Beschäftigten im Arbeitsalltag unterstützen und FABIDO als attraktive Arbeitgeberin stärken. Wir sind schon sehr gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte aus der Pilotphase.“

  2. Erster Jahresbericht zum „Masterplan Digitale Bildung“ (PM)

    Der Verwaltungsvorstand hat sich heute mit dem ersten Jahresbericht zum „Masterplan Digitale Bildung“ befasst und beschlossen, den Bericht an die politischen Gremien weiterzuleiten.

    Der Masterplan Digitale Bildung wurde im Dezember 2020 vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen und beschreibt die Rahmenstrategie, um digitale Teilhabe und digitale Bildung für alle Einwohner*innen aller Altersgruppen in allen Stadtbezirken bestmöglich zu fördern und zu stärken.

    Hierzu bündelt und vernetzt der Masterplan die eigenverantwortlichen Aktivitäten in einzelnen Bereichen, fördert Wissenstransfer, stärkt Unterstützungsstrukturen und ermöglicht neue Projekte. Der Fokus auf die gesamte Bildungskette unterscheidet den Dortmunder Masterplan von Digitalstrategien nur für den schulischen Bereich. Deshalb stößt dieser Ansatz bundesweit auf großes Interesse.

    Der erste Jahresbericht zeigt vielfältige Aktivitäten im Jahre 2021 unter anderem aus der frühkindlichen digitalen Bildung bei FABIDO, zu Aktivitäten des Jugendamts, zur schulischen Bildung sowie der Kultureinrichtungen (Musikschule, VHS, Stadt- und Landesbibliothek) auf.

    Schuldezernentin Daniela Schneckenburger freut sich: „Bereits im ersten Jahr hat der Masterplan Digitale Bildung eine erhebliche Schub- und Strahlkraft entwickelt, die insbesondere den jungen Menschen in Dortmund zu Gute kommt und auch im nationalen Kontext starke Beachtung findet.“

    Die einzelnen Bereiche bauen kontinuierlich ihre Aktivitäten für die digitale Bildung aus. Bei FABIDO setzen erste Piloteinrichtungen das pädagogische Konzept zur frühkindlichen digitalen Bildung um. Das Jugendamt arbeitet unter anderem an einem Qualitätsrahmen zum Umgang mit Hatespeech und Cybermobbing. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Kinderschutz.

    Die App der Bibliothek wurde auf allen Tablets, die die Stadt für Schüler*innen zur Verfügung gestellt hat, installiert. So können die Schüler*innen schnell auf digitale Inhalte der Bibliothek zugreifen. Die VHS hat ein breites Angebot für verschiedene Zielgruppen zu Aspekten digitaler Bildung. Dazu zählt zum Beispiel eine Themenreihe zu digitalen Alltagsproblemen für die Zielgruppe 50plus. In der Musikschule wurde ein Digitallabor eingerichtet. Dort werden Bildungsangebote mit Digitalbezug entwickelt und erprobt sowie anschließend auf weitere Angebotsfelder übertragen.

    Da sich im Zuge der Digitalisierung nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch gesellschaftliche Prozesse rasant wandeln, entwickelt sich auch der „Masterplan Digitale Bildung“ kontinuierlich weiter. Dies geschieht – wie schon bei der Erstellung – durch eine breite Beteiligung verschiedener Bereiche der Stadtverwaltung, von Bildungseinrichtungen und weiteren stadtgesellschaftlichen Akteur*innen. Für 2022 sind beispielsweise ein Fachtag für pädagogisch Tätige zu digitaler Bildung sowie die Entwicklung von Mitwirkungsformaten insbesondere für Schüler*innen und Eltern geplant.

  3. Digitale Ausstattung an Schulen  2021: Viele weitere Meilensteine sind erreicht (PM)

    Die digitale Ausstattung der Dortmunder Schulen hat sich im vergangenen Jahr abermals erheblich verbessert. Mit über 28.000 zusätzlichen mobilen Geräten für Schüler*innen und Lehrkräfte wurden die Schulen im Umgang mit den großen Herausforderungen der Pandemie unterstützt. „Dortmund nimmt damit auch weiterhin einen Spitzenplatz unter den nordrhein-westfälischen Kommunen ein“, sagt Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

    Der Verwaltungsvorstand befasste sich heute mit dem Bericht zur Umsetzung des Medienentwicklungsplans und des DigitalPakts im Jahr 2021 und beschloss die Weiterleitung zur Kenntnisnahme an die politischen Gremien.
    Neben der Auslieferung der Geräte aus den Ausstattungsprogrammen zur Corona-Pandemie war das Jahr 2021 von der weiteren Umsetzung des DigitalPakts geprägt.

    So wurden bis zum Jahresende weitere 400 Fördermittelanträge über ein Gesamtvolumen von ca. 22 Millionen Euro gestellt. Auch die WLAN-Verfügbarkeit hat sich weiter verbessert. So besuchten Ende 2021 über 91 Prozent der Schüler*innen eine Schule mit einem flächendeckenden WLAN.

    Parallel wurden weitere Schulen mit Glasfaser erschlossen. So besuchten zum Ende des Jahres 2020 ca. 68 Prozent der Schüler*innen eine Schule mit einem Glasfaser- oder vergleichbaren Anschluss. Zudem wurden weitere 800 Klassen- und Fachräume mit modernster Präsentationstechnologie ausgestattet. Bereits seit April 2020 steht für alle Schulen in Dortmund darüber hinaus eine Online-Lernpattform mit Videokonferenzfunktion zur Verfügung.

  4. Medienpädagoge Daniel Schlep präsentiert seine 5. Medienveröffentlichung (PM)

    Im 5. Jahr in Folge gibt Medienpädagoge Daniel Schlep nun eine Veröffentlichung zu einem sinnvollen und reflektierten Umgang mit modernen Medien im digitalen Alltag heraus. Ein Grund zu feiern? Eigentlich ja – und zeitgleich auch nicht. Denn die Inhalte zeigen einen paradoxen Fakt: Generell müssten Themen aus dem Bereich Medien/Technik nach 5 Jahren mehrfach überholt und gnadenlos veraltet sein. Die Inhalte der Veröffentlichungen hingegen werden von Jahr zu Jahr aktueller und die aufgezeigten Probleme immer größer.

    Viele Menschen aus Politik, Verwaltungen, Institutionen, Firmen und Privathaushalten haben sich in dieser Zeit bei ihm gemeldet und auch in diesem Jahr wird immer wieder neu bestätigt, dass die Inhalte der Veröffentlichungen so schnell wie möglich angegangen werden müssten. Doch der Großteil der Gesellschaft (von EntscheidungsträgerInnen bis hin zu Privatleuten) besitzen bzgl. Medien (noch) zu wenig Wissen über die Hintergründe, Anbieter und Optionen und verlassen sich auf ihr vom Marketing großer Konzerne angelerntes Konsumwissen.

    Da sind die PolitikerInnen, die mit populistischen Parolen zum digitalen Wandel im Wahlkampf Stimmen fangen und zeitgleich mit viel Geld und vielen Geräten kurzfristig Probleme lösen wollen. Da sind die Verwaltungen, die Einrichtungen mit fragwürdigen Digitalwerkzeugen überschütten, ohne die Folgen für Ökonomie, Ökologie, Datenschutz und Medienpädagogik abzusehen. Da sind die Institutionen, die das angelernte Konsumwissen ungefiltert an Schutzbefohlene wie z.B. SchülerInnen oder sogar bereits Kindergartenkinder weiterreichen.
    Da sind die Firmen, die durch undurchdachte Geräte-/Software-Anschaffungen Geld verbrennen und dem Internet freiwillig Firmengeheimnisse preisgeben.Und da sind die Privatleute, die einfach alle digitalen Werkzeuge nutzen, die ihnen als angebliche Innovation mit zuckersüßem Komfort gereicht werden.

    Viele Jahre hat der Medienpädagoge Daniel Schlep nun schon gesprochen und geschrieben, aber auch zugehört. Darum lässt er jetzt andere Menschen sprechen. In seinen zukünftigen Vorträgen, Fortbildungen, Zeitungsartikeln, Interviews, etc. wird er über zusammengetragene Erfahrungen von Menschen aus den letzten Jahren berichten oder diese auch selbst zu Wort kommen lassen.

    Veröffentlichungen: http://www.danielschlep.de

    Info: Daniel Schlep ist Musik- und Medienpädagoge. Er war bereits mit einer Vielzahl von Organisationen, Magazinen, Zeitungen, Verwaltungen und Schulen aus ganz Deutschland aktiv, um Kompetenz, Kreativität und Kritikfähigkeit im Umgang mit Medien zu schaffen.

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