
Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für das heutige Museumsgebäude des Naturmuseums Dortmund an der Münsterstraße gelegt. Seine Geschichte reicht jedoch bis ins Jahr 1912 zurück – von einer kleinen Schulsammlung über Kriegszerstörung und Wiederaufbau bis zum modernen Museum.
Vom Schulkabinett zum Museum – es gab zwei Vorläuferstandorte
Am 14. September 1976 setzte die Stadt den Spatenstich für den Museumsneubau am Fredenbaum. Am 24. Mai 1980 öffnete dort das Museum für Naturkunde.

Die Entwicklung bis zur Gegenwart war ereignisreich: Als Naturmuseum Dortmund zeigt es die heimische Natur in Gegenwart und erdgeschichtlicher Vergangenheit – spannend und regional inszeniert. Sonderausstellungen ergänzen das Angebot um aktuelle überregionale und weltweite Themen.
Seine Geschichte begann bereits zur letzten Jahrhundertwende: Oberreallehrer Prof. Edgar Weinert hatte die naturwissenschaftliche Sammlung seiner Schule so stark erweitert, dass daraus die Idee eines eigenen Museums entstand.
Weinert war damals auch Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen Vereins Dortmund, der die Museumsgründung unterstützte. An der Viktoriastraße 25 eröffnete das „Naturwissenschaftliche Museum“ 1912 mit Weinert als erstem Direktor.

Die Sammlung wuchs schnell und zog 1934 in die Balkenstraße, den heutigen Friedensplatz, um. Im Zweiten Weltkrieg gingen fast 90 Prozent der Bestände verloren.
Bereits 1953 war das Museum wieder zu klein, sodass die Stadt den Neubau im Dortmunder Norden plante. Rund zwei Jahrzehnte lang diskutierte man über den möglichen Standort. Schließlich entschied man sich, den Neubau dieser Kultur- und Bildungseinrichtung in der Dortmunder Nordstadt zu realisieren.
Tiere, Fossilien und ein großes Aquarium
Am Fredenbaum konnten und können Besucher*innen die heimische Tierwelt, Fossilien, Mineralien und die Entwicklung des Lebens entdecken. Auch lebende Tiere gehören dazu, etwa im großen Aquarium.

Das 2012 neu eröffnete Becken fasst 90.000 Liter und zeigt die Fischwelt des Möhnesees. Drei weitere Aquarien widmen sich der Ruhr. Zu den besonderen Fossilien zählen Funde aus der Grube Messel, darunter ein seltenes Urpferdchen.
Sechs Jahre lang wurde saniert und umgestaltet – seit September 2020 empfängt das Haus seine Gäste unter neuem Namen: Naturmuseum Dortmund. Zwei neue Gesichter begleiten seither die jüngsten Besucher*innen durch die Ausstellung: Das aufgeweckte Mammutmädchen Flo und der neugierige Mäuserich Freddy führen Kinder auf ihrem Streifzug durch die Dauerausstellung.
Weitere Informationen gibt es unter dortmund.de/naturmuseum.
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Mehr dazu auf Nordstadtblogger:
SERIE: »Stadt-Bauten-Ruhr« (4): Juwel des Nordens – Naturmuseum Dortmund

