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Nach umkämpftem Spiel: UFC Köln ist verdienter Sieger des Fußball- und Integrationsturniers in Dortmund (FIDO) 2018

Spieler und AnhängerInnen des UFC Köln feiern ihren Sieg beim Fußball- und Integrationsturnier. Fotos: Veranstalter

Neuauflage des  Fußball- und Integrationsturniers (FIDO) in Dortmund: In einem sehr dramatischen und spannenden Finale setzte sich der UFC Köln gegen die Löwen aus Kamerun mit 3:1 durch. Etwa 250 Fußballfans waren in das Stadion des FC Roj an der Eberstraße gekommen, um bei bestem Fußballwetter (nur 27 Grad) dieses Spiel mitzuerleben.

UFC Köln und LI Kamerun liefern sich ein abwechslungsreiches Finale um den Turniersieg

Gruppenbild der beiden Finalteilnehmer nebst Schiedsrichter und VeranstalterInnen

Nachdem der UFC Köln in der ersten Halbzeit in Führung ging, konnte das Team aus Kamerun mit einem schnellen Spielzug den Ausgleich erzielen. In der zweiten Halbzeit erzielte dann der UFC Köln mit präzisen Pässen und und hoher Laufbereitschaft die erneute Führung. Der LI Kamerun drängte auf den erneuten Ausgleich, aber die Kölner nutzten die offenen Abwehrreihen der Kameruner und erhöhten schließlich auf 3:1.

Kamerun versuchte in der Folge alles, aber der UFC Köln ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mit einer ausgelassenen Party auf dem Platz feierte die Mannschaft den Pokalgewinn. Im Spiel um den 3. Platz gewann der SV Arasgui Bielefeld in einem hart umkämpften Spiel gegen die Elefanten aus Essen mit 4:3 in der Verlängerung.

Ein Fußballtunier zur Förderung der Integration: Gäste des Finales zeigen sich angetan

Dankesrede bei der Siegerehrung: Turnierleiter Amadou Diallo

„Es war das beste FIDO-Turnier bisher, wir hatten ein hochklassiges Finale und ich freue mich schon auf das nächste Jahr! Ich danke Sozialdezernentin Birgit Zoerner, die in diesem Jahr die Schirmherrschaft des Turniers übernommen hat und der Stadt Dortmund, insbesondere OB Ullrich Sierau für seine Unterstützung.“, sagte der Initiator und Turnierleiter Amadou Diallo vom Verein Agasca e.V. in seiner Dankesrede.

Auch die Gäste des Finales, der Vorstandvorsitzende des guineischen Dachverbandes, Masaran Diémory Kouyaté, Fatma Karacakurtoglu von Train of Hope e.V, der Vorstandsvorsitzende des VMDO, Kumar Kumarasamy, und Aissatou Balde vom Guinée Solidaire Organisation e.V aus Hamburg, waren begeistert vom Finalspiel und von der Idee, mit einem Fußballturnier die Integration zu fördern und die Menschen auf dem Fußballplatz zusammen zu bringen.

Nach dem Tunier ist vor dem Tunier – verschiedene Stimmen zum Spiel

Kumar Kumarasamy, Vorstandsvorsitzender des VMDO: Fußball besitzt große Integrationskraft.

Schiedsrichter Mustafa Yanik:

„Ich bin seit 5 Jahren Schiedsrichter bei diesem Turnier, in der Saison pfeife ich in der Bezirksliga. Die Zweikämpfe hier sind oft härter als in der Liga, ich lasse hier mehr durchgehen, um den Spielfluss nicht kaputt zu machen. Aber das Finale ist meistens, so wie heute, auf einem sehr guten Niveau. Ich mache das gern hier, die Leute kommen sich hier näher, viele Nationen treffen sich, das ist gut.“

Kumar Kumarasamy, Vorstandsvorsitzender des VMDO:

„Wir unterstützen dieses Turnier von Anfang an, seit 8 Jahren. Das FIDO fördert die Integration, weil es Menschen mit verschiedenen Migrationshintergründen zusammenbringt, die normalerweise eher in ihrem eigenen Umfeld bleiben. Aber das hier ist Fußball, das ist so international wie kein anderer Sport, da kommen alle.“

Fatma Karacakurtoglu, Train of Hope: vor allem die soziale Funktion des Fußballs ist wichtig.

Masaran Diémory Kouyaté Vorstandvorsitzender des guineischen Dachverbandes (CGA – Conceil des Guinéens de Allemagne):

„Wir unterstützen gern dieses Turnier, dass sich die Integration der verschiedenen Nationen hier in Dortmund auf die Fahne geschrieben hat. Wir haben vor, im nächsten Jahr so ein Turnier auf Bundesebene durchzuführen. Deshalb ist es interessant, zu sehen, wie das hier läuft. Wahrscheinlich wird unser Turnier in einer Stadt in NRW stattfinden.“

Fatma Karacakurtoglu vom Train of Hope e.V:

„Wir machen hier gern mit; in unserer Mannschaft spielen fast nur Flüchtlinge. Die haben viel Spaß dabei und können so auch viele Menschen kennenlernen. Natürlich haben sie gegen die guten, eingespielten Mannschaften oft keine Chance. Aber unsere Jungs sind sehr stolz darauf, dass sie den Pokal für die fairste Mannschaft im Turnier bekommen haben.“

Aissatou Balde vom Guinée Solidaire Organisation e.V., Hamburg:

Aissatou Balde von der Guinée Solidaire Organisation e.V: Integration durch Fußball, wo der Rassismus im Alltag angekommen ist.

„Ich bin extra aus Hamburg zum FIDO-Turnier gekommen, weil ich die Sache unterstützen möchte. In diesen Zeiten, in denen der Rassismus wieder im Alltag angekommen ist, sind solche Veranstaltungen sehr wichtig; hier wird gute Integrationsarbeit geleistet.“

Weitere Informationen:

  • Fairste Mannschaft: SV Train of Hope Dortmund
  • Bester Spieler: Amara Simba aus Guinea vom UFC Köln
  • Torschützenkönig: Jean Luc, LI Kamerun, 18 Tore

 

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