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Premiere im größten Kirchenkreis Westfalens: Die Kreissynode der Evangelischen Kirche Dortmund tagt erstmals digital

So wird es nicht aussehen: die Wahlen finden nicht per Kartenzeichen oder Wahlzettel, sondern online statt.

Zweimal im Jahr tritt in Dortmund die Kreissynode, das Parlament der Evangelischen Kirche, zusammen. Sie wählt ihre leitenden Vertreterinnen und Vertreter, berät über Finanzangelegenheiten und fällt Beschlüsse zu grundsätzlichen Fragen des kirchlichen Geschehens in den Städten Dortmund, Lünen und Selm. Am 12. September erfährt das oberste Gremium des Evangelischen Kirchenkreises eine Premiere. Zum ersten Mal tagen die 231 Delegierten aus den evangelischen Gemeinden und Diensten ausschließlich digital.

Tagungsleitung erfolgt online aus dem Haus der Evangelischen Kirche

Eigentlich war die Sommertagung der Synode schon für den 6. Juni angesetzt gewesen. Aus Gründen des Corona-Schutzes hatte der Kreissynodalvorstand den Termin jedoch auf den 12. September verlegt. Angesichts der weiteren Pandemie-Entwicklung und in Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten fiel in der Folge die Entscheidung für eine gänzlich digitale Lösung. ___STEADY_PAYWALL___

Die Tagungsleitung durch Superintendentin Heike Proske und ihre beiden Stellvertretungen Andrea Auras-Reiffen und Michael Stache erfolgt live aus dem Haus der Evangelischen Kirche in der Dortmunder Jägerstraße. Von dort aus wird die Sitzung gestreamt. Alle 231 Mitglieder der Synode nehmen an der Tagung an selbstgewählten Orten mit einem eigenen Laptop, PC oder Tablet teil. Per Videoschaltung können sie den Fortlauf der Sitzung verfolgen und sich per Chat an Diskussionen beteiligen.

Eine besondere Herausforderung an die Übertragungstechnik stellt die Tatsache dar, dass bei der aktuellen Sitzung zahlreiche Wahlen anstehen. Die Sommersynode ist nach Abschluss der Presbyteriumswahlen im März eine Wahlsynode. Neu zu besetzen sind die Positionen der stellvertretenden Superintendentin und des stellvertretenden Superintendenten. Außerdem gewählt werden die Abgeordneten zur Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie zahlreiche Synodalbeauftragte und Mitglieder von Ausschüssen des Kirchenkreises.

Vorstellungen der Kandidat*innen wurden bereits im Vorfeld auf Video aufgenommen

Superintendentin Heike Proske, Stellv. Superintendentin Andrea Auras-Reiffen, Stellv. Superintendent Michael Stache. Fotos: Stephan Schütze

Superintendentin Heike Proske mit ihren bisherigen Stellvertreter*innen Andrea Auras-Reiffen und  Michael Stache. Archivfotos: Stephan Schütze

Die Vorstellungen der Kandidatinnen und Kandidaten für die Ämter der stellvertretenden Superintendentin und des stellvertretenden Superintendenten wurden bereits im Vorfeld auf Video aufgenommen. Die Kurzfilme werden während der Sitzung eingespielt.

Für die Nachfolge von Andrea Auras-Reiffen, die nicht erneut kandidiert, stehen Pfarrerin Leonie Grüning aus der Reinoldi-Gemeinde und Schulpfarrerin Sigrun König zur Wahl. Als stellvertretender Superintendent kandidieren Amtsinhaber Michael Stache und der Brechtener Pfarrer Hanno Gerke.

Zahlreiche Synodale haben in den zurückliegenden Monaten bereits einschlägige Erfahrungen mit Videokonferenzen gemacht. Auch Sitzungen von Presbyterien und des Kreissynodalvorstands fanden seit März zunehmend in dieser digitalen Form statt.

Für Mitglieder der Kreissynode, die noch ungeübt in digitalen Sitzungsformaten sind oder die nicht selbst über die Möglichkeit verfügen, ein geeignetes digitales Endgerät zu nutzen, hat der Kirchenkreis im Vorfeld umfangreiche Unterstützung angeboten. So konnten alle Synodalen schon seit Juli ihren Bedarf für technischen Support und praktische Unterstützung anmelden.

 

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