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Rettung für das „Sonnensegel“ im Westfalenpark: Die Wüstenrot-Stiftung engagiert sich für die Sanierung

Die Rettung für das Sonnensegel im Westfalenpark ist in Sicht. Archivbilder: Oliver Schaper

Seit Ende 2012 ist das „Sonnensegel“ des Architekten Günter Behnisch im Westfalenpark für das Parkpublikum gesperrt: Schäden an der Holzsubstanz und der Abspannkonstruktion erfordern umfangreiche Sanierungsarbeiten. Nach der ersten Beurteilung eines Sachverständigen hätte die Sanierung den Charakter des Objekts und seinen denkmalpflegerischen Wert zerstört.

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Die Rettung für das Sonnensegel ist in Sicht.

Die Konstruktion war die erste ihrer Art, und damals als Experimentalbau ein Vorzeige-Projekt der Holzindustrie zur Gartenschau Euroflor 1969 im Westfalenpark. „Behnisch hat mit seinen Gebäuden das Bild der jungen Bundesrepublik mitgeprägt.

Da gehört auch das Sonnensegel dazu“, erklärt Prof. Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot-Stiftung, die jetzt zum Retter des Bauwerks wird. Behnisch wurde weltweit durch den Entwurf des Münchner Olympiaparks bekannt, insbesondere durch die damals (1972) mehr als kühne und damals umstrittene Zeltdachkonstruktion.

Auf Initiative der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen wurde das Sonnensegel vorläufig unter Schutz gestellt. Nach der ersten Beurteilung eines Sachverständigen hätte die Sanierung den Charakter des Objekts und seinen denkmalpflegerischen Wert zerstört. Auf Initiative der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen wurde das Sonnensegel vorläufig unter Schutz gestellt. Daraufhin hat die Wüstenrot Stiftung hat eine Machbarkeitsstudie mit einem Sanierungskonzept erstellt, bei dem die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt werden.

Das Ergebnis sieht wie folgt aus: Die Holzhängeschale kann zu einem großen Teil erhalten bleiben und wird nur teilweise saniert. Die Stützen müssen aber komplett ausgetauscht werden, könnten aber wieder in Holz erstellt werden. Sowohl die Denkmalbehörde der Stadt Dortmund als auch das Fachamt in Münster bewerten das Sanierungskonzept als äußerst denkmalverträglich.

Sanierungskosten von 1.750.000 Mio. Euro werden veranschlagt

Das renovierte „Sonnensegel“ im Westfalenpark könnte eine Pilgerstätte für Architektur Liebhaber, Bauingenieure, Denkmalpfleger und Interessierte Laien werden, deutete Tragwerksplaner Thorsten Helbig an. Das „Sonnensegel“ hat als Veranstaltungsort und Treffpunkt im Westfalen eine lange Tradition. Viele, wenn nicht alle Dortmunder verknüpfen persönliche Erinnerungen mit dem Sonnensegel, wie Birgit Jörder feststellt. „Unter dem Sonnensegel war jede Oma von heute schon als Kind.“

Die Rettung für das Sonnensegel ist in Sicht.

Die Kosten für eine Sanierung des Sonnensegels betragen nach der vorliegenden Kostenanalyse einschließlich der Planungskosten rund 1,75 Mio. Euro. Die Wüstenrot-Stiftung sichert über eine Vereinbarung mit den Sport- und Freizeitbetrieben zu, ein Projektbudget in Höhe von 875.000 Euro für Planungs- und Baukosten zur Verfügung zu stellen.

Die übrigen Baukosten in Höhe von 875.000 Euro sind aus dem Wirtschaftsplan der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund zu finanzieren. Hinzu kommen noch Kosten für die Demontagen und Abbrüche der vorhandenen Einbauten sowie landschaftsgärtnerische Arbeiten im unmittelbaren Umfeld, die mit 250.000 Euro veranschlagt werden.

Für die Sanierung wird auf der Gesamtfläche des Sonnensegels ein Gerüst gebaut, auf dem dann die Dachschale abgelegt wird. Retten will man das Bauwerk mit modernster Technik. So sollen Karbonfaser-Lamellen marode Holzteile ersetzen.

Wie das Sonnensegel nach seiner geplanten Wiedereröffnung im Herbst 2018 genutzt werden kann, wird derzeit noch erarbeitet. Allzu Laute Musikveranstaltungen soll es aber nicht mehr geben. Eher aber kleine Kundgebungen, Theateraufführungen, Vorträge und andere Veranstaltungen. Dass, das „Sonnensegel“ weiter genutzt werden soll und muss, hat Parkleiterin Annette Kulozik als klare Botschaft aus der politischen Diskussion mit genommen.

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