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Geplante Robbenanlage im Dortmunder Zoo: artgerechtere Haltung und mehr Erlebnischarakter für Besucher*innen

Modell der neuen Robben-Anlage im Dortmunder Zoo. Fotos: Karsten Wickern

Größere Wasserbecken und neugeschaffene Ruhebereiche für Robben, eine neue Tribüne und ein Unterwasserpanorama für Besucher*innen. Das sieht der Entwurf für die anvisierte Robbenanlage im Dortmunder Zoo vor. Vorgestellt am Dienstag im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit. Der empfiehlt weiter für den Rat der Stadt zum Beschluss.

Nach 60 Jahren Robbenhaltung im Dortmunder Zoo: Umbau (auch) für artgerechtere Umweltbedingungen

Fast 1.000 qm Wasserfläche sieht der Entwurf vor.

Die 60 Jahre alte Robbenanlage im Dortmunder Zoo soll komplett umgebaut werden. Dabei wird vor allem das Tierwohl stärker berücksichtigt und die Attraktivität für Besucher*innen gesteigert – so die Absicht. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats, ist die Fertigstellung für 2022 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12,39 Mio. Euro.

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Der Umbau ist unter anderem nötig, um neue Haltungsrichtlinien zu erfüllen. Zukünftig können sich die Robben über ein größeres und tieferes Wasserbecken freuen. Außerdem sollen neue Ruhebereiche geschaffen werden, in denen sich die Tiere vor der Besucher*innen zurückziehen können.

Bislang werden die Tiere in einem Süßwasserbecken gehalten. Nicht optimal für sie. „Wir mussten die Tiere bisher mit Salztablettten zu füttern“, erklärt der Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter. Unter anderem das soll sich mit der neuen Anlage ändern. Zukünftig wird Sole-Wasser in der Anlage verwandt. Neben den Vorteilen für das Tierwohl bringt es – in Kombination mit einer neuen Filteranlage – auch Vorteile für den Betrieb. Das Wasser soll zukünftig allenfalls nach ein paar Jahren ausgetauscht werden. 

Mehr Attraktivität und Komfort für Besucher*innen: Panoramascheibe, Tribüne, Barrierefreiheit

Die Tribüne bitte Platz für 250 Besucher*innen

Die Tribüne bietet Platz für 250 Besucher*innen.

Auch die Attraktivität für die Besucher*innen soll gesteigert werden. Dazu ist eine Tribüne mit Sitzgelegenheiten für 250 Personen geplant. Neu auch der Blick von unten. Eine neun mal zweieinhalb Meter große Panoramascheibe erlaubt den Besucher*innen zukünftig, die Tiere unter Wasser zu beobachten. Beide Orte sind barrierefrei zu erreichen. Sie werden mit Rampen und Aufzügen versehen.

Von einer Herausforderung bei der Planung berichtet Johannes Klein, vom zuständigen Plannungsunternehmen: „Wir haben lange nach einer Lösung gesucht, wie wir mit den Robben umgehen können während der Baumaßnahmen.“

Während der Umbauzeit sollen die Robben in ein benachbartes Gelände umziehen. Ein Bauantrag für dieses Ausweichgehege ist bereits gestellt. Der für den Neubau soll zeitnah folgen. Zuvor muss aber noch der Stadtrat dem Entwurf zustimmen.

 

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