Familientag im Depot präsentiert Spiel, Spaß und die Vielfalt der türkischen Kultur

Deutsch-Türkischer Familientag im Depot
Ausstellung von Eser Alper zeigt Portraits von Dortmundern mit türkischen Wurzeln. Fotos: Klaus Hartmann

Jede Menge Kultur aus der Türkei wurde von DEW 21 und Auslandsgesellschaft NRW im Kulturort Depot in der Nordstadt geboten. Der Deutsch-Türkische Familientag ist die zweite Veranstaltung der Länderreihe in diesem Jahr. Ein wenig mehr Besucher hätte diese Veranstaltung durchaus verdient. „In der Adventszeit finden sehr viele konkurrierende Veranstaltungen statt,“ erklärt Claudia Steinbach von der Auslandsgesellschaft die Besucherzahlen.

Grußkarten zum Zuckerfest und andere kreative Aktionen am Familientag

Deutsch-Türkischer Familientag im Depot
Susanne Beringer bastelt mit Kindern Grußkarten

Aber die, die da waren, hatten ihren Spaß. So die Kinder am Tisch der beiden Künstlerinnen Elke Emmert und Susanne Beringer. Die Malerinnen haben ihre Ateliers im Hause und basteln mit den vielen Kindern Karten aus unterschiedlichsten Materialien. „Das werden eher Grußkarten zum Zuckerfest als zu Weihnachten,“ verweist Beringer auf die Vielzahl der türkischen Kinder am Tisch. Während dessen auf der Bühne die Gruppe Veng spielt, erstellt Glaskünstlerin Heide Kemper mit Besuchern Glückssteine aus gläsernen Bruchstücken aller Art. Die Ergebnisse können sich die Teilnehmer an der Kunstaktion am nächsten Tag, nachdem sie über Nacht im Ofen verschmolzen sind, abholen. „Wir wollen auch das Kulturzentrum an diesem Tag präsentieren,“ begründen die Künstlerinnen ihre Teilnahme an der Veranstaltung.

Lebensgroße Portraits und türkische Literatur fesseln Besucher

Deutsch-Türkischer Familientag im Depot
Cevahir Ece liest Nazim Hikmet

Flankierend zum Bühnenprogramm sind die lebensgroßen Portraits Dortmunder Bürger mit türkischen Wurzeln zu sehen. Kommunikations- und Mediendesigner Eser Alper hat sie geschaffen. Er dokumentiert, mit seinen Fotos humorvoll die Migrationsgeschichte und die Verwurzelung der Migranten mit der Stadt. „Süpürtülünt is watching you“ steht da augenzwinkernd über dem Portrait des Kabarettisten und Königs vom Borsigplatz Ilhan Atasoy.

Aus dem Band Menschenlandschaften des Dichters und Begründers der modernen türkischen Lyrik Nazim Hikmet, liest Cevahir Ece. Gespannt lauschen die Zuhörer den Versen des lange Jahre in seiner türkischen Heimat verfolgten und verbotenen Literaten. Es ist still geworden im Depot. Eine eigene Geschichte, namens Schneewittchen, liest der Dortmunder Vorleser und DJ auch noch, bevor Pido, der Pinguin von DEW 21 zur Freunde der Kinder auftaucht. Er schüttelt mit seinen Flügeln jede Menge Kinderhände und lässt sich mit den Familien fotografieren.

Gruppe Merhaba präsentiert facettenreiche Musik aus dem Land am Bosporus

Deutsch-Türkischer Familientag im Depot
Sevgi Kahraman mit ihrer Gruppe Merhaba

Die Gruppe Merhaba, bestehend aus der türkischen Sängerin mit deutschem Pass, Sevgi Kahraman, und ihren drei deutschen Musikern, steht auf der Bühne und überrascht die deutschen Ohren durch die Vielfalt der türkischen Musik zwischen Klassik, traditioneller Folklore und modernen Liedermachern.

Dass die Türkei abseits ihrer Küche auch kulturell viele Leckerbissen zu bieten, beweist dieser Nachmittag im Depot an der Immermannstraße.

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