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Feierliche SCHALLFEST-Eröffnung: kunstgruppe GOTTLIEB lädt dazu ein, Dortmund akustisch neu zu entdecken

Vom Balkon des Alten Rathauses beschallte kunstgruppe GOTTLIEB den Friedensplatz. Foto: Roland Gorecki

Vom Balkon des Alten Rathauses beschallte kunstgruppe GOTTLIEB den Friedensplatz. Foto: Roland Gorecki

Am Mittwoch, den 18. Juli 2018, wurde das 40-tägige SCHALLFEST im Alten Rathaus feierlich eröffnet. Zunächst wurde der Friedensplatz vom Balkon des Trauzimmers im Alten Rathaus mit einem zehnminütigen Trailer beschallt, der aus Teilen der Einzelkompositionen der jeweiligen Spielorte wie ein Medley zusammengeschnitten wurde. Anschließend übergab kunstgruppe GOTTLIEB, sichtlich angetan von der guten Kooperation und Hilfsbereitschaft, die sie in Dortmund erfahren haben, den anwesenden VertreterInnen der Spielorte die Kompositionen in Form einer gerahmten Compact Disc. Wer nicht dabei sein konnte kann sich den kurzen Trailer im Anhang des Artikels anhören. Die beigefügte Fotostrecke bietet Einblicke in die Arbeit der Tonaufnahmen von kunstgruppe GOTTLIEB in Dortmund.

Die interdisziplinäre Kompetenz von kunstgruppe GOTTLIEB macht ein Werk solcher Dimension erst möglich

kunstgruppe GOTTLIEB begrüßte die VertreterInnen der Spielorte im Alten Rathaus. Foto: S. Fijneman

kunstgruppe GOTTLIEB begrüßte die VertreterInnen der Spielorte im Alten Rathaus. Foto: S. Fijneman

In seiner Ansprache erinnerte Stadtdirektor Jörg Stüdemann erneut an den Dortmund-Aufenthalt von kunstgruppe GOTTLIEB im Jahr 2010. Damals hatten sie im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr für Aufsehen mit ihren performativen Auftritten gesorgt. 

„Am Anfang stand die Idee, eine akustische Topografie der Rheinischen Straße zu erstellen. In der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts haben sich fast alle namhaften Künstler mit Klangkunst beschäftigt und das ganz losgelöst vom Kontext der Musik und ihrer mathematischen Logik. Es ging und geht darum, wie Töne und Geräusche als Charakteristika einer Stadt eingesetzt werden können“, so Stüdemann.

„kunstgruppe GOTTLIEB bietet allen Dortmunder Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Stadt akustisch neu zu entdecken. Die Idee wurde von zwei Personen erdacht und letzten Endes waren unzählige Beteiligte in die Realisation involviert“, freut sich der Kulturdezernent.

Die KünstlerInnen selber gaben sich zurückhaltend und sichtlich dankbar und erfreut über so viel Anklang für ihr Werk. „Unsere Arbeit in Dortmund war alles andere als rein technischer Natur. Vor allem an die vielen Begegnungen und Gespräche, die neuen Kontakte und Freunde werden wir uns ein Leben lang erinnern können“, so kunstgruppe GOTTLIEB.

Sie hätten Dortmund ganz anders kennengelernt als noch vor acht Jahren. Durch die Zusammenarbeit mit den Spielorten konnten sie zum Beispiel bei der DEW oder der Leib Stahl GmbH Räumlichkeiten betreten, zu denen die Öffentlichkeit sonst keinen Zutritt hat.

Einzelkompositionen werden zu einem 40-minütigen Gesamtwerk vereint

kunstgruppe GOTTLIEB im Kreise der VertreterInnen der Spielorte..

kunstgruppe GOTTLIEB im Kreise der VertreterInnen der Spielorte.

Mit der Eröffnung ist nun der Startschuss für das 40-tägige Schallfest gefallen. Während des Festivals wird Dortmund täglich rotierend für ein bis zwei Stunden mit Kurzkompositionsloops über die öffentlichen Lautsprecheranlagen des Flughafens, des Zoos, der 26 U-Bahnstationen der DSW21, der Berswordt-Halle und des Feuerwehrlöschbootes im Hafen beschallt.

Die Sounds werden darüber hinaus auf dem Wasser- und Luftweg per Schwerlastkraftschiff und Passagierflugzeug in die Welt und durch Kooperation mit internationalen Zoos durch die Zeitzonen transportiert.

Aber damit noch nicht genug. kunstgruppe GOTTLIEB selbst betrachtet das SCHALLFEST als Triptychon, also als ein aus drei Teilen bestehendes Werk. Zum einen ist da das SCHALLFEST an sich mit den Soundinstallationen an den diversen Spielorten. Zum zweiten die Uraufführung der weltgrößten Klang-Kunstinstallation, die von den KünstlerInnen für das Guinnessbuch der Rekorde angemeldet wurde und zum dritten die Uraufführung der rund 40-minütigen Dortmund-Sound-Komposition am 9. September 2018.

Weitere Informationen:

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