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Am „Tag der Immobilie“ klärt die Verbraucherzentrale NRW über Energiehaushalt, Heizsysteme und Fördermittel auf

Helene Schulte-Bories und Kojna Boykinov klären die VerbraucherInnen am 5. Oktober kostenlos auf und beraten bei Umbauplanungen. Foto: VZ NRW

Helene Schulte-Bories (l.) und Kojna Boykinov laden die VerbraucherInnen zur kostenlosen Beratung ein.

In ihrer aktuellen Aktion „Besser heizen“ informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nicht nur über moderne, energieeffiziente und umweltschonende Heizsysteme. Sie bietet darüber hinaus Beratung und Unterstützung in der Planung und Finanzierung beim Umbau einer Heizungsanlage an. Im Rahmen des „Tages der Immobilie“ am Freitag, 5. Oktober 2018, in Dortmund, können sich Interessierte kostenlos von Diplomingenieurin Kojna Boykinov zu Heizsystemen und Fördermitteln bei der Neuinstallation oder dem Umbau beraten lassen. 

Bei Heizkesseln ab 15 Jahren und älter macht es Sinn, über den Umbau nachzudenken

Eine Holzpelletheizung als Alternative zu Öl und Gas.

Eine Holzpellet-Heizung als Alternative zu Öl und Gas. Fotos: Verbraucherzentrale NRW

Die Aufgabe eine alte Heizungsanlage zu modernisieren stellt sich im Laufe der Jahre vielen HausbesitzerInnen. Die meisten warten jedoch zu lange damit, sich Gedanken über den notwendigen Umbau zu machen. „Die meisten Heizkessel werden erst ausgetauscht, wenn sie defekt sind. Wer in einer kalten Wohnung unter Zwang steht, kann aber nicht in Ruhe die Alternativen zu Öl und Gas prüfen und echte Verbesserungen planen“, so die Leiterin der Verbraucherzentrale in Dortmund, Helene Schulte-Bories.

Da ein solcher Umbau eine Investition in die Zukunft sei, mache es Sinn die einzelnen Schritte schon im Vorfeld gut zu planen. „Neue Heizungen können leiser sein als alte, sie können komfortabler zu bedienen sein und günstiger im Betrieb. In jedem Fall aber sparen sie Energie und sind klimafreundlicher“, verdeutlicht Kojna Boykinov die Sachlage.

Bei Heizkesseln, die 15 Jahre und mehr in Betrieb seien, mache es Sinn, sich frühzeitig über einen Umbau der Heizanlage zu informieren. „Hierzulande sind schätzungsweise rund 60 Prozent der Heizkessel in Einfamilienhäusern veraltet und damit reif für einen Austausch“, so die Diplomingenieurin weiter. Schon einfache Maßnahmen könnten bis zu 15 Prozent Energie einsparen.

Heizsystem sollte auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen abgestimmt sein

Eingespeiste Solarenergie kann den Verbrauch erheblich reduzieren.

Eingespeiste Solarenergie kann den Verbrauch erheblich reduzieren.

Durch die Dämmung der Rohre und die Optimierung der Systemeinstellungen könnte der Energieverbrauch nochmals um rund 15 Prozent gesenkt werden. Noch höhere Werte können durch den Umstieg auf Holzpellets, die Installation einer Wärmepumpe oder die Einbindung von Solarthermie erreicht werden.

„All diese Systeme sind gut erprobt und etabliert, ein Umstieg ist also kein Abenteuer“, so Boykinov. Für viele Vorhaben fließen zudem Fördermittel. Pauschale Empfehlungen lehnt die Diplomingenieurin ab. Es sei wichtig, dass Heizsystem und -leistung an die Bedürfnisse der jeweiligen BewohnerInnen angepasst würden.

In jedem Fall mache es mehr Sinn, den Umbau einer Heizanlage langfristig zu planen, sich über Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren und in Erfahrung zu bringen, wer die richtigen Ansprechpartner für das Vorhaben sind. Hierbei hilft die Verbraucherzentrale.

Kostenlose kompetente Beratung am „Tag der Immobilie“ in der Dortmunder Verbraucherzentrale

Verbraucherzentrale feiert fünfzigjähriges Jubiläum in der Reinoldistraße. Marlies Berndsen ist in den neuen Räumlichkeiten zu Besuch. Beratungssituation

Am Freitag können sich VerbraucherInnen in der Beratungsstelle in der Reinoldistraße 7 bis 9 kostenlos beraten lassen. Foto: Klaus Hartmann

Einen guten Einstieg ins Thema bildet ein Vortrag der Energieexperten der Verbraucherzentrale am Freitag, den 5. Oktober, im Rahmen des Aktionstages „Tag der Immobilie – Alles unter einem Dach“ um 14 Uhr. 

Es werden zum einen die Chancen moderner Heiztechnik und die Verbesserungen aufgezeigt, die damit zu erreichen sind. Zum anderen gibt der Vortrag einen Überblick über aktuelle finanzielle Förderprogramme für den Heizungsaustausch. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung für den Vortrag unter 0231-720 91 702 oder dortmund@verbraucherzentrale.nrw wird gebeten.

Darüber hinaus können sich die BesucherInnen auch über weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung informieren. Egal, ob mit einer neuen Heizung, modernen Fenstern oder einer Solarstromanlage: Wer mit baulichen Maßnahmen Heizwärme sparen oder erneuerbare Energien nutzen möchte, muss erst einmal investieren. 

Finanzieren, Sanieren, Versichern – Alles unter einem Dach bei der Verbraucherzentrale NRW

Die Verbraucherzentrale besteht in Dortmund seit 50 Jahren.

Die Beratungsstelle in der Reinoldistraße. Foto: Klaus Hartmann

Auch diesbezüglich wird am „Tag der Immobilie“ am 5. Oktober aufgeklärt und beraten. Ohne Anmeldung können Interessierte zwischen 13 und 17 Uhr einfach zur Verbraucherberatungsstelle in Dortmund, Reinoldistraße 7 bis 9, kommen und sich Tipps und Infos rund um mögliche Finanzspritzen für ihre Vorhaben abholen. 

Ein weiteres kostenloses Beratungsangebot der Verbraucherzentrale NRW befasst sich am „Tag der Immobilie“ mit dem Problem von Starkregenereignissen. Wie schützen Hauseigentümer ihre Immobilie vor Starkregen und Überschwemmungen? Darüber informiert die Fachberaterin des Projekts „Haus und Grundstücksentwässerung“ Dr. Ute Rose kostenlos in der Beratungsstelle Dortmund in der Zeit von 13 bis 17 Uhr.

Die Beraterin hilft auch bei Fragen rund um die Prüfung und Sanierung der Abwasserleitung weiter. Zusätzlich erfahren die Gäste, worauf sie bei der Suche nach einer seriösen Fachfirma für eine Zustands- und Funktionsprüfung, aber auch bei generellen Sanierungsarbeiten und anderen Auftragserteilungen achten müssen.

Unter dem Motto „Finanzieren, Sanieren, Versichern“ werden den VerbraucherInnen am „Tag der Immobilie“ umfassende ökonomische und ökologische Informationen an die Hand gegeben, um ihren Energiehaushalt zu optimieren und langfristig nachhaltig zu wirtschaften.

Weitere Informationen:

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