In dieser Rubrik fassen wir alle Mitteilungen und Kurzinformationen zu den Entwicklungen und Angeboten der Dortmunder Hochschulen zusammen. Die Inhalte umfassen sowohl Informationen zu Forschungen und wissenschaftlichen Projekten als auch zu Veranstaltungen, Förderungen, Personalpolitik und vieles mehr.
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Das studentische Team des Forschungsfahrzeugs „Nuevo35“ der FH Dortmund hat innerhalb von zwei Semestern drei neue Komponenten entwickelt, die das elektrisch angetriebene Fahrzeug nachhaltiger und energieeffizienter machen. Das Projekt wird seit 2020 kontinuierlich von wechselnden Studierendenteams weiterentwickelt und verfolgt das Ziel eines CO₂-Ausstoßes von 35 Gramm pro Kilometer inklusive Produktion, Energie, Kraftstoff und Entsorgung.
Eine zentrale Neuerung ist das Dual-Drive-System, das beide Vorderräder getrennt voneinander antreibt. Dadurch kann die Antriebsenergie effizienter genutzt werden. Eingesetzt werden elektromotorische Einzelradantriebe mit Asynchronmaschinen ohne seltene Erden. Zudem ermöglicht das System Torque Vectoring, also eine gezielte Verteilung des Drehmoments in Kurven. Studierende: integrierten einen Lenkwinkelsensor, passten Fahrzeugparameter auf Prüfständen und einer Teststrecke an und testeten Fehlerfälle am E-Motorenprüfstand. Dabei wurden Antriebssysteme vertieft untersucht und die FMEA-Methode angewendet.
Ein weiteres Feature ist der One Pedal Drive, bei dem ein Pedal zum Beschleunigen und Bremsen genutzt wird. Beim Loslassen wird Bewegungsenergie durch Rekuperation in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie zurückgespeist. Ein separates Bremspedal bleibt für starke Bremsungen erhalten. Das System wurde geplant, im Wintersemester mit Simulink konstruiert und in C-Code für das Fahrzeug programmiert. Der Test ist für das Sommersemester 2026 vorgesehen. Professor:innen betonen dabei den interdisziplinären Charakter sowie die Energieeinsparung durch Rekuperation.
Zudem entwickelte das Team eine Mittelkonsole aus Naturfasern und Epoxidharz, die leichter recycelbar und nachhaltiger als herkömmliche Varianten ist. Die Studierenden erforschten die Oberflächenbehandlung und fertigten präzise Ausschnitte für Display und Schalter. Insgesamt zeigt das Projekt die Verbindung von Lehre, Forschung und nachhaltiger Mobilität sowie die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, etwa durch Designstudierende bei der Karosserieentwicklung.

Die Fachhochschule Dortmund startet gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) das Praxisforschungsprojekt „ElSe“ (Eltern-Selbstorganisation). Ziel ist es, Eltern von Kindern in Erziehungshilfen systematisch zu vernetzen und zu stärken. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und läuft bis Dezember 2026. Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz aus dem Jahr 2021 wurde die Förderung von Selbstvertretungsstrukturen für junge Menschen und Eltern als zentraler Bestandteil einer partizipativen Kinder- und Jugendhilfe verankert. „Doch obwohl ein rechtlicher Auftrag besteht, fehlen strukturelle Unterstützungsangebote zum Aufbau von Selbstorganisationen für Eltern in den Erziehungshilfen – bis auf wenige Ausnahmen – gänzlich“, sagt Prof. Dr. Nicole Knuth. Sie lehrt am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH und leitet das Projekt. Eltern, deren Kinder Erziehungshilfen erhalten, stehen vor vielfältigen Herausforderungen. So würden Kinder teilweise weit entfernt vom Wohnort untergebracht, sodass der Kontakt kaum aufrechterhalten werden kann. Auch starre Besuchsregeln erschweren mitunter den Kontakt. Dabei sind Eltern nach wie vor eine wichtige Bezugsperson im Leben ihrer Kinder. Nicht selten fehlen verständliche Informationen über Rechte von Eltern und Ansprechpersonen seien nur schwer zu erreichen. „Eltern wünschen sich daher Austausch und Unterstützung, um ihre Erfahrungen zu teilen, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und ihre Rechte durchsetzen zu können“, sagt Prof. Knuth. Die Dringlichkeit wurde Ende Januar bei einem Hearing im Bundesfamilienministerium deutlich. Dort kamen verschiedene Adressat*innen der Kinder- und Jugendhilfe zu Wort – darunter erstmals auch eine Gruppe von Eltern, die sich am ElSe-Projekt beteiligen werden. Sie unterstrichen die zentrale Forderung nach struktureller Unterstützung und Förderung von Eltern-Selbstorganisationen. Das ElSe-Projekt hat nun den Auftrag, dieses Selbstvertretungsstrukturen zu entwickeln. Das Team um Prof. Knuth verfolgt dabei einen partizipativen Ansatz: An vier Modellstandorten in Düsseldorf, Berlin, Böblingen und Dresden werden Eltern-Selbstorganisationen aufgebaut und in ihrer Entwicklung fachlich begleitet. Die vier Standorte bilden unterschiedliche Ansätze ab: In Berlin und Düsseldorf sind die Selbstorganisationen an große Träger der freien Jugendhilfe angebunden. In Dresden kooperiert das Projekt mit einer Ombudsstelle, während in Böblingen das Kreisjugendamt als öffentlicher Träger den Aufbau unterstützt. „Wir möchten Eltern als Expert*innen in eigener Sache systematisch in die Weiterentwicklung von Erziehungshilfen einbeziehen“, betont Prof. Knuth. „Es geht sowohl um gegenseitige Stärkung in einer oftmals schwierigen Lebenssituation als auch darum, dass Eltern ihre Rechte kennen und ihre Perspektiven einbringen können.“ Das wissenschaftliche Team der FH wird die Prozesse an den Modellstandorten dokumentieren, begleiten und auswerten. „Auf Grundlage unserer empirischen Ergebnisse möchten wir in einem nächsten Schritt Impulse entwickeln, die zur Stärkung partizipativer und inklusiver Strukturen in der Kinder- und Jugendhilfe beitragen“, betont Prof. Knuth. Diese können dann anderen Jugendämtern und Trägern als Orientierung dienen, wie Eltern-Selbstorganisationen erfolgreich aufgebaut werden können.

Das geplante Altersvorsorgereformgesetz gibt Bürgern*innen künftig die Wahl: lebenslange Rente oder Auszahlungsplan bis mindestens 85 Jahre. Eine Studie der Fachhochschule Dortmund zeigt nun: Viele Menschen unterschätzen ihre Lebenserwartung und würden sich aus Unwissenheit für die kürzere Variante entscheiden. Sie riskieren damit Altersarmut. Mit der Reform der Riester-Rente will die Bundesregierung die private Altersvorsorge attraktiver und renditestärker machen. Zentrales Element: Anbieter von Renten-Spar- und Fondsparplänen müssen künftig keine lebenslange Rente mehr garantieren. Sie können stattdessen eine „Zeitrente“ anbieten – einen befristeten Auszahlungsplan, der mindestens bis zum Alter von 85 Jahren reichen muss. „Es sind auch längere Auszahlungen möglich. Wir rechnen aber damit, dass Anbieter im Wettbewerb die höchstmöglichen Auszahlungen zeigen werden und deshalb nur das Mindestalter 85 zugrunde legen“, sagt Prof. Dr. Lukas Linnenbrink. Er hat die Studie gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Beenken erstellt. Beide lehren am Fachbereich Wirtschaft der FH Dortmund und sind ausgewiesene Experten der Versicherungsbranche. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamts werden bereits Menschen, die heute über 50 sind, mit großer Wahrscheinlichkeit älter als 85 Jahre (48 Prozent der Männer bzw. 64 Prozent der Frauen). Und die Lebenserwartung steigt. Beim Geburtsjahrgang 2003 wird der Anteil der Menschen über 85 Jahre demnach bereits bei 65 Prozent der Männer und 77 Prozent der Frauen liegen. „Die Menschen unterschätzen aber ihre Lebenserwartung systematisch“, erklärt Prof. Beenken. „Das wurde weltweit in verschiedenen Ländern nachgewiesen und wird auch in unserer Studie erneut bestätigt.“ In dem Online-Experiment mit mehr als 1.500 repräsentativ ausgewählten Proband*innen zwischen 25 und 55 Jahren zeigte sich: 49 Prozent der Teilnehmenden unterschätzten ihre statistische Lebenserwartung – im Durchschnitt um 9,5 Jahre. Und von diesen Proband*innen entschieden sich fast drei Viertel (73 Prozent) für die Zeitrente, die nur bis zum Alter von 85 Jahren gezahlt wird. Und auch insgesamt wählten 58 Prozent die höhere Auszahlung der Zeitrente bis 85 Jahre statt der niedrigeren lebenslangen Rente. Der Anteil stieg, je größer der Unterschied zwischen Zeit- und Leibrente ausfiel. In der Nachbefragung sagten diejenigen, die sich für eine Zeitrente entschieden hatten, sie gingen davon aus, dass sie sowieso nicht älter als 85 werden würden. Grundsätzlich begrüßen die beiden FH-Forscher die Wahlfreiheit zwischen Zeit- und Leibrente. „Das Experiment hat auch gezeigt, dass Menschen sich leichter für eine private Altersvorsorge entscheiden, wenn sie die freie Wahl haben“, betont Prof. Beenken. Die FH-Professoren fordern allerdings, das Mindestalter für Zeitrenten auf 95 Jahre anzuheben. „Bei einem Endalter von 85 besteht ein großes Enttäuschungsrisiko“, warnt Prof. Linnenbrink. Prof. Beenken ergänzt: „Es geht nicht nur um finanzielle Rationalität, sondern auch um die psychische Belastung, als hochbetagte Person plötzlich den Lebensstandard zu verlieren.“

Für drei Tage kamen an der FH Dortmund Studierende und Unternehmen zu einem Makerthon zusammen. Ziel war es, praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Produktionswirtschaft zu entwickeln. Die konkreten Aufgaben wurden im Vorfeld aus dem Netzwerk von In|Die RegionWestfalen eingeworben und direkt von Unternehmen aus der Region eingebracht. Vom 17. bis 19. Februar 2026 arbeiteten die teilnehmenden Studierenden in interdisziplinären Teams an realen Herausforderungen aus der industriellen Praxis und entwickelten dafür innovative Konzepte.
Als Gewinnerteam setzte sich die Gruppe um die ITB GmbH durch. Die Gruppe entwickelte eine digitale Lösung zur gezielten Identifizierung von Mitarbeitenden mit spezifischen Skillprofilen und deren passgenauer Zuordnung zu geeigneten Projekten. Hierfür programmierte das Team eine eigene Software, die Kompetenzen transparent macht und Projektanforderungen intelligent mit vorhandenen Fähigkeiten abgleicht. Die Jury würdigte insbesondere den hohen Praxisbezug und das Potenzial zur direkten Anwendung im Unternehmensalltag. Für seine Leistung erhielt das Team zusätzlich 500 Euro Preisgeld. Die Teams auf den Plätzen zwei und drei erhielten 300 bzw. 200 Euro.
Auch die beteiligten Unternehmen zogen ein positives Fazit. Jan-Niclas Schöning von der Innovative Systems GmbH resümierte: „Für uns war das eine großartige Möglichkeit, neue Perspektiven auf unsere Fragestellungen zu gewinnen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht – der Makerthon hat uns geholfen, aus gewohnten Unternehmenslogiken und Routinen auszubrechen.“ Vor allem bot der Makerthon den Studierenden einen direkten Zugang zur Wirtschaft. Die Teilnehmenden konnten wertvolle Kontakte zu Unternehmen knüpfen, ihre Ideen vor einer Fachjury präsentieren und konkrete Einblicke in industrielle Abläufe und Potenziale gewinnen. Veranstaltet wurde das innovative Format von In|Die RegionWestfalen in Kooperation mit der FH Dortmund und der NRW.Bank. Das Verrocchio Institut strukturierte den Prozess von der Problemdefinition über Kreativmethoden bis hin zur Ausarbeitung tragfähiger Geschäfts- und Umsetzungskonzepte.

Die Sprach-KI-Alternative „IPPOLIS Chat“ der FH Dortmund ist bedeutend kleiner, sparsamer und sicherer als ihre weltbekannten Pendants Gemini, Claude, ChatGPT und Copilot. Außerdem verfügt sie über exklusives FH-Dortmund-Wissen. Es begann Anfang 2022 als Chatbot-Projekt von Prof. Dr. Sven Jörges und Andre Maria Cordes für die Informatik-Studierenden der FH Dortmund. Der Bot sollte bei allgemeinen Fragen zum Studium helfen und auf hilfreiche Infos und Angebote verlinken. Die Funktionsweise war vergleichsweise einfach: Zu jeder Userfrage sollte aus dem Pool aller Antworten die passende gefunden und angezeigt werden. Im November 2022 veröffentlichte OpenAI das Large-Language-Model ChatGPT und entfesselte einen beispiellosen KI-Siegeszug. Mit einem Mal sah jeder Chatbot alt aus. Nach einer kurzen Übergangsphase stellte das Team um Prof. Jörges den Chatbot ein und konzentrierte sich auf Variante mit generativer KI. Mit Erfolg: Als „Info-GPT“ ist das Ergebnis nun für die Studierenden online, hilft bei Fragen zu Lehrveranstaltungen, gibt Tipps zu Aufgaben und Projekten, stellt Lernressourcen zur Verfügung, findet Ansprechpersonen und einiges mehr. Mit ein bis zwei Updates pro Semester bleibt das verfügbare Wissen aktuell.
Mit den Bergen von Wissen, die Claude, Copilot und ChatGPT abschöpfen können, will sich das FH-Geschöpf nicht messen. „Aber es gibt Bereiche, in die die großen LLMs nicht hineinschauen können“, sagt Prof. Jörges. „Die FH Dortmund ist so ein Bereich. Wenn es darum geht, kann unser Info-GPT sehr hilfreich sein.“
Und dafür benötigt Info-GPT keine umweltbelastenden Serverfarmen in der Landschaft oder KI-Satelliten im Orbit wie die großen KI-Dienste. Stattdessen reichen ein Server und eine Grafikkarte, um die aktuelle Auslastung von bis zu 50 Anfragen gleichzeitig locker bedienen zu können. Weil die Hardware am Standort steht, dringen auch keine Daten in die Welt. Safe, smart und sustainable.
„IPPOLIS Chat“ ist eines von vier Teilprojekten des IPPOLIS-Projekts und wird gefördert von der Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“. IPPOLIS steht für „Intelligente Unterstützung projekt- und problemorientierter Lehre und Integration in Studienabläufe“. Es soll am Fachbereich Informatik neue KI-nutzende Lernunterstützungen fördern. Bei einer größeren Fallstudie im Kurs „Data Science Projekt“ im Oktober wurden alle vier Teilprojekte zusammen eingesetzt, um Studierenden den Alltag eines Data Scientist näher zu bringen, inklusive geführtes Vorgehen durch „IPPOLIS Scaffolds“, statistische Erhebung mit „IPPOLIS Analyse“, Austausch mit Experten/Industriepartnern über Chatbots und des Verfassens eines wissenschaftlichen Berichts mit „IPPOLIS Write“.

An der TU Dortmund werden im Förderjahr 2025/26 insgesamt 233 engagierte und leistungsstarke Studierende durch das Deutschlandstipendium unterstützt, das von 59 Förderern aus Wirtschaft, Stiftungen und Gesellschaft getragen wird. Im Rahmen der traditionellen Stipendienfeier im Westfälischen Industrieklub hatten die Stipendiat:innen die Möglichkeit, ihre Stifter:innen persönlich kennenzulernen und sich auszutauschen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten fünf neue Förderer gewonnen werden, zudem haben einige bestehende Stifter:innen ihre Unterstützung erhöht. Zu den größten Förderern zählen unter anderem die Sparkasse Dortmund, die Wilo-Foundation, die Bernd Jochheim Stiftung, die RAG-Stiftung, die Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Dortmund, die Alumni der Informatik Dortmund sowie die Leue & Nill GmbH & Co. KG.
Das Deutschlandstipendium besteht an der TU Dortmund seit dem Wintersemester 2011/2012. Gefördert werden Studierende mindestens zwei Semester lang mit monatlich 300 Euro, die jeweils zur Hälfte vom Bund und privaten Förderern finanziert werden. Grundlage der Auswahl sind sowohl sehr gute Studienleistungen als auch Engagement über das Studium hinaus, etwa in sozialen Projekten, sowie besondere persönliche, soziale oder familiäre Umstände.
Im Rahmen der Feier wurde außerdem die Informatikstudentin Antonia van Ophuysen mit dem Soroptimist-Förderpreis ausgezeichnet. Julia Meyer-Kleinmann, Präsidentin des Soroptimist International Club Dortmund, würdigte dabei „ihre ausgezeichneten Leistungen im Informatikstudium sowie ihr ehrenamtliches Engagement, insbesondere den Einsatz für Nachhaltigkeit an der TU Dortmund und die Förderung von Frauen in MINT-Fächern.“ Antonia van Ophuysen engagierte sich unter anderem als Referentin für Nachhaltigkeit und Mobilität im AStA, im Senat und Studierendenparlament der TU Dortmund, im Fakultätsrat und in der Nachhaltigkeitskommission der Fakultät für Informatik sowie als Mentorin im Projekt „MinTU – Mädchen in die TU Dortmund“.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer, Vize-Europameister, absolvierte im Rahmen eines Lehrgangs und vor dem Länderspiel gegen Ägypten in der Westfalenhalle mehrere Trainingseinheiten im Fitnessförderwerk der TU Dortmund. Rektor Prof. Manfred Bayer, Kanzler Markus Neuhaus und Dezernentin Maxie Bethge besuchten das Team beim Training und überreichten einen TU-Ball als Willkommensgruß. Auf der Suche nach einem geeigneten Fitnessstudio in der Nähe ihres Dortmunder Hotels wurde der Deutsche Handballbund auf das Fitnessförderwerk des Hochschulsports aufmerksam. „Marvin Verwiebe, der Organisationsmanager der Nationalmannschaften, hat mich angerufen und gefragt, ob die Mannschaft bei uns trainieren kann, was wir natürlich gerne möglich gemacht haben“, berichtet Christoph Edeler, Leiter des Hochschulsports der TU Dortmund. An drei Vormittagen nutzte das Team um Bundestrainer Alfred Gislason die Einrichtungen für Athletik-, Kraft- und funktionelles Training. „Unsere hervorragende Ausstattung und die vielen Geräte und Trainingsbereiche haben den Handballbund direkt überzeugt. Zudem ist ausreichend Platz für eine so große Trainingsgruppe“, erläutert Edeler.
Für einige Nationalspieler ist das Umfeld teilweise vertraut, da sie parallel zu ihrer sportlichen Laufbahn studieren, wenn auch an unterschiedlichen Hochschulen. Rückraumspieler Julian Köster beschreibt den Spagat zwischen Profisport und Studium: „Ich habe zu Hause ganz früh gelernt, dass Bildung ein extrem wertvolles Gut ist. Ich habe jetzt das Glück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen kann, aber ich weiß, dass die Zeit als Handballprofi begrenzt ist. Um nach dieser Karriere einen guten Start ins Berufsleben zu haben, habe ich mich entschieden, parallel zu studieren.“ Zur Verbindung von Studium und Sport sagt er außerdem: „Auch im Studium kommt es immer wieder zu Drucksituationen, wenn du bei einer Klausur auf den Punkt bereit sein musst. Das kenne ich vom Handball – auch da musst du am Spieltag zu einer bestimmten Uhrzeit einfach da sein und performen. Die Erfahrung hilft mir im Studium. Umgekehrt lerne ich Fähigkeiten, die mir im Handball helfen – strukturiertes Arbeiten ist ein gutes Beispiel.” Die TU Dortmund unterstützt als Partnerhochschule des Spitzensports studierende Athlet:innen dabei, Studium und Leistungssport miteinander zu vereinbaren und fördert damit eine duale Karriere.

Nach sechs Jahren digitaler Forschung und virtuellen Experimenten haben das Dortmunder U und das storyLab kiU das Projekt „Page 21“ abgeschlossen und den Immersiven Raum vorgestellt. Im Projekt untersuchte das Team um Harald Opel, wie immersive Technologien als narrative und vermittelnde Werkzeuge für zeitgenössische Kunst und Museen eingesetzt werden können. „Immersiv bedeutet, dass man darin eintauchen, sich als Teil des Geschehens fühlen kann, zum Beispiel mit 3D-Darstellungen und VR-Brillen. Narrativ bedeutet erzählend. Vermittelnd bedeutet verständlich machen. Nachhaltig bedeutet dauerhaft und mit akzeptablem Aufwand.“ Für Neulinge wurde das Ziel so beschrieben: Das Projekt erforscht, wie man mit Computern und Beamern Bilder und Objekte aus Museen so darstellt, dass man darin eintauchen kann und sich als Teil des Kunstwerks wahrnimmt. Es sei der Versuch, alte Kunst in die Gegenwart und Zukunft zu überführen. Das Projekt versteht sich als Beitrag, die Kluft zwischen moderner digitaler Wahrnehmung und klassischer Kunst zu überbrücken und Werke verständlich zu halten. „Page 21 ist kein Abwenden von der alten Kunst, im Gegenteil, es ist Ausdruck der Überzeugung, dass diese Werke für uns nach wie vor wertvoll sind. Es ist der Versuch, sie zu retten, sie hinüberzugeleiten in unsere Welt, sie hier und jetzt wieder verständlich zu machen.“
Der Immersive Raum selbst ist eine etwa vier mal vier Meter große Fläche, umgeben von drei Wänden und mit Beamern ausgestattet, die auf Bewegungen reagieren. Besucher:innen können dadurch in projizierte Umgebungen eintauchen, Veränderungen auslösen und etwa Gebäude öffnen oder Geschichten beeinflussen. „Das Kunstwerk, das sich nur betrachten lässt, wird zu einer Geschichte, die sich spielen lässt.“ So entstehe eine neue Form der Kunstvermittlung. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung berichteten Beteiligte von den sechs Jahren Forschung. „Wir starteten damals mit vielen Fragezeichen“, sagte Regina Selter, Leiterin des Dortmunder U. „Es war für uns eine neue Welt.“ Bürgermeisterin Ute Mais betonte, dass es bei diesen neuen Erzählformen nicht darum gehe, Museen zu ersetzen: „Im Gegenteil, es ist eine Ergänzung.“ Harald Opel verglich das Projekt mit einem Palimpsest und erklärte: „Auch Kunstwerke sind keine festen, abgeschlossenen Dinge.“ Im Immersiven Raum könnten Werke im Kontext der Gegenwart neue Bedeutungen erhalten. Die Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, gemeinsam mit dem Museum Ostwall und dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte, ist nun beendet. Nicola Hülskamp vom Ministerium sagte: „Das war für uns wirklich eine große Summe für die neuen Künste“, und dankte Harald Opel: „Sie haben sich durchgebissen und dieses wunderbare Projekt vorangetrieben. Sie haben es geschafft.“ Harald Opel betonte zugleich: „Die Seite bleibt offen. Sie wächst mit jeder neuen Perspektive, mit jeder neuen Verbindung zwischen Kunst und Gegenwart.“ Der Immersive Raum ist weiterhin im Dortmunder U im Foyer während der Öffnungszeiten erlebbar, mit zehn Erzählwelten und kostenfreiem Eintritt.

Rund 60 Architekturstudierende der TU Dortmund, der FH Potsdam, der TU Eindhoven und der Universität Neapel Federico II haben im Rahmen der 14. Internationalen Frühjahrsakademie neue Konzepte für Hochhäuser an der B1 und am Wallring in Dortmund entwickelt und im Baukunstarchiv NRW präsentiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Hochhäuser Stadtviertel verbinden und zur Außenwirkung der Stadt beitragen können. „Wolkenkratzer“ prägen laut apl. Prof. Michael Schwarz das Stadtbild stark und müssen daher besonders sorgfältig geplant werden. „Bei der Planung ist diese Auswirkung besonders sorgsam zu betrachten, beispielsweise in der Nähe von historischen Kirchen oder im Zusammenspiel mit anderen wichtigen Stadtbausteinen. Zugleich können Hochhäuser eine Verbindung zum weiteren städtischen Kontext herstellen, zum Beispiel indem sie einen Platz einrahmen oder eine räumliche Begrenzung zwischen Quartieren markieren. Um ihrer besonderen Rolle gerecht zu werden, braucht es also ein übergeordnetes Konzept“, erklärt er. Gemeinsam mit apl. Prof. Olaf Schmidt wurde das Thema mit der Stadt Dortmund abgestimmt.
Die Frühjahrsakademie, die 2013 von beiden Architekten gegründet wurde, arbeitet in zehntägigen Workshops mit internationalen, hochschulübergreifenden Teams. Dabei entstehen auch langfristige Netzwerke zwischen den Studierenden. In diesem Jahr analysierten die Teilnehmer:innen den Wallring und den B1-Abschnitt zwischen Schnettkerbrücke und B236 und entwickelten darauf basierend Hochhauskonzepte. „Die Teams haben festgestellt, dass der Wallring, der weitgehend den historischen Stadtmauern folgt, über die Zeit zu einem reinen Verkehrsweg umgestaltet wurde und nun fast wie eine Barriere zwischen dem Stadtkern und den umliegenden Wohnvierteln wirkt – sowohl räumlich als auch wirtschaftlich“, erläutert Michael Schwarz. Einige Gruppen schlugen daher vor, die Innenstadt durch Hochhäuser in Anlehnung an historische Stadttore zu rahmen.
Auch die B1 wurde als trennendes Element analysiert. Ziel der Entwürfe war es laut Schwarz, die Bundesstraße stärker in den städtebaulichen Kontext einzubinden und neue stadträumliche Bezüge zu schaffen. „Da die Bundesstraße auch überregional eine wichtige Ost-West-Achse bildet und publikumsstarke Orte wie die Westfalenhallen oder das Stadion anbindet, haben die Teams die Stadtgrenzen architektonisch miteinbezogen, um Reisenden durch neue Akzente einen starken ersten Eindruck sowie ein einprägsames Abschlussbild von Dortmund zu vermitteln. Darüber hinaus fügen sie die B1 in ihren Konzepten in den städtebaulichen Kontext ein, indem sie mit einzelnen Hochhäusern gezielt Beziehungen zu den angrenzenden Vierteln herstellen, beispielsweise am Westfalenpark.“ Die Ergebnisse wurden öffentlich im Baukunstarchiv NRW vorgestellt und mit 3D-Computermodellen erarbeitet. Die Dokumentation wird der Stadt zur Verfügung gestellt. „Durch den intensiven Austausch ergeben sich diverse Vorteile für beide Seiten. So profitieren die Studierenden von der praxisnahen Arbeit mit aktuellen Themen der Stadtentwicklung. Durch die öffentliche Präsentation der Ergebnisse können gegebenenfalls einzelne Projekte oder relevante Teile daraus in weitere Überlegungen der Planungsverwaltung einfließen oder zumindest Anregungen liefern“, sagt Olaf Schmidt. Auch 2027 soll die Internationale Frühjahrsakademie erneut stattfinden.

Die TU Dortmund und die Universität Bonn bauen gemeinsam das „AI Center for Entrepreneurship NRW“ (AICE.NRW) auf, das im Januar 2026 gestartet ist und mit 1,5 Millionen Euro über drei Jahre durch das Land NRW und die EU im Rahmen des Programms „Start-up Fokuszentren.NRW“ gefördert wird. Ziel ist es, Hochschulen in Nordrhein-Westfalen dabei zu unterstützen, Gründungen im Bereich Künstliche Intelligenz gezielt zu fördern und bestehende Beratungsstrukturen weiterzuentwickeln. Das Zentrum setzt dabei vor allem an der Qualifizierung von Gründungsberater:innen an Hochschulen an, die durch Schulungen, Trainings und Weiterbildungen besser in die Lage versetzt werden sollen, KI-Start-ups zu begleiten. „Viele Forschende verfügen über exzellentes KI-Know-how, stoßen bei der Überführung ihrer Ideen in tragfähige Geschäftsmodelle jedoch auf Herausforderungen. AICE.NRW setzt genau an dieser Schnittstelle an und unterstützt die Start-up-Coaches in NRW dabei, den Weg von der Forschung in die Gründung wirksam zu begleiten. Die TU Dortmund und die Universität Bonn arbeiten in der KI-Forschung bereits sehr eng zusammen und wir freuen uns, hierauf aufbauend die landesweite Kompetenz- und Vernetzungsplattform zur KI-spezifischen Gründungsberatung zu etablieren“, sagt Sandra Speer. Dr. Ronald Kriedel betont: „AICE.NRW ist die Antwort auf die Fragmentierung im KI-Transfer. Statt auf isolierte Einzelmaßnahmen zu setzen, etablieren wir ein landesweites Betriebssystem für die KI-Gründungsunterstützung. Wir befähigen die bestehenden Strukturen an über 30 Hochschulstandorten gezielt dazu, hochkomplexe Vorhaben fachspezifisch zu begleiten. Indem wir Wissen orchestrieren und den Zugang zu Infrastruktur bündeln, machen wir NRW zum Schrittmacher für KI-Innovationen in Europa.“ Im ersten Projektschritt wird die KI-Hochschullandschaft in NRW analysiert, um Potenziale, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Gründungsförderung abzuleiten. Darauf aufbauend entstehen neue Angebote, die sich an den Bedarfen von Hochschulen und Gründer:innen orientieren. Dabei werden KI-Start-ups nach Reifegrad und Intensität in KI-Deep-Techs, KI-Enabled Start-ups und Start-ups mit KI-Nutzung unterschieden, die jeweils unterschiedlich betreut werden müssen. Die Gründungsberater:innen sollen hierfür durch Train-the-Trainer-Programme speziell qualifiziert werden. AICE.NRW baut auf bestehenden Hochschulstrukturen sowie landes- und bundesweiten KI-Netzwerken wie AI-Nation, Start-up Hub Startplatz, KI.NRW und AI Village auf und integriert Expertise aus Forschung und Gründungsförderung, unter anderem aus dem Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Ziel ist eine landesweite Servicestelle für „KI-Beratung und Support“, die KI-Start-ups von der Technologievalidierung bis zum Markteintritt begleitet und den Austausch zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Start-up-Ökosystem stärkt. Ergänzend werden mit „Female Academic Entrepreneurs NRW (FACE.NRW)“ und „Climate Innovation.NRW“ zwei weitere Fokuszentren im Programm gefördert.

Die Fachhochschule Dortmund punktet mit herausragenden Angeboten für den Berufseinstieg: Für ihr kostenfreies „ICDL“-Kursangebot wurde die Hochschule nun als „Zentrum für Digitale Kompetenzentwicklung“ ausgezeichnet. Studierende können im Career Service wichtige digitale Fähigkeiten für ihren Lebenslauf erwerben – von Datenschutzfragen bis hin zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ob für die Abschlussarbeit oder später im Job – fundierte digitale Kompetenzen sind heute unerlässlich. Der Career Service der FH Dortmund bietet Studierenden deshalb die Möglichkeit, sich in speziellen ICDL-Kursen (International Certification of Digital Literacy) weiterzubilden. Das Angebot wurde nun durch die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik gewürdigt. Bei einer Feierstunde in Köln erhielt die FH Dortmund die offizielle Auszeichnung als „Zentrum für Digitale Kompetenzentwicklung“. „Wir möchten unseren Studierenden nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern ihnen ganz konkrete Werkzeuge für ihren erfolgreichen Berufseinstieg mitgeben“, erklärt Jörg Broer, Lehrbeauftragter an der FH Dortmund. Er hat das ICDL-Kursangebot an der Fachhochschule maßgeblich mitentwickelt. „Die Auszeichnung bestätigt, dass wir mit unserem praxisnahen Zertifikatsprogramm genau auf dem richtigen Weg sind und den Nerv der modernen Arbeitswelt treffen.“ Der ICDL fungiert als weltweit etablierter Standard, um digitale Fähigkeiten valide, messbar und vergleichbar nachzuweisen. An der FH Dortmund umfasst das Programm derzeit zehn Module. Die Themenbandbreite ist groß: Sie reicht von Grundlagen in Office-Anwendungen und Projektplanung über Datenschutz nach DSGVO bis hin zu alltäglicher IT-Sicherheit und Medienkompetenz. Die erworbenen Fähigkeiten lassen sich unmittelbar im Studium und im späteren Berufsalltag anwenden. Für die Studierenden der FH Dortmund ist die Teilnahme an diesen karrierefördernden Kursen inklusive Prüfungen komplett kostenfrei. „Außerhalb der Hochschule werden für Kurse und Zertifikate gern mehr als 1.000 Euro aufgerufen“, betont Miriam Klappert vom Career Service. „Besonders stolz sind wir auf die stetige Weiterentwicklung unserer Inhalte“, ergänzt Jörg Broer. „Ab Herbst 2026 werden wir das neue ICDL-Modul zur Künstlichen Intelligenz anbieten und damit die Fachkräfte von morgen auf eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien unserer Zeit vorbereiten“ Dass das Konzept ankommt, belegen die Zahlen: In den vergangenen 19 Jahren wurden an der FH Dortmund bereits mehr als 7.000 ICDL-Prüfungen erfolgreich abgelegt.

Im Projekt „CargoTrailSense_AI“ hat ein Team der FH Dortmund eine Sensorlösung für Lkw-Trailer entwickelt, die Logistikprozesse verbessern und gleichzeitig die Straßeninfrastruktur entlasten soll. Das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen und hat Ergebnisse geliefert, die bereits das Interesse des Bundesamtes für Straßen- und Verkehrswesen geweckt haben. Die Trailer wurden mit Dehnungsmessstreifen, Beschleunigungssensoren und intelligenter Auswertungssoftware ausgestattet und in Zusammenarbeit mit Speditionen sowie dem Partner ContiTech mit Sensoren in Luftfederbelägen auf realen Routen getestet.
Die Ergebnisse zeigen eine sehr hohe Genauigkeit bei der Bestimmung der Lastverteilung: Die Abweichung gegenüber einer Waage lag im kalibrierten Trailer unter einem Prozent. Dadurch könnten Wartezeiten an Waagen entfallen, während die Lastverteilung während der Fahrt kontinuierlich überwacht wird. Zudem ermöglicht das System eine vorausschauende Wartung, da Verschleiß an Reifen oder Defekte an Bremsen frühzeitig anhand von Sensordaten erkannt werden können. Auch Überladungen und damit verbundene Bußgelder lassen sich so vermeiden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nutzung der Trailer als „Straßenscanner“. Das System kann während der Fahrt den Straßenzustand berechnen und erreicht dabei eine KI-gestützte Genauigkeit von 80 Prozent. Diese Daten liefern Straßenbauer:innen wertvolle Informationen über Schäden und tatsächliche Belastungen von Fahrbahnen und können für Instandhaltung und Planung genutzt werden. Im Vergleich zu bisherigen punktuellen Messungen in der Straße ermöglicht das System eine mobile und kontinuierliche Datenerhebung. Besonders relevant ist dabei die Erfassung der dynamischen Achslast, die für die Straßenabnutzung entscheidender ist als das statische Gewicht. Das System schließt damit eine wichtige Datenlücke im Güterverkehr.
Trotz der positiven Ergebnisse steht die Technologie noch vor Herausforderungen bei der Serienreife, insbesondere bei den Kosten. Diskutiert werden daher Anreize wie Maut-Nachlässe für Speditionen, die das System nutzen und Daten bereitstellen.

Studierende der FH Dortmund können im Sommersemester 2026 erstmals Wahlpflichtmodule in anderen Bachelor-Studiengängen belegen und sich anrechnen lassen. Was für Masterstudierende schon seit vielen Jahren möglich ist, gilt nun auch für vier Bachelorstudiengänge. Alle Studierenden der Bachelorstudiengänge der Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik können Wahlpflichtmodule aus anderen BA-Studiengängen belegen und sich auf die Studienleistung anrechnen lassen. Teilnehmen können Studierende der vier Studiengänge Biomedizintechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Energiewirtschaft und Energiedatenmanagement, die im vierten oder einem höheren Semester sind. Sie können jeweils aus mehreren Modulen der anderen beteiligten Studiengänge wählen. Weitere Studiengänge sollen folgen. So eignen sich Studierende interdisziplinäres Wissen an, lernen andere Lehrende und deren Methoden kennen, bauen ihr Netzwerk zu Studierenden anderer Studiengänge aus, arbeiten in ihnen bisher unbekannten Laboren und vergrößern ihr Spektrum an Themen für Projekt- und Abschlussarbeiten. Federführend bei der Umsetzung des Angebots ist die Ruhr Metropolitan School (RMS) in Kooperation mit Prof. Dr. Bernd Runge, Dekan im Fachbereich Elektrotechnik. „Die Fachdisziplinen sind auf dem aktuellen Arbeitsmarkt und auch in der Forschung stark miteinander verwoben“, erläutert Prof. Runge. „Da ist es naheliegend, dies auch curricular abzubilden und unseren Bachelor-Studierenden interdisziplinäre Angebote zu machen.“

