Generationswechsel bei der SPD: Carla Neumann-Lieven kündigt Rückzug von Fraktionsspitze an

Im Frühjahr 2027 soll die Fraktionsspitze neu aufgestellt werden

Die SPD-Fraktionschefin Carla Neumann-Lieven plant im kommenden Jahr ihren Rückzug vom Fraktionsvorsitz. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Carla Neumann-Lieven wird bei den regulären Neuwahlen des Vorstands der SPD-Ratsfraktion Dortmund im Frühjahr 2027 nicht erneut für den Fraktionsvorsitz kandidieren. Die 65-Jährige hat diese Entscheidung jetzt der Gesamtfraktion mitgeteilt.

Die langjährige Tagesmutter plant den Eintritt in den Ruhestand

Hintergrund ist eine persönliche Veränderung: Die langjährige Tagesmutter plant den Eintritt in den Ruhestand und möchte künftig mehr Zeit für private Interessen und Familie haben. Auch ihr Ehemann bleibt politisch aktiv: Andreas Lieven ist ehrenamtlicher Bezirksbürgermeister in Dortmund-Lütgendortmund.

Nach Angaben der Fraktion sollen die regulären Vorstandswahlen im April oder Mai 2027 genutzt werden, um die Fraktionsführung mit Blick auf die Kommunalwahl 2030 neu aufzustellen. Die neue Spitze soll die politische Arbeit nicht nur bis zur Wahl 2030 prägen, sondern die Fraktion auch darüber hinaus führen.

Geordneter Übergang und ausreichend Zeit zur Einarbeitung der Nachfolge

Veränderung ist im Leben die einzige wirkliche Konstante. Und der Ruhestand ist eine solche Veränderung“, erklärt Neumann-Lieven. Deshalb habe sie entschieden, zur Kommunalwahl 2030 nicht erneut für den Rat zu kandidieren.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Carla Neumann-Lieven beim SPD-Parteitag. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

„Mit ihrem Verzicht auf eine weitere Kandidatur für den Fraktionsvorsitz wolle sie einen geordneten Übergang ermöglichen und einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger ausreichend Zeit zur Einarbeitung geben.

SPD-Unterbezirksvorsitzender Jens Peick würdigte die Entscheidung. „Carla Neumann-Lieven hat die Fraktion seit 2021 erfolgreich geführt und ich persönlich schätze ihre Fachkenntnis, ihre Art und unsere gemeinsame Arbeit sehr“, erklärte Peick.

Die SPD-Ratsfraktion und die Dortmunder SPD hätten ihr viel zu verdanken. Sie habe Verantwortung in einer schwierigen Phase übernommen. Zugleich ermögliche ihre frühzeitige Ankündigung eine rechtzeitige personelle Neuaufstellung. „Das verdient viel Respekt für Carla und zeugt von sehr großer Professionalität, Weitsicht und ist beispielgebend für politische Veränderungsprozesse“, so Peick.


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