
Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern.
In dieser Ausgabe finden Sie zahlreiche Berichte zu kulturellen Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerten, Preisverleihungen und vieles mehr.
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Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund lädt am Sonntag, 7. Juni 2026, von 12 bis 18 Uhr zum inklusiven Familienfest „KJT feiert Vielfalt“ in die Sckellstraße 5 ein. Der Eintritt ist frei. Im Mittelpunkt stehen Inklusion, Gemeinschaft und gemeinsames Erleben. Eingeladen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderungen, ihre Familien, Freund*innen und alle Interessierten.
Über den Tag hinweg gibt es verschiedene Workshops und Mitmach-Angebote, bei denen Theater auf unterschiedliche Weise ausprobiert werden kann. Kinder ab 2 Jahren können gemeinsam mit einer Begleitperson spielerisch erste Theatererfahrungen sammeln, wobei Bewegung, Fantasie und das Ausprobieren von Rollen im Vordergrund stehen. Für Kinder ab 7 Jahren geht es um Mut, Spielfreude und das Entdecken eigener Stärken, inspiriert von der Produktion „I NEED A HERO“ von Camilla Pölzer, wobei eigene Ideen zu Held*innen und besonderen Fähigkeiten in Einfacher Sprache entwickelt werden. Jugendliche ab 12 Jahren können sich am Nachmittag im Improvisationstheater ausprobieren, wobei ohne Vorkenntnisse spontane Szenen und Geschichten entstehen; dieser Workshop wird von Jugendlichen aus dem Jugendclub des KJT geleitet.
Ergänzend gibt es zahlreiche offene Mitmach-Aktionen wie Verkleiden, Schminken, Fahrten mit Bobby Cars und Pedalos sowie das Gestalten eines Gemeinschaftsbildes. Das Spielmobil des Stadtsportbunds bietet zusätzliche Bewegungsangebote. Das Ensemble des KJT ist vor Ort und lädt zum Austausch und kreativen Mitmachen ein. Für Verpflegung sorgen ein Foodtruck, ein Waffelstand und ein Coffee-Bike.
Das Familienfest markiert den Abschluss eines dreijährigen Entwicklungsprozesses im Bereich Inklusion und Barrierefreiheit, der mit Unterstützung des Förderprogramms „Neue Wege. Kommunale Theater & Orchester in NRW“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt wurde. Dabei wurden neue inklusive Angebote und Formate entwickelt, die kulturelle Teilhabe und gemeinsames Theatererleben stärken.

Am 06. Juni 2026 lädt der Verein Kunst und Kultur im Kaiserviertel e. V. zu einem Gedichteflohmarkt mit Kunstversteigerung am Kaiserbrunnen ein. Versteigert werden sowohl künstlerisch bearbeitete Gedichte aus den Kulturstoppern als auch originale Kunstwerke von Dortmunder Künstler:innen aus dem Unionviertel, die zuvor im Rahmen des Projekts „West-Ost-Art“ in den Kulturstoppern des Kaiserviertels ausgestellt waren. Ziel des Projekts ist es, Kunst und Kultur aus dem Dortmunder Westen und Osten miteinander zu verbinden.
Der gesamte Erlös der Versteigerung geht zu 100 Prozent an das SOS-Kinderdorf im Kaiserviertel, das an diesem Tag ebenfalls vor Ort ist. Für Kinder werden zusätzlich Spiel- und Malangebote bereitgestellt. Ab 14 Uhr können die Kunstwerke besichtigt werden, die Versteigerung beginnt um 14.30 Uhr und läuft bis 16 Uhr, danach können weiterhin Gebote abgegeben und Werke erworben werden. Im Anschluss organisiert die Werbegemeinschaft Kaiserstraße e. V. ein DJ-Picknick am Kaiserbrunnen.

Am Sonntag, 7. Juni 2026, um 18 Uhr präsentiert KLANGVOKAL im Konzerthaus Dortmund Gaetano Donizettis Grand opéra „La favorite“ als konzertantes Opernereignis. Das Werk verbindet italienischen Belcanto mit französischer Klangpracht und erzählt eine Geschichte von Liebe, Macht und Verrat, in deren Zentrum Léonor steht, die als Geliebte des Königs zwischen ihren Gefühlen für den jungen Mönch Fernand und politischen sowie persönlichen Konflikten hin- und hergerissen ist. Die Oper entfaltet sich als Musikdrama mit Arien, Duetten und großen Chorszenen.
Das Festival setzt dabei auf eine internationale Starbesetzung: Die Mezzosopranistin Varduhi Abrahamyan singt die Rolle der Léonor, Kang Wang übernimmt die Partie des Fernand und Vito Priante verkörpert König Alphonse XI. Am Dirigentenpult steht Antonino Fogliani, begleitet vom WDR Funkhausorchester und dem WDR Rundfunkchor. Gemeinsam gestalten sie einen Opernabend, der als Höhepunkt des Festivals angekündigt wird und die besondere KLANGVOKAL-Handschrift in Form seltener konzertanter Opernproduktionen trägt. Karten für die Aufführung sind zu Preisen zwischen 20 und 65 Euro erhältlich.

Am Donnerstag, 28. Mai, um 19 Uhr lädt die Volkshochschule Dortmund zu einem Vortrag mit Lesung in die vhs Dortmund an der Kampstraße 47 ein. Im Mittelpunkt steht die „Causa Woelbing“ und damit die verdrängte NS-Vergangenheit des Lehrers Hans Woelbing, der 1933 die Bücherverbrennung in Dortmund mitorganisierte und nach dem Krieg unbehelligt Karriere machte. Am 30. Mai 1933 wurden auf dem Dortmunder Hansaplatz im Zuge der nationalsozialistischen Bücherverbrennung zahlreiche Bücher verbrannt, an der Woelbing als Akteur beteiligt war. Er unterrichtete ab 1928 am damaligen Bismarck-Realgymnasium, dem heutigen Max-Planck-Gymnasium, und setzte nach dem Krieg seine Laufbahn in Zweibrücken fort, engagierte sich in mehreren Parteien und leitete später eine Bibliothek.
Die Lesung, die sich mit der verdrängten NS-Vergangenheit und dem gesellschaftlichen Umgang mit historischen Verstrickungen beschäftigt, wird von der Hagener Autorin Dr. Birgit Ebbert aus ihrem Roman „Brandbücher“ gestaltet. Sie basiert auf ihren Recherchen und zeichnet die Atmosphäre der Zeit sowie die Ereignisse rund um Hans Woelbing nach. Der Eintritt ist frei.
Ergänzend informiert die Ausstellung „Verbrannte Orte – Bücherverbrennung 1933 in Deutschland“ in der vhs Dortmund über die Bücherverbrennung auf dem Hansaplatz und ist bis zum 3. Juni montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr im 1. Obergeschoss zu sehen.

„Highlights der Konzertgitarre“ präsentiert der mehrfach preisgekrönte Gitarrist Juan Carlos Arancibia Navarro am Dienstag, 2. Juni, 19:30 Uhr in der Ev. St. Mariengemeinde Dortmund. Zu hören gibt es bei diesem Sonderkonzert der Reihe „Gitarrenmusik in der Marienkirche“ Musik von Johann Sebastian Bach, Niccolò Paganini und Paco de Lucía.
Das Konzert führt durch die unterschiedlichen Klangwelten der Konzertgitarre und verbindet Barock, Romantik sowie lateinamerikanische und spanische Musik zu einem abwechslungsreichen Programm. Von kunstvollen Kontrapunkten über lyrische Melodien bis hin zu südamerikanischen Rhythmen und temperamentvollem Flamenco erwartet das Publikum ein facettenreicher Konzertabend, der die Vielseitigkeit des Instruments eindrucksvoll präsentiert. Tickets gibt es ab 15 Euro im Vorverkauf.

Am Sonntag, 31. Mai, geht die Veranstaltungsreihe „Seebühne am Sonntag“ im Westfalenpark Dortmund weiter. Ab 15 Uhr ist der Gospelchor „Spirit of Music“ zu Gast und sorgt mit rund 55 Sänger:innen für ein musikalisches Erlebnis im Freien. Das Repertoire umfasst Gospels, Worship-Songs, Eigenkompositionen sowie bekannte Popmelodien. Kraftvolle Stimmen, emotionale Arrangements und generationsübergreifender Chorklang sollen für besondere Stimmung und Gänsehautmomente sorgen.
Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, die ein entspanntes Kulturerlebnis in der Natur rund um den Buschmühlenteich bietet. Die Tribüne am See stellt Sitzplätze mit Blick auf Bühne und Parklandschaft zur Verfügung. Der Eintritt ist im regulären Parkeintritt enthalten.
Die Reihe „Seebühne am Sonntag“ verbindet Musik und Schauspiel in besonderer Umgebung und bietet hochkarätige Unterhaltung. Weitere Termine sind am 6. und 20. September geplant.

Am Freitag, 29. Mai um 19.30 Uhr findet im Haus Schulte-Witten an der Wittener Straße 3 der literarisch-musikalische Abend „Umstrittene Werke der Weltliteratur“ statt. Schauspieler:in Claudia Gahrke und Pianist Marius Pietruszka gestalten eine WortRevue zum Thema Zensur und Gedankenfreiheit. Der Eintritt ist frei, beim Austritt sind Spenden willkommen.
Im Mittelpunkt stehen Werke und Autor:innen, die im Laufe der Jahrhunderte auf Widerstand stießen, unter anderem von Galileo Galilei bis Gustave Flaubert. Thematisiert werden Verbote, Gerichtsverfahren und öffentliche Skandalisierung, mit denen versucht wurde, missliebige Gedanken zu unterdrücken, die jedoch häufig dazu führten, dass die Werke weitergelesen wurden und später zu Klassikern der Weltliteratur wurden. Claudia Gahrke und Marius Pietruszka greifen dazu in den „literarischen Giftschrank“ und berichten von einstigen Skandalbüchern und ihren Verfasser:innen. Zu hören sind Texte unter anderem von Bret Easton Ellis, Loriot, Charles Baudelaire, Vladimir Nabokov, Gustave Flaubert, Salman Rushdie und Thomas Bernhard.
Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Voranmeldung erforderlich per E-Mail an schultewittenhaus@stadtdo.de oder telefonisch unter 0231 50-23237.

Star-Tenor Pene Pati tritt am Freitag, 29. Mai 2026, um 19.30 Uhr im Reinoldihaus Dortmund beim KLANGVOKAL Musikfestival auf und präsentiert gemeinsam mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro neapolitanische Canzoni. Im Mittelpunkt des Abends stehen bekannte Lieder wie „’O sole mio“ und „Funiculì, Funiculà“, die von Sehnsucht, Temperament und mediterraner Lebensfreude geprägt sind. Pati ist für seine strahlende Stimme, charismatische Bühnenpräsenz und große Ausdruckskraft bekannt und gilt als einer der faszinierendsten Opernstars der Gegenwart. Er hat internationale Opernbühnen erobert und debütiert kurz nach dem Dortmunder Auftritt an der Mailänder Scala in der Rolle des Edgardo in Donizettis „Lucia di Lammermoor“, zudem wird er in Paris, New York und Berlin gefeiert. Bereits sein Klangvokal-Debüt 2021 wurde von den Ruhr Nachrichten als Auftritt eines „Bilderbuch-Verdi-Tenors“ mit „makellos geführter Stimme“ beschrieben. Begleitet wird er von Il Pomo d’Oro, einem international renommierten Ensemble, das mit rhythmischer Raffinesse, leuchtenden Klangfarben und Spielfreude überzeugt und das Publikum musikalisch nach Neapel entführt. Sein Album „Serenata a Napoli“ wurde international positiv bewertet, unter anderem von der Fachzeitschrift „Gramophone“, die die intime Ausdruckskraft und musikalische Wärme hervorhob. Das Programm begeisterte bereits im Mai rund 1500 Besucher:innen im Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Karten sind zu 25, 32, 39,50 und 49,50 Euro erhältlich.

Im Nachbarschaftstreff der Spar- und Bauvereins eG wurde in Kooperation mit dem Caritasverband ein partizipatives Theaterprojekt im Althoffblock umgesetzt, bei dem zehn Anwohner:innen im Alter von 11 bis 80 Jahren gemeinsam ein Stück mit dem Titel „Zeit“ entwickelt haben. Das Projekt wurde von der Theaterpädagogin Anna-Sophia Zimniak geleitet und hatte das Ziel, Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zusammenzubringen und kulturelle Beteiligung zu fördern. Unterstützt wurde die Umsetzung durch die SPARBAU Stiftung gGmbH.
Inhaltlich beschäftigt sich das Theaterstück mit verschiedenen Facetten von Zeit, darunter Fragen nach zu viel oder zu wenig Zeit, der individuellen Zeitgestaltung sowie Veränderungen, die entstehen, wenn Zeit bewusst wahrgenommen wird. Die Premiere fand am 17. Mai im Innenhof des Nachbarschaftstreffs statt, wobei bewusst auf eine klassische Bühnenform verzichtet wurde.
Aufgrund der hohen Nachfrage wird am Mittwoch, dem 4. Juni, um 15 Uhr eine weitere kostenfreie Aufführung im Innenhof der Steubenstraße 16 angeboten. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 0231 7214970 oder per E-Mail an nachbarschaftstreff@caritas-dortmund.de möglich.

Die BVB-Gründerkirche war am Christi-Himmelfahrtswochenende auf dem 104. Katholikentag in Würzburg unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ vertreten. Auf Einladung der Bertelsmann Stiftung nahm das Team als Pilotprojekt des Programms „Soziale Orte“ an einem gemeinsamen Stand teil und berichtete von großem Interesse, vielen Besucher:innen sowie zahlreichen Gesprächen rund um die Themen Gemeinschaft, Kirche und Fußball.
Ein besonderer Blickfang war ein von Papst Leo XIV. gesegnetes und signiertes BVB-Trikot, das am Stand ausgestellt wurde. Außerdem konnten Besucher:innen mithilfe einer VR-Brille einen virtuellen Rundgang durch die umgebaute Kirche erleben und so Einblicke in das Projekt erhalten.
Ein weiteres Highlight war der schwarzgelbe Fannachmittag am Samstag mit der BVB-Legende Günter Kutowski, der mit einer Autogrammstunde und Gesprächen am Stand begann. Anschließend fand im Biertümpel in Würzburg ein Programm mit einem Interview mit Karsten Haug und Günter Kutowski, moderiert von BVB-Stiftungsmanagerin Maike Vollmer, statt. Ergänzt wurde der Tag durch ein BVB-Quiz sowie das gemeinsame Schauen des letzten Saisonspiels von Borussia Dortmund in Bremen.
Die BVB-Gründerkirche zieht ein positives Fazit des Wochenendes und bedankt sich bei allen Beteiligten für den gelungenen Austausch auf dem Katholikentag.

Die Wintergalerie im ehemaligen Kaufhofgebäude am Dortmunder Westenhellweg wurde am 22. Mai geschlossen. Zuvor fand am 20. Mai um 17 Uhr eine offene Finissage statt. Das Projekt wurde unter der Trägerschaft der AWO Dortmund gemeinsam mit über 20 Künstler:innen umgesetzt, die seit Mitte Dezember eine Pop-Up Galerie betrieben haben.
Die Wintergalerie entwickelte sich zu einem Erfolgsprojekt, das wöchentlich rund 1.000 Besucher:innen anzog, die Kunst entdecken, Werke erwerben und sich inspirieren lassen konnten. Durch ein sozio-kulturelles Begleitprogramm wurde kulturelle Vielfalt sichtbar gemacht, das leerstehende Gebäude belebt und die Innenstadt an diesem zentralen Ort aufgewertet.
Bei der Finissage wurde den Unterstützer:innen des Projekts gedankt, darunter die Stadt Dortmund, die Sparkasse Dortmund, der Cityfond des Citymanagements, die Qualitätsroute Dortmund sowie der Gebäudeeigentümer und das Gebäudemanagement. Ebenso wurde den ehrenamtlichen Helfer:innen sowie den Kunstschaffenden gedankt. Ein besonderer Dank ging an Helga Hoicke für die künstlerische Gesamtleitung und an Georg Deventer für die Programmleitung. Die AWO Dortmund wünschte allen Beteiligten für die Zukunft alles Gute.

„Es lebe der Wein, es lebe das Faß!“ – Haydn nannte seine Schlussfuge „die besoffene Fuge“. Hier wird das Leben gefeiert und besungen. Hemmungslos und lustvoll. Man kennt Haydns Schöpfung. Seine „Jahreszeiten“ kennt man kaum (oder verwechselt sie mit denen von Vivaldi). Aber das Stück ist gigantisch. Das pralle Leben. Es geht um den Menschen, sein Leben durch den Jahreslauf. Es geht um Wein und Liebe, um Ernte und Unwetter, um Jagd und Tod, Fleiß und Tanz. Göttliches taucht nur selten auf, allzu menschliches überall. So ist auch die Musik – schwer und leicht, selten göttlich, meistens menschlich.
Der Dortmunder Bachchor singt am Samstag, 30.5.2026 um 19:30 in der Reinoldikirche die „Jahresezeiten“ von Joseph Haydn. Im Rahmen des Klangvokal-Festivals. Karten gibt es unter: www.eventim.de

Das PART-Ensemble präsentiert mit „MACH MAL REPLAY“ ein Mikro-Musiktheater über das Leben im Jetzt. Mitwirkende sind Mathias Max Herrmann (Text, Performance, Portativ), Emily Wittbrodt (Violoncello) und Peter Eisold (Schlagwerk, VibraTisch, Elektronik, Harmona, Komposition). Aus minimalistischen Klangtexturen, mikroskopierten Soundpartikeln, rhythmischen Abweichungen und melodischen Anomalien entsteht eine Gedankenperformance, in der Fragen nach Lebensbewertung und Sinn gestellt werden: Wie alt muss ein Mensch noch werden, um sagen zu können, das Leben sei gut oder nicht gut gewesen? Und kann es Glück und Erfolg ohne Zukunftsverheißung geben? Die Verweigerung permanenter Selbstoptimierung wird dabei als möglicher politischer Blick zurück verstanden und im Kontext von „Post-post-Romantik“ und „degrowth“ reflektiert.
Das interdisziplinäre PART-Ensemble, gegründet 2020, widmet sich zeitgenössischer Musik zwischen Komposition und Improvisation und verbindet diese mit Tanz, Medienkunst, Theater, Film und Literatur. In diesem Jahr organisiert das bis zu 17-köpfige Ensemble monatliche Konzert-Performances unter dem Titel „Refugien“ an verschiedenen Orten in NRW. Für die Veranstaltung in der Parzelle im Depot in Dortmund hat sich aus dem Ensemble-Pool das Trio Herrmann/Wittbrodt/Eisold zusammengefunden, um ein einmaliges Musiktheaterprojekt zu realisieren. Der Eintritt ist frei. Das Ensemble sowie die Veranstaltungsreihe werden durch verschiedene Kulturinstitutionen und Förderprogramme unterstützt.

Die Dortmunder Philharmoniker widmen sich im 8. Philharmonischen Konzert Werken von Maurice Ravel, Takashi Yoshimatsu und Wolfgang Amadeus Mozart und verbinden dabei Fantasie- und Märchenwelten mit klassischer Sinfonik, virtuosen Orchesterfarben und poetischen Klangbildern. Unter der musikalischen Leitung von Nodoka Okisawa ist die Fagottistin Sophie Dervaux als Solist:in zu erleben. Maurice Ravel erschafft in „Ma mère l’oye“ eine stilisierte Kindheits- und Märchenwelt, in der Figuren klanglich zum Leben erwachen und eine expressive, fein ausgearbeitete Klangsprache entsteht. Takashi Yoshimatsus Fagottkonzert „Unicorn Circuit“ aus dem Jahr 1988 entführt in eine lyrische Fantasiereise, die von der mythologischen Figur des Einhorns beziehungsweise Kirin inspiriert ist und drei Jahreszeiten musikalisch durchläuft; das Werk bewegt sich zwischen Traum und Wirklichkeit und knüpft klanglich an Ravel an. Zum Abschluss erklingt Wolfgang Amadeus Mozarts „Jupiter“-Sinfonie, die für ihren musikalischen Reichtum, ihre formale Vollkommenheit sowie die Balance zwischen kompositorischer Komplexität und Heiterkeit steht und mit einem eindrucksvollen Finale endet. Das Konzert findet am 9. und 10. Juni 2026 jeweils um 19:30 Uhr im Konzerthaus Dortmund statt. Karten sind an Vorverkaufsstellen, an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch sowie online erhältlich.

Rund 420 Wanderbegeisterte haben am Samstag, 23. Mai, die dritte Etappe der Dortmunder „63%-Wanderung“ bei gutem Wetter und strahlendem Sonnenschein absolviert. Die etwa 16 Kilometer lange Strecke führte von Neuasseln über den Hauptfriedhof entlang der Emscher zum PHOENIX See, weiter über PHOENIX West bis zum Stadion Rote Erde. Die Route zeigte den Wandel ehemaliger Industrieflächen zu Naherholungsgebieten und machte sichtbar, wie der Grünflächenanteil in Dortmund auf 63 Prozent gestiegen ist.
Melina Kosar, Leitung Marketing der Stadt Dortmund, bezeichnete die Wanderung als Highlight, das zeige, wie die Umwandlung von Brachflächen das Stadtbild durch Grünflächen bereichere. Viele Teilnehmende sammelten weitere Stempel für ihren Wanderpass, einige waren bereits zum dritten Mal auf einer Etappe unterwegs.
Der Start erfolgte an der Fichte-Grundschule, Pausen gab es im Kleingartenverein Am Massbruch und im Garten am Phoenixplatz. Begleitet wurde die Wanderung von den Outdoor-Bloggerinnen Marina und Alisa von „bevandert“. Im Ziel am Stadion Rote Erde klang die Etappe mit Musik der „Vinyl-Diggers“ im Biergarten aus, zudem informierte ein Stand über die Internationale Gartenausstellung IGA 2027, bei der Dortmund zu den Hauptstandorten zählt. Dort sind neben Ausstellungen auch Veranstaltungen zu Kultur, Sport, Bildung und Forschung geplant. Die vierte und letzte Etappe soll im IGA-Jahr 2027 stattfinden, dann umfasst die gesamte Route 63 Kilometer.
