Vier Tage lang Streiks im Nahverkehr – keine Busse und Stadtbahnen am 17. und 19. März 2026

Jetzt ruft die Gewerkschaft ver.di NRW-weit zu weiteren Warnstreiks auf 

Das Bild zeigt Warnstreikwesten
Auf den zweitägigen Warnstreik für Dortmund folgt der landesweite Streikaufruf. Daher gibt es vier Tage lang Probleme. Archivfoto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Im Zuge der Tarifverhandlungen ruft ver.di kommende Woche zu Streiks im öffentlichen Nahverkehr in NRW auf. Am Dienstag (17. März) und Donnerstag (19. März) stehen Busse und Bahnen in Dortmund still. Am Mittwoch streiken die Werkstätten der DSW21.

Auswirkungen des Streiks auf Dortmund

Bisher waren die kommunalen Verkehrsverbände nacheinander zum Streik aufgerufen. Heute (16. März) kündigte ver.di jedoch einen landesweiten Streik für Mittwoch (18. März) und Donnerstag (19. März) an. Dadurch kommt es in manchen Städten dazu, dass zwei Mal hintereinander gestreikt wird – so auch in Dortmund.

Die DSW21-Kundencenter wie hier an der Kampstraße blieben geschlossen. Archivfoto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Am 16. und 18. März finden die Fahrten des ÖPNV Dortmunds regulär statt, da dort nicht die Fahrdienste der DSW21 bestreikt werden. Am heutigen Montag (16. März) wurde in den Verwaltungen und Kundenzentren gestreikt. Dementsprechend blieben in Dortmund ausschließlich die KundenCenter von DSW21 geschlossen.

Am 18. März streiken die Werkstätten, sodass es bei technischen Störungen länger als gewöhnlich dauern kann, bis diese behoben sind. Der Grund hierfür ist, dass nur die Notdienste besetzt sind.

Busse und Stadtbahnen betroffen: Kein Nahverkehr bei DSW21 am 17. und 19. März

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter.
Die Warnstreiks im ÖPNV gehen weiter. Foto: Alexander Völkel für die nordstadtblogger.de

Der Nahverkehr ist am 17. und 19. März betroffen. An beiden Tagen wird der Fahrdienst selbst bestreikt. In Dortmund, Castrop-Rauxel und Schwerte fallen die Busse und Stadtbahnen von DSW21 von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht aus. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.

Das bedeutet, dass an beiden Tagen keine Fahrten ab Dienstbeginn gegen 3.30 Uhr bis zum Betriebsende gegen 1.30 Uhr am Folgetag stattfinden. Auch die NachtExpress-Linien, die gegen 0.15 Uhr und 0.45 Uhr von der Haltestelle „Reinoldikirche“ in die Stadtteile starten, sind betroffen.

Die Flughafen-Sonderlinien sind nicht betroffen

Dienstag und Donnerstag gibt es die nächste Streikrunde beim Fahrpersonal von  DSW21.

Auch in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel und Schwerte entfallen Fahrten der DSW21. Die Fahrten der ExpressBuslinie X13 zwischen Dortmund, Waltrop und Datteln fahren nicht, sofern sie von der DSW21 angeboten werden. Fahrten des Partners Vestischen können vereinzelt fahren.

Nicht betroffen sind die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und die Linie 490, die unabhängig vom übrigen DSW21-Linienbetrieb organisiert werden.

Eine weitere Ausnahme bildet die H-Bahn, die am 16. und 17. März regulär fährt, allerdings am 19. März ausfällt. Ob die H-Bahn am 18. März in Betrieb ist, gibt DSW21 noch bekannt.

Hintergrund des landesweiten Streiks

„Wir stehen in Nordrhein‑Westfalen – nun bereits im dritten Monat dieser Tarifrunde – immer noch ohne spürbare Fortschritte da“, begründet Heinz Rech, der ver.di‑Verhandlungsführer NRW, den Aufruf zur Arbeitsniederlegung.

Foto: Helmut Sommer für Nordstadtblogger

Ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen, um die Arbeitsbedingungen von rund 30.000 Beschäftigten in NRW zu verbessern. In der Presseinformation heißt es, dass das Ziel sei, „die hohe Belastung und Fluktuation im ÖPNV zu reduzieren und die Attraktivität der Arbeitsplätze zu stärken“.

Weitere Informationen: 

Die DSW21 empfiehlt, sich an den Streiktagen über die Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) auf www.bus-und-bahn.de oder in der DSW21-App informieren. 


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Warnstreik im Nahverkehr: Am 17. März stehen Busse und Stadtbahnen in Dortmund still

Reaktionen

  1. Streik im ÖPNV: Verdi-Führung verliert jede Verhältnismäßigkeit (Michael Kauch – Vorsitzender FDP/Bürgerliste im Rat)

    Jetzt bestreikt Verdi den Dortmunder Nahverkehr gleich zwei Tage in dieser Woche. Insgesamt gibt es dann insgesamt 6 Tage mit Arbeitsniederlegungen – bevor überhaupt die dritte Verhandlungsrunde begonnen hat. Das hat mit Warnstreiks nichts mehr zu tun. Die Verdi-Führung verliert jede Verhältnismäßigkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern“, kritisiert Michael Kauch, Vorsitzender von FDP/Bürgerliste im Dortmunder Stadtrat, die Gewerkschaftsführung.

    Kauch weiter: „Diese Gewerkschafts-Aktionen finden ohne eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf statt. Warnstreiks sollen die Verhandlungspartner warnen, nicht den eigentlichen Arbeitskampf vorwegnehmen. In früheren Zeiten gab es daher aus gutem Grund Warnstreiks nur über einige Stunden. Bei zwei ganzen Tagen in der Woche ist das schlicht rücksichtslos gegenüber Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind. Dies gilt vor allem angesichts der Tatsache, dass der öffentliche Dienst zuletzt höhere Lohnsteigerungen erzielt hat als Beschäftigte in der Privatwirtschaft.

  2. Weitere ver.di-Warnstreiks am 18. und 19. März – Busse und Stadtbahnen von DSW21 fahren am Mittwoch regulär – Kein ÖPNV am Donnerstag – Auch die KundenCenter bleiben am 19. März geschlossen – H-Bahn fährt an beiden Tagen nicht (PM)

    Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst wurde DSW21 darüber informiert, dass die Gewerkschaft ver.di für Mittwoch (18. März) und Donnerstag (19. März) weitere Warnstreikmaßnahmen plant. Für Mittwoch sind die Beschäftigten in den DSW21-Werkstätten in Brünninghausen (Bus) und Dorstfeld (Stadtbahn) sowie bei der H-Bahn zum Streik aufgerufen.

    Das bedeutet für die Fahrgäste:

    – Alle Bus- und Stadtbahnlinien werden am Mittwoch, 18. März, regulär fahren.

    – Am Donnerstag, 19. März, fahren sämtliche Stadtbahn- und Buslinien von DSW21 nicht! Das gilt vom Betriebsbeginn am Donnerstag (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am Freitag).

    Die H-Bahn fährt an beiden Tagen nicht!

    – Die DSW21-KundenCenter an der Petrikirche, in Hörde und in Castrop-Rauxel sowie der »Haltepunkt« in der Stadtbahn-Haltestelle »Kampstraße« bleiben am Donnerstag, 19. März, geschlossen.

    DSW21 weist darauf hin, dass es am Mittwoch, 18. März, im Fall von technischen Problemen etwas länger dauern kann, bis die Störung behoben ist. Grund: Die Werkstätten sind an diesem Tag nur mit einem Notdienst besetzt.

    Betroffen vom Warnstreik am Donnerstag, 19. März, sind auch die NachtExpress-Linien von DSW21, die gegenwärtig um 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr vom zentralen Ausgangspunkt »Reinoldikirche« sternförmig in alle Stadtteile starten.

    In gleicher Weise werden die von DSW21 in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel (480, 481, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien betroffen sein.

    Die Fahrten von DSW21 auf der gemeinsam mit der Vestischen betriebenen ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln) fallen ebenfalls aus. Die von der Vestischen angebotenen Fahrten finden dagegen vereinzelt statt.

    Fahrgäste sollten sich an den Tagen des Streiks in der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) auf http://www.bus-und-bahn.de oder in der DSW21-App informieren.

    Airport-Linien fahren regulär

    Vom Streik nicht betroffen sind die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490. Diese drei Linien werden grundsätzlich über den Dortmunder Airport koordiniert und fahren eigenständig und autark zum übrigen DSW21-Linienbetrieb.

  3. Warnstreiks bei Bus und Bahn – eine Solidaritätserklärung als offener Brief

    Für den 16. und 17.03. hat die Gewerkschaft ver.di Warnstreiks bei Bus und Bahn in NRW angekündigt. Schon im Vorfeld wurde gegen den Streik, der die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung und nach besseren Arbeitsbedingungen bekräftigen soll, Stimmung in den herrschenden Medien gemacht. Wir (4 Rentner mit gewerkschaftlichem Hintergrund) haben aus diesem Grunde eine Solidaritätserklärung für die streikenden Bus- und Bahnfahrer von ver.di verfasst.

    Hier das Schreiben im Wortlaut:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    in der Presse verfolgen wir, wie sich kommunale Arbeitgeber zu den aktuellen Forderungen von ver.di bei Bus und Bahn in NRW verhalten: „Aus der Zeit gefallen“ sei die Forderung nach verbesserten Arbeitsbedingungen, nach Erleichterungen bei Schichtarbeit, gar nach Verkürzung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit auf 37 Stunden! „Kein Geld sei da“, „die Kommunen seien bekanntlich pleite“, lamentieren die Vertreter der Arbeitgeber, unterstützt von zahlreichen Politikern aus CDU, SPD und Grüner Partei. (Die Möchtegern-Nazis von der AfD sollen hier nicht erwähnt werden …)

    Diejenigen, die ohne mit der Wimper zu zucken Hunderte Milliarden (!) Euro für neue Raketen, Panzer und immer neue todbringende Waffen beschlossen haben, auf Kreditbasis wohlgemerkt, behaupten nun, es sei kein Geld da für eure berechtigten Forderungen. Nein, für Bus- und Bahnfahrer soll es nichts geben!

    Viele Politiker gefallen sich in Sonntagsreden, wenn sie aus ökologischen Gründen und Notwendigkeiten den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit seiner Bedeutung betonen. Geht es jedoch in der Praxis darum, die Berufe so zu gestalten, dass die Bedingungen für die Arbeitenden erträglich sind, herrscht bestenfalls „Schweigen im Walde“.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    mit eurem entschlossenen Eintreten, mit euren mutigen Streiks für eine kürzere Arbeitszeit setzt ihr ein wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der sich viele Politiker und Medien darin gefallen, immer wieder neue Vorschläge zu machen, wie denn Lebens- und Wochenarbeitszeit noch weiter verlängert werden können: Arbeiten bis zum 70. Lebensjahr! Abschaffung des 8-Stunden-Tages sind nur zwei Beispiele! Arbeiten bis zum Umfallen ist das „Konzept“! Dagegen wehrt ihr euch!

    Und wenn behauptet wird, es sei kein Geld da für eure Forderungen, muss an den enormen Reichtum dieses Landes erinnert werden, an die ver.di-Forderungen und Vorschläge für eine bessere Finanzierung der Kommunen. Statt Milliardären und Konzernen ständig neue Steuergeschenke zu machen, sollte es heißen: Umverteilen!

    Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Streiks nicht leichtfertig ausgerufen werden. Treffen sie doch in Kindergärten, Krankenhäusern, aber auch bei Bus und Bahn nicht direkt die Verursacher der Misere. Aber ebenfalls zeigt die Erfahrung, dass nur so Erfolge erzielt werden können gegen eine Verweigerungshaltung von herrschender Politik und Meinung!

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    auch wenn wir als Rentner nicht mehr aktiv an Tarifrunden teilnehmen, verfolgen wir euren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten mit großer Sympathie. Wir bewundern eure Entschlossenheit und euren Mut, wie ihr der öffentlichen Stimmungsmache und den Drohungen mit Einschränkungen des Streikrechts entgegentretet!

    Solidarität hilft siegen!

    Dirk Schmeding (GEW, 73 Jahre)
    Ralf Hagenkötter (ver.di, 71 Jahre)
    Panagiotis Mastoriannis (ver.di, 70 Jahre)
    Dietmar Kompa (ver.di, 69 Jahre)

    Wenn du möchtest, kann ich daraus auch noch eine redaktionelle Kurzmeldung im Nordstadtblogger-Stil machen.

  4. Warnstreiks im Nahverkehr: Druck vor dritter Verhandlungsrunde wächst – Beschäftigte fordern Entlastung (PM)

    In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) erneut den Druck auf die Arbeitgeber. Für Freitag, den 20. März 2026, ruft ver.di landesweit zu ganztägigen Warnstreiks auf.

    Die Arbeitsniederlegungen finden punktuell an zahlreichen Betriebshöfen statt. Je nach betroffenem Standort kann es zu Einschränkungen auf einzelnen Linien und Strecken kommen. Bei DSW21 sind die Beschäftigten des Busbetriebes zum Warnstreik aufgerufen. Daher werden in Dortmund und Castrop-Rauxel keine Busse fahren. Die Stadtbahnfahrerinnen und -fahrer sind an diesem Tag nicht zum Warnstreik aufgerufen. Die Stadtbahnen in Dortmund werden daher regulär fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.

    Hintergrund der Streikmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor.

    „Vor der dritten Verhandlungsrunde wollen die Fahrerinnen und Fahrer noch einmal deutlich machen, wie wichtig ihre Tätigkeit ist und welche Auswirkungen es hat, wenn sie den Dienst nicht antreten. Tausende Menschen nutzen täglich den gut funktionieren Nahverkehr in Dortmund und Castrop-Rauxel. Die Busfahrerinnen und Busfahrer haben dabei einen sehr anspruchsvollen und extrem belastenden Job. Sie müssen jede Sekunde ihres Dienstes zu 100% aufmerksam sein – an 365 Tagen im Jahr bewegen die Beschäftigten die Stadt – dafür haben sie gute Arbeitsbedingungen verdient,“ erklärt Kirsten Rupieper, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di.

    „Täglich wechselnde Arbeitszeiten, keine Möglichkeit regelmäßig auf die Toilette gehen zu können und Ruhezeiten zwischen den Schichten, die oft nur noch zum Schlafen reichen, lassen kaum Flexibilität im Privatleben zu – der Dienstplan bestimmt den Alltag. Dabei bleibt die Gesundheit oft auf der Strecke. Wer gute Arbeit verlangt, der muss auch gute Arbeitsbedingungen schaffen“, so Rupieper weiter.

    ver.di fordert unter anderem Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Ziel ist es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren. Die dritte Verhandlungsrunde findet ab dem 24. März 2026 in Bochum statt.

  5. Weiterer ver.di-Warnstreik am Freitag, 20. März – Busse von DSW21 fahren nicht – Ausnahmen gibt es bei den drei Airport-Linien – Stadtbahnen und H-Bahn fahren hingegen regulär (PM)

    Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst wurde DSW21 darüber informiert, dass die Gewerkschaft ver.di für Freitag (20. März) weitere Warnstreikmaßnahmen plant. Für diesen Tag sind die Busfahrer*innen in Dortmund und Castrop-Rauxel zum Streik aufgerufen.

    Das bedeutet für die Fahrgäste:

    – Alle Buslinien von DSW21 werden am Freitag, 20. März, nicht fahren. Das gilt vom Betriebsbeginn am Freitag (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am Samstag).

    Alle Stadtbahnlinien sowie die H-Bahn können hingegen regulär nach Fahrplan fahren. Auch die DSW21-KundenCenter an der Petrikirche und in Hörde sind am Freitag, 20. März, regulär geöffnet.

    – Geschlossen bleibt hingegen der »Haltepunkt« in der Stadtbahn-Haltestelle »Kampstraße« sowie das DSW21-KundenCenter in Castrop-Rauxel.

    Betroffen vom Warnstreik sind am Samstag, 21. März, auch die NachtExpress-Linien von DSW21, die gegenwärtig ab 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr vom zentralen Ausgangspunkt »Reinoldikirche« sternförmig in alle Stadtteile starten. Ab ca. 3.30 Uhr werden dann die Fahrten der NE-Linien wieder aufgenommen.

    Ebenso werden am Freitag die von DSW21 in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel (480, 481, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien vom Streik betroffen sein. Die Fahrten von DSW21 auf der gemeinsam mit der Vestischen betriebenen ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln) fallen ebenfalls aus. Die von der Vestischen angebotenen Fahrten finden dagegen vereinzelt statt.

    Fahrgäste sollten sich an den Tagen des Streiks in der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) auf http://www.bus-und-bahn.de oder in der DSW21-App informieren.

    Airport-Linien fahren regulär
    Vom Streik nicht betroffen sind die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490. Diese drei Linien werden grundsätzlich über den Dortmunder Airport koordiniert und fahren eigenständig und autark zum übrigen DSW21-Linienbetrieb.

    Auch die Busse des Schienenersatzverkehrs, der gegenwärtig für die Stadtbahnlinie U47 zwischen den Haltestellen »Hauptfriedhof« und »Aplerbeck U« unterwegs ist, sind vom Streik nicht betroffen.

  6. Tarifrunde Nahverkehr NRW: Streiks an den Betriebshöfen gehen auch am Wochenende weiter (PM)

    In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen hält die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) den Druck auf die Arbeitgeber weiter aufrecht. Für Samstag, den 21. März 2026, ruft ver.di erneut zu ganztägigen Warnstreiks an zahlreichen Betriebshöfen auf. Je nach betroffenem Standort kann es zu Einschränkungen auf einzelnen Linien und Strecken kommen. In kleineren Unternehmen kann es zu vollständigen Ausfällen im gesamten Streckennetz kommen. S-Bahnen und Regionalzüge sind von der Tarifrunde nicht betroffen.

    Hintergrund der Streikmaßnahmen ist die laufenden Tarifauseinandersetzung mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor.

    „Die Beschäftigten machen vor der dritten Verhandlungsrunde deutlich, wie ernst es ihnen ist. Wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Familie nicht nur im Rückspiegel sehen sollen, braucht es spürbare Verbesserungen. Nur so wird der Beruf wieder attraktiver“, erklärt Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer in Nordrhein-Westfalen. „Derzeit reicht die Zeit zwischen den Schichten oft nur zum Schlafen – das Leben und zunehmend auch die Gesundheit bleiben auf der Strecke. Das haben die Arbeitgeber offenbar noch immer nicht verstanden.“

    ver.di fordert unter anderem Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Ziel ist es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren.

    Die dritte Verhandlungsrunde findet ab dem 24. März 2026 in Bochum statt.

  7. Arbeitsniederlegungen an den Betriebshöfen: NRW-Nahverkehr auch am Sonntag betroffen (PM ver.di NRW)

    In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen hält die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) den Druck auf die Arbeitgeber weiter aufrecht. Für Sonntag, den 22. März 2026, ruft ver.di erneut zu ganztägigen Warnstreiks an zahlreichen Betriebshöfen auf. Je nach betroffenem Standort kann es zu Einschränkungen auf einzelnen Linien und Strecken kommen. In kleineren Unternehmen kann es auch zum vollständigen Ausfallen des Streckennetzes kommen. S-Bahnen und Regionalzüge sind von der Tarifrunde weiterhin nicht betroffen.

    Hintergrund der Streikmaßnahmen ist die laufenden Tarifauseinandersetzung mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor. Die Verhandlungen werden ab dem 24. März 2026 in Bochum in dritter Runde fortgesetzt.

    Dazu erklärt ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech: „Die Beschäftigten halten den Druck im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde weiter aufrecht. Wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Familie nicht nur im Rückspiegel sehen sollen, braucht es spürbare Verbesserungen. Nur so wird der Beruf wieder attraktiver. Derzeit reicht die Zeit zwischen den Schichten oft nur zum Schlafen – das Leben und zunehmend auch die Gesundheit bleiben auf der Strecke. Das haben die Arbeitgeber offenbar noch immer nicht verstanden.“

    ver.di fordert unter anderem Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Ziel ist es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren.

  8. Harry Harburg

    „Wieder keine Busse und Bahnen in Dortmund – Verdi ruft für Montag zu erneutem Streik auf“ schreiben die Ruhrnachrichten.
    Die Beschäftigten der DSW21 haben den Schuss nicht gehört! Bundesweit drohen in der Industrie Massenentlassungen. Deutschland steckt tief in der Rezession. Das „Sondervermögen“ wird zum Stopfen von Kassenlöchern verwenden.
    Und die Beschäftigten der DSW21 wollen mehr Geld, mehr Freizeit und bessere Arbeitsbedingungen.
    Um diese durchzusetzen, werden die Kunden des öffentlichen Personennahverkehrs mit Streiks gepiesackt.

    Kann man sich nicht vorstellen…

  9. Meilenstein im Nahverkehr NRW: Kürzere Arbeitszeit erkämpft – Streiks beendet (PM ver.di NRW)

    Nach intensiven und langen Verhandlungen haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) und der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) am frühen Abend des dritten Verhandlungstages (26. März 2026) auf einen Tarifabschluss für die rund 30.000 Beschäftigten in etwa 30 Nahverkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen geeinigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder zur Tarifeinigung sind weitere Streikmaßnahmen abgewendet.

    ver.di konnte in der dritten und finalen Verhandlungsrunde alle fünf Kernforderungen erfolgreich durchsetzen und somit weitere Arbeitskampfmaßnahmen im Nahverkehr abwenden: „Das starke Signal der Kolleginnen und Kollegen in den vergangenen Wochen hat Wirkung gezeigt. Wir konnten zentrale Forderungen in konkrete Ergebnisse überführen. Ein guter Tarifabschluss verlangt beiden Seiten etwas ab – entscheidend ist, dass wir spürbare Entlastungen für die Beschäftigten im Nahverkehr erreicht haben“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech am Donnerstagabend in Bochum.

    Die Einigung umfasst:

    – Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit in zwei Schritten auf 38,5 Stunden ab dem 01.07.2027 und auf 38 Stunden ab dem 01.07.2028,
    – die Erhöhung der Ruhezeit von 10 auf 11 Stunden ab dem 01.09.2026,
    – Sonntagszuschlag: ab 01.01.2027 auf 30 Prozent,
    – die Erhöhung der Gewerkschaftstage von 8 auf 9 Tage,
    – Ausweitung des Geltungsbereiches auf kurzfristig Beschäftigte,
    – bei einer Laufzeit von vier Jahren bis Ende 2029.
    Mit der Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 38 Stunden in zwei Schritten bei gleichem Lohn setzt ver.di in Nordrhein-Westfalen ein klares Zeichen: In einer Zeit, in der vielerorts über längere Arbeitszeiten gesprochen wird, gelingt es, echte Entlastung für die Beschäftigten durchzusetzen.

    „Die Arbeitszeitreduzierung in Nordrhein-Westfalen ist ein echter Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in unserem Land. Es ist uns gelungen, die drängende Forderung nach einer geringeren Stundenzahl durchzusetzen. Dafür mussten wir auch Verzögerungen in Kauf nehmen. Unterm Strich haben wir – trotz kräftezehrender Verhandlungen – einen starken Abschluss erreicht, mit dem wir den ÖPNV in NRW einen großen Schritt nach vorne bringen und die Attraktivität der Branche deutlich steigern“, so Rech weiter.

  10. Harry Harburg

    In einer Phase, in der die deutsche Wirtschaft insgesamt unter Druck steht und sich in einer Rezession befindet, wirkt die Entscheidung zur Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich wie ein Signal in die falsche Richtung. Eine geringere Wochenarbeitszeit bei unverändertem Lohn bedeutet faktisch eine deutliche Steigerung der Stundenkosten – unabhängig davon, ob die Produktivität im selben Maß steigt. Gerade im ÖPNV ist eine solche Produktivitätssteigerung strukturell kaum realistisch, da Leistung im Wesentlichen über Fahrpläne, Taktung und Personalstunden definiert ist.

    Die Konsequenz liegt damit auf der Hand: Die zusätzlichen Kosten verschwinden nicht, sondern werden entweder über höhere Ticketpreise oder über steigende öffentliche Zuschüsse aufgefangen. Beides bedeutet letztlich eine Belastung – entweder für die Fahrgäste oder für den Steuerzahler. In einem System, das ohnehin dauerhaft defizitär arbeitet und stark von Subventionen abhängig ist, verschärft eine solche Kostensteigerung den finanziellen Druck zusätzlich.

    • Michael Schulz

      Ja, man hört und liest es allenthalben: „Die“ deutsche Wirtschaft steht unter Druck – naja, vielleicht nicht gerade Rheinmetall – aber selbst ein Mini-Wachstum ist ein Wachstum, und keine Rezession. Und was heißt „Signal in die falsche Richtung“? Wäre Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich die richtige Richtung? Wohl nicht Ihr Ernst!!

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