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„Long time no see“: Ausstellung in der Galerie Dieter Fischer

long time no see, Ausstellung im Depot. Christian Psyk mit Gegenüberstellung alter und neuer Werke

„long time no see“ ist der Titel der Ausstellung im Depot. Christian Psyk mit Gegenüberstellung alter und neuer Werke.

„Long time no see“ heißt die Ausstellung, die ab Freitag, 28. Februar 2014, in der Galerie Dieter Fischer im Depot in der Dortmunder Nordstadt zu sehen ist. Lange nicht gesehen heißt das auf deutsch und bezieht sich auf die frühen Werke der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler aus Dortmund und Düsseldorf.

Ausstellung präsentiert Einblicke in die Entwicklung der Künstlerinnen und Künstler

long time no see, Ausstellung im Depot. Künstler im Gespräch: Utta Hagen und Wladimir Kalistratow

Austausch: Utta Hagen und Wladimir Kalistratow

Die Kunstschaffenden selbst sehen sich des öfteren, ihre frühen Arbeiten habe sie jetzt Dokumentationen ihrer neusten Arbeiten gegenübergestellt. Die Ausstellung präsentiert Einblicke in die künstlerische Entwicklung der Protagonisten – Brüche und Kontinuität.

Die Abkehr von Techniken oder die konsequente Fortführung der vor Jahren begonnenen Arbeit. Karl Wiele ist sich treu geblieben. Steelen aus unterschiedlichen Materialien sind auch heute noch sein Sujet. Bildhauerin Dina Nur aus Dortmund entwickelt ihre Formensprache weiter. Der Mensch steht jedoch immer im Mittelpunkt ihre figürlichen Bildhauerei.

Utta Hagen, Peter Clouth und Christian Psyk entdecken den Raum

long time no see, Ausstellung im Depot. Peter Clouth

Peter Clouth mit Telefonkladde

Während Utta Hagen, Peter Clouth und Christian Psyk der Malerei und der Grafik den Rücken gekehrt haben und den Weg in den Raum gegangen sind. Die Rauminstallation ist der Kern ihres aktuellen Schaffens. Utta Hagens großformatiges zwölfteiliges Bild aus den Achtzigern zeigt die Eifelmaare aus der Luft. Fotorealistisch könnte man den Stil nennen.

Ganz im Gegensatz dazu die Bilder einer Rauminstallation in zwei nebeneinanderliegenden Räumen aus jüngerer Vergangenheit. Auf dem Boden sieht man vor einer Spiegelwand einen blauen Farbfleck. Die spiegelverkehrte Variante des Flecks findet man im Nachbarzimmer, ähnlich einem Fleck aus dem Rorschachtest.

Peter Clouth zeigt eine Kladde in der die Mitbewohner seiner ehemaligen Wohngemeinschaft ihre Telefoneinheiten auf der einen Seite eingetragen haben, jeweils illustriert mit cartoonartigen Zeichnungen des Künstlers auf der anderen Seite des Heftes. Heute sind Installationen seine Sache. Ebenso entwickelte sich Christian Psyk. „Die Malerei interessiert mich überhaupt nicht mehr“, erklärt er seinen künstlerischen Gang in die dritte Dimension. Jedoch ist in den frühen Arbeiten von Psyk diese Entwicklung schon zu ahnen. Während in dem einen Bild, der reliefartige Farbauftrag einen zarten Hinweis auf die zukünftige Ausdrucksweise des Künstlers zeigt, ist der Weg bei der Barbie-Puppe im Quadrat, gleich nebenan, offensichtlich.

Wladimir Kalistratow stellt Aquarelle Computergrafiken gegenüber

long time no see, Ausstellung im Depot. Vorne rechts, Plastik von Dina Nur, Links Malerei von Utta Hagen, Eifelmaare

Vorne rechts: Plastik von Dina Nur, Links: Malerei von Utta Hagen, Eifelmaare

Der Dortmunder Wladimir Kalistratow ist da in seiner Entwicklung weniger krass. Er ist der zweidimensionalen Darstellung treu geblieben. Jedoch nehmen heute Computergrafiken den Platz der Aquarelle und Grafiken von einst ein. Fast schon idyllisch wirkt das Aquarell einer Straßenszene aus seiner sibirischen Geburtsstadt Omsk. Vor seinem Studium an der dortigen Kunsthochschule hat Kalistratow Raketentechnik studiert. So ist auch seine Vorliebe für technische Aspekte zu erklären. Seine neuen Arbeiten zeigen einen zukünftigen Blick auf die Manipulation des Menschen durch technische Ersatzteile oder Ergänzungen.

Christian Psyk ist der Initiator dieser Ausstellung. „Die Idee habe ich schon lange gehabt, nun ist sie realisiert“, erklärt er. Einige Künstlerinnen und Künstler die er angefragt hat, ob sie das Ausstellungs-Konzept teilen möchten, haben abgewunken. „Wir wollen mit unserem alten Krempel nichts mehr zu tun haben“, beschreibt er deren Abneigung. Andere sagten zu.„Nicht nur für uns ist es spannend zu sehen was wir früher gemacht haben, sondern auch für den interessierten Besucher “, begründet er den Gang in die Galerie von Dieter Fischer im Depot.

Die Vernissage findet am Freitag, 28. Februar, um 19 Uhr statt. Sie anschließend bis zum Sonntag, 16. März, immer donnerstags von 16 bis 20 Uhr und Sonntags von 15 bis 18 Uhr .

 

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