Einmal Äpfel, Birnen und Deepfake bitte: „Alles im Angebot-das Internet als Supermarkt“

Neue DASA-Ausstellung informiert über das Verhalten im Netz

Das Bild zeigt eine Frau die sich bei einer Station über Deepfakes informiert.
Die neue Ausstellung „Alles im Angebot-das Internet als Supermarkt“, ist ab sofort in der DASA zu besichtigen. Lilia Krächter für Nordstadtblogger.de

KI, Deepfakes, Bildschirmzeit und Hass im Netz. Das alles thematisiert die neue DASA-Ausstellung „Alles im Angebot – das Internet als Supermarkt“, die jetzt in Dortmund eröffnet hat.

Eine Ausstellung zum mitmachen und nachdenken

Im Zentrum der Ausstellung steht die Idee, das Internet als digitalen Supermarkt zu begreifen. Die Besucher:innen sollen entdecken, welche Mechanismen hinter sozialen Netzwerken, Algorithmen und digitalen Plattformen stecken.

Bei verschiedenen Stationen können Besucher:innen ihre eigenen Erfahrungen reflektieren. Lilia Krächter für Nordstadtblogger.de

„Alles im Angebot“ gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, darunter Plattformökonomie, Desinformation und digitale Gewalt.

Neben klassischen Informationstafeln gibt es Reflexions- und Mitmachstationen sowie Installationen, die dazu einladen das eigene Online-Verhalten zu hinterfragen.

Zu den interaktiven Angeboten gehören unter anderem eine Kabine, in der Besucher selbst Deepfakes erstellen können, ein Raum, in dem eigene Interneterfahrungen festgehalten werden können, sowie eine echte SB-Supermarktkasse. Bei dieser konnte man verschiedene Objekte scannen und dann Fakten über das Konsum Verhalten in den verschiedenen Medien erhalten.

Eine Katze als Wegbegleiterin

Ein besonderes Motiv der Ausstellung ist die Katze „Neticat“, die die Besucher:innen durch den Rundgang begleiten soll. Sie ist der Wegweiser und spricht über Megafone zu den Gästen.

Das Bild zeigt eine Kuscheltierkatze in einem Kratzbaum.
Die Katze begleitet Besucher: innen durch die gesamte Ausstellung. Lilia Krächter für Nordstadtblogger.de

Dabei tritt die Katze in unterschiedlichen Rollen auf. Als freundliche Begrüßungsfigur im Intro und Outro, als Begleiterin durch die Themenwelt der Plattformen und sozialen Netzwerke oder als „Hate Cat“, die in den Bereich der digitalen Gewalt einführt.

Die Katze wurde bewusst gewählt. „Als Ikone des Internets, als kleines Maskottchen aber auch als empathischer Moment, der dieses schwierige Thema ein bisschen ins Persönliche rückt“, erklärt Silke Zimmermann von neuland & gestalten.

Wer steckt hinter der Ausstellung?

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von HateAid und neuland & gestalten. HateAid ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt. Neuland & gestalten macht Demokratiearbeit. Die Idee für die gemeinsame Ausstellung entstand bereits 2023 mit dem Hintergrund, das komplexe Thema: Medien anschaulicher zu machen.

Auf dem Bild sieht man Silke Zimmermann und Jule Klemm die die Ausstellung als gemeinsames Projekt ins Leben gerufen haben.
Silke Zimmermann und Jule Klemm (v.l) haben die Ausstellung als gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Lilia Krächter für Nordstadtblogger.de

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, um möglichst viele Menschen in verschiedenen Regionen Deutschlands zu erreichen.

Der erste Tourstop war bereits Anfang des Jahres in Koblenz. In den kommenden zwei Jahren soll die Ausstellung weiter durch Deutschland wandern.

Besonders in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sei das Interesse an der Ausstellung groß. „Jetzt gerade ist es unsere Aufgabe auch zu versuchen, weitere Landesteile, gerade im Osten zu erreichen“, betont Silke Zimmermann von neuland & gestalten.

Was man aus der Ausstellung mitnehmen soll

„Alles im Angebot“ richtet sich an alle, die ihre Medienkompetenz stärken sowie Demokratie und Gleichberechtigung fördern möchten. „Es richtete sich auch an Jugendliche aber nicht nur, wir alle, auch Erwachsene, sollten unseren Medienkonsum überdenken“, betont Zimmermann.

Es werden auch die Gesichten von Betroffenen mitgeteilt. Lilia Krächter für Nordstadtblogger.de

Jule Klemm von HateAid möchte den Besuchen vor allem mit auf den Weg geben, ihren Medienkonsum bewusster zu reflektieren.

Sie wünscht sich zudem ein Verständnis dafür, dass alles, was im Internet kostenlos ist, immer einen Preis hat. „Wenn ich nicht direkt Geld für eine Anwendung bezahle, dann bezahle ich mit meinen Daten“, sagt sie.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. August 2026 in der DASA Arbeitswelt Ausstellung zu sehen. Der Eintritt ist im regulären DASA-Ticket enthalten.


Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

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