Mehr Power für die Forschung: Die TU Dortmund setzt auf den Hochleistungsrechner „LiDO4“

Die DFG und das Land Nordrhein-Westfalen fördern mit 4,5 Millionen Euro

Nahmen den neuen Hochleistungsrechner LiDO4 symbolisch in Betrieb: (v.l.) Prof. Stefan Turek, Ministerin Ina Brandes, Rektor Prof. Manfred Bayer und Kanzler Markus Neuhaus. Foto: Oliver Schaper für die TU Dortmund

Die Technische Universität (TU) Dortmund hat die vierte Generation ihres Hochleistungsrechners „LiDO“ in Betrieb genommen. Der neue Rechner LiDO4 bildet eine zentrale Grundlage für zahlreiche Forschungsprojekte und wird auch von anderen Einrichtungen in der Region genutzt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land Nordrhein-Westfalen fördern das Projekt mit 4,5 Millionen Euro. Die offizielle Inbetriebnahme fand am Montag, 17. März, gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Ina Brandes statt.

Neuer Rechner stärkt Forschung und digitale Infrastruktur in NRW

Seit rund 20 Jahren stellt die TU Dortmund mit „LiDO“ einen zentralen Hochleistungsrechner bereit. Forschung und Erkenntnisgewinn sind heute in vielen Bereichen auf leistungsfähige Infrastrukturen aus dem Bereich des wissenschaftlichen Rechnens, dem sogenannten High-Performance-Computing (HPC), angewiesen.

In Nordrhein-Westfalen werden entsprechende Ressourcen derzeit an 13 Standorten gebündelt – darunter auch in Dortmund. LiDO4 ist der vierte zentrale Linux-HPC-Cluster, der vom Center for Data Science and Simulation (DoDaS) sowie dem IT und Medien Centrum (ITMC) eingeworben wurde. Rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den MINT-Fächern nutzen die Rechenkapazitäten vor allem für Simulationsrechnungen.

„Forschung und Wissenschaft sind der Rohstoff der Zukunft“

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte bei der Einweihung: „Forschung und Wissenschaft sind der Rohstoff der Zukunft. Im digitalen Zeitalter brauchen wir Rechenleistung, um diesen Rohstoff zu heben.“ Das Land treibe den Ausbau der Rechenkapazitäten konsequent voran, um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und weiteren Zukunftstechnologien zu unterstützen. LiDO4 sei ein wichtiger Baustein, um den Forschungsstandort weiter zu stärken.

Auch die Fachhochschule Dortmund profitiert von den neuen Rechenressourcen. Neben der Förderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro wurden laut TU Dortmund bereits weitere 900.000 Euro in den Ausbau investiert. „Diese Erweiterungen unterstützen die Research Center der Universitätsallianz Ruhr“, erklärte Rektor Prof. Manfred Bayer. Dort bündeln die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Duisburg-Essen ihre Forschung.

Deutlich mehr Leistung: LiDO4 gehört zu den weltweit stärksten Systemen

„LiDO4 ist fast neunmal so schnell wie sein Vorgänger LiDO3“, betonte Prof. Stefan Turek, Dekan der Fakultät für Mathematik. Der Rechner zählt zu den 500 leistungsfähigsten HPC-Systemen weltweit und setzt insbesondere auf GPU-Rechenknoten, die vor allem in den MINT-Fächern benötigt werden. Dank seiner skalierbaren Architektur kann das System flexibel erweitert werden, etwa für neue Drittmittelprojekte.

Für den energieeffizienten Betrieb hat die TU Dortmund ihre Infrastruktur angepasst. LiDO4 arbeitet mit einer hocheffizienten Warmwasserkühlung, bei der rund 40 Grad warmes Wasser die entstehende Wärme direkt aufnimmt und ableitet. Perspektivisch soll die Abwärme auch zur Beheizung des Gebäudes an der Otto-Hahn-Straße 12 genutzt werden. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit NEC sowie mit Hardware von Lenovo und einem Speichersystem von DDN DataDirect Networks.

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