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Lesung und Diskussion mit TV-Moderatorin Mo Asumang: „Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“

Mo Asumang liest am Mittwoch um 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft. Foto: Veranstalter

Mo Asumang liest am Mittwoch um 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft. Foto: Veranstalter

Ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, die eigene Angst zu überwinden und sich zur Wehr zu setzen, gibt die TV-Moderatorin Mo Asumang am Mittwoch, 28. September, um 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft (Steinstraße 48, Nordstadt). Sie stellt ihr Buch „Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“ vor.

Offene Konfrontation mit Hasspredigern, Neonazis und dem Ku-Klux-Klan

Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an? Die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang wagt ein spektakuläres und einzigartiges journalistisches Experiment.

Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern – unter 3000 Neonazis auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und entlarvt sie dadurch.

„Manche würden, was ich erfahren habe, Rassismus nennen, manche sagen Fremdenfeindlichkeit, und das wird es immer geben, viele erkennen es wieder als eine Form des Mobbing. Doch egal, wie man dazu sagt, es wird verübt von Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus klein machen, die einem das Selbstbewusstsein rauben wollen oder sogar das Leben“, sagt Mo Asumang.

„Aber es gibt Gegenmittel. Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen“, betont die Journalistin.

Mo Asumang war 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin

Mo Asumang, 1963 als Kind einer Deutschen und eines Ghanaers in Kassel geboren, wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin (»Liebe Sünde«). Seitdem arbeitet Asumang als Moderatorin, Filmemacherin (»Roots Germania« und »Die Arier«, beide Grimme-Preis nominiert), Dozentin und Schauspielerin.

Die Morddrohung einer Neonazi-Band veranlasste Asumang, sich »face to face« mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen.

Zu der Veranstaltung lädt der Planerladen e.V. in Kooperation mit der Auslandsgesellschaft NRW e.V., dem Verein junger Deutsch-Afrikaner e.V. und der Alevitischen Gemeinde Dortmund ein. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Projektes KODIAQ als Dialogforum durchgeführt. Der Eintritt ist frei.

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