
Themen wie Sport, Freizeit, Gesundheit, Arbeit und Soziales als Stadtverwaltung getrennt voneinander zu betrachten, sei ein Fehler, erklärte die Dezernentin Frauke Füsers vor einer Woche im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Starke Frauen, Starke Stadt“. Sie verantwortet eben jene Bereiche für die Stadt Dortmund. Auf der Veranstaltung sprach sie über ihren Werdegang und die Rolle sozialer Teilhabe für eine Stadt wie Dortmund.
Alle Themen zusammendenken für eine gesunde Stadtgesellschaft
Wenn alle Bereiche zusammengedacht werden, funktioniere alles besser, so Füsers. Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt funktionierten besser, wenn gleichzeitig Gesundheit und Sportvereine gefördert werden.

Zum Beispiel: Wer im Verein Sport treibt, ist gesünder und integriert sich in die Gesellschaft. Sozial und finanziell schwache Kinder müssten daher finanziell unterstützt werden, um überhaupt im Verein mitmachen zu können, was wiederum den Nebeneffekt habe, dass sie gesünder und sozial integrierter seien. ___STEADY_PAYWALL___
Dabei komme der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmen eine wichtige Rolle zu. Nur gemeinsam ließen sich, so Füsers, große Probleme wie der Klimawandel oder der demografische Wandel in Dortmund bewältigen.
Doch die Stadt brauche dafür Unterstützung. Frauke Füsers wünscht sich eine Reform vom Bund, die finanzielle Hilfen unkomplizierter macht, sowie eine Weiterentwicklung der Digitalisierung, die Menschen ohne Kenntnisse durch Hilfsangebote mitnimmt.
Eine Reihe von Zufällen und jede Chance wahrnehmen
Füsers Studium der Sozialwissenschaften und die anschließende Arbeit in verschiedenen Ministerien bilden die Grundlage für ihren heutigen Einsatz in der Sozial- und Gesundheitspolitik.
Unterstützt wurde sie von vielen Frauen und einigen Männern, die ihr ehrliches Feedback gaben. Als besonderes Vorbild nennt sie ihre erste Chefin, deren Arbeitsmoral und Engagement sie selbst weiterführt.
Ihr Weg in die Politik war weniger geplant als eine Reihe von Zufällen und praktischen Erfahrungen. Verschiedene Ratschläge und Praktika im Ministerium hätten ihr den Werdegang ermöglicht, erklärte sie bei ihrem Rückblick.
Mit betroffenen Gruppen arbeiten bleibt wichtiger Bestandteil
Als Frau habe sie im Beruf generell keinen bewussten Unterschied gemerkt, wohl aber bei einzelnen Vorstellungsgesprächen, als sie nach ihrer Kinderbetreuung gefragt wurde. Ihr soziales Umfeld sowie stützende Strukturen in ihrem Beruf seien ihr dabei eine wichtige Hilfe.

„Es ist auch wichtig zu sagen, dass man führen will“, betonte Frauke Füsers. Offenheit zeigen, mutig sein und Gelegenheiten wie Mentoringprogramme wahrnehmen, das sei besonders wichtig.
Zuletzt erklärte Dezernentin Frauke Füsers, dass sie in ihrer Arbeit die betroffenen Gruppen, darunter Alleinerziehende, ältere Frauen und Frauen mit niedrigem Einkommen, stets einbezieht.
Zur Person: Frauke Füsers leitet das Dezernat für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit seit November 2025. Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin wurde 1984 in Herdecke geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Dortmund. Vor ihrem Wechsel zur Stadt Dortmund arbeitete sie viele Jahre im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Zur Veranstaltungsreihe: „Starke Frauen, Starke Stadt“ stellt Frauen vor, die Dortmund mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Die Reihe gibt Einblicke in persönliche Wege, berufliche Erfahrungen und aktuelle Themen. Organisiert wird sie vom Gleichstellungsbüro Dortmund.
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