Aktionstage: „Sucht hat immer eine Geschichte“

Über 60 Angebote zu Prävention und Aufklärung in Dortmund

Mehr als 60 Veranstaltungen informieren über Suchterkrankungen, stärken die Prävention und setzen sich für den Abbau von Vorurteilen ein. Frank Schlaak, Diakonie Fachstelle Sucht

Vom 18. bis 28. Juni 2026 finden in Dortmund erneut die Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“ statt. Mehr als 60 Veranstaltungen informieren über Suchterkrankungen, stärken die Prävention und setzen sich für den Abbau von Vorurteilen ein. Im Mittelpunkt der Landeskampagne stehen die individuellen Lebensgeschichten der Menschen.

Fachveranstaltung „Dialog Sucht“ im Dietrich-Keuning-Haus

Eröffnet werden die Aktionstage am 18. Juni, mit der Fachveranstaltung „Dialog Sucht“ im Dietrich-Keuning-Haus. Nach einem Stehcafé ab 9 Uhr folgt die Begrüßung durch Dortmunds 1. Bürgermeister Norbert Schilff.

Dortmunds 1. Bürgermeister Norbert Schilff Helmut Sommer für Nordstadtblogger.de

Danach sprechen unter anderem Psychologe Gallus Bischof sowie der Journalist und Autor Jörg Böckem über die Auswirkungen von Sucht und den Umgang mit psychoaktiven Substanzen.

Am Abend liest Böckem aus seinen Büchern „High sein – ein Aufklärungsbuch“ und „Lass mich die Nacht überleben – Mein Leben als Journalist und Junkie“. Im Anschluss gibt es Gelegenheit für Fragen und Gespräche mit dem Autor. Die Veranstaltung richtete sich an alle Menschen die sich für das Thema interessieren und sich informieren möchten.

Theaterstück zu den Folgen von Alkoholabhängigkeit

Am 24. Juni folgt die Aufführung des Theatermonologs „Die Frau, die gegen Türen rannte“ in der Stadtkirche Sankt Petri. Das Stück thematisiert häusliche Gewalt und Alkoholabhängigkeit. Nach der Aufführung können die Besucher:innen mit den Beteiligten ins Gespräch kommen.

Neben Vorträgen und Workshops gehören auch Stadtführungen, Ausstellungen, Kino-, Theater- und Podcastformate dazu. Das vollständige Programm der Aktionstage ist auf dortmund.de im Bereich Suchtprävention und -vorbeugung zu finden.

Die Aktionstage sind Teil der gleichnamigen Landeskampagne und werden von der Landesfachstelle Suchtprävention NRW koordiniert. Organisiert werden die Aktionstage vom Arbeitskreis Suchtprävention unter der Geschäftsführung des Jugendamtes Dortmund. Ebenfalls involviert sind zahlreiche Kooperationspartner:innen.

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  1. Wie Sucht entsteht und wirkt: Dortmunder Dialog Sucht startet (PM)

    Am Donnerstag, 18. Juni, ab 9:30 Uhr kommen Fachleute und Engagierte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern im Keuning.haus zusammen, um sich über wirksame Präventionsarbeit auszutauschen und neue Verbindungen zu schaffen. Titel der Veranstaltung: „Beziehungsnetze der Sucht – ein Beziehungsgeschehen zwischen Selbstbild, Umfeld und System“. Der Eintritt ist frei.

    Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Aktionstage zur Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“, die vom 18. bis 28. Juni in Dortmund stattfinden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sucht im Zusammenspiel von persönlicher Lebensgeschichte, sozialem Umfeld und gesellschaftlichen Strukturen verstanden und bearbeitet werden kann.

    Der Dortmunder Dialog Sucht bringt Initiativen, Vereine und Institutionen aus Gesundheitsförderung, Schule, Jugendhilfe, Suchtprävention und Suchthilfe zusammen. Ziel ist es, die Vernetzung und Kooperation in Dortmund weiter zu stärken und durch gemeinsamen Austausch voneinander zu lernen.

    Veranstaltet wird der Auftakt vom Keuning.haus gemeinsam mit dem Arbeitskreis Suchtprävention. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Landesfachstelle Prävention der Suchtkooperation NRW, der ginko Stiftung für Prävention sowie durch eine Förderung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS).

    Anmeldungen per E-Mail an bprothmann@stadtdo.de.

  2. Dortmunder Dialog Sucht: Vortrag über die Frühintervention bei Alkoholproblemen (PM)

    Während der Reihe „Dortmunder Dialog Sucht“ informiert die LWL-Klinik Dortmund am Dienstag, 23. Juni, von 16 bis 17:30 Uhr im Keuning.haus über ihr ambulantes Frühinterventionsprogramm FrIntA (Frühintervention Alkohol). Der Eintritt ist frei.

    Das Programm FrIntA richtet sich an Menschen, die ihren Alkoholkonsum kritisch hinterfragen möchten. In einer etwa achtwöchigen ambulanten Begleitung – wahlweise im Einzel- oder Gruppensetting – erhalten Teilnehmende Unterstützung dabei, ihren Konsum zu reflektieren, zu reduzieren oder sich für ein abstinentes Leben zu entscheiden.

    Nach der Vorstellung des Programms haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Für Fragen und den fachlichen Austausch stehen Slavyana Boceva, leitende Psychologin der Suchtmedizin an der LWL-Klinik Dortmund, die Psychiaterin Dr. med. Judith Elena Schulze-Rohr sowie die Psychologin und Psychotherapeutin Christine Stückemann zur Verfügung.

    Die Veranstaltung bietet Interessierten, Betroffenen und Angehörigen die Gelegenheit, sich über frühe Hilfsangebote bei problematischem Alkoholkonsum zu informieren und individuelle Fragen zu klären.

    https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/jugendamt/familienportal/downloads/suchtpraevention/progr_shieg_do_04-2026_interaktiv.pdf

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