
Das Fußballturnier der Religionen ist deutschlandweit einmalig – so etwas gibt es nur in Dortmund! Es wurde sogar schon vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgezeichnet. Auch 2026 findet wieder ein Turnier statt, und damit jährt sich die Veranstaltung zum 20. Mal. Am 6. September spielen von 14 bis 18 Uhr die interreligiösen Mannschaften im Dortmunder Hoeschpark wieder um die begehrte Trophäe.
Acht Teams, ein Zeichen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
In diesem Jahr treten acht Mannschaften aus evangelischen, katholischen, christlich-orthodoxen, jüdischen und muslimischen Gemeinden an. Dazu kommt der 1. FC Dialog, der interreligiös besetzt ist.
Die Begeisterung für den Fußball bringt sie alle zusammen. Das Turnier setzt ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Über alle Grenzen von Religionen und Kulturen hinaus geht es um Respekt, Fairness und Toleranz. Die Moderation übernehmen Gerd Kolbe und Bruno Knust.
Jubiläumsprogramm mit Friedensgruß der Religionen
Aufgrund des 20-jährigen Bestehens gibt es zu Beginn ein besonderes Auftaktprogramm: Um 14 Uhr spielt die Marching Band schwarz/rot Atemgold 09 auf, die Mannschaften ziehen feierlich ins Stadion ein und zeigen eine Choreo auf dem Rasen.

Im Anschluss sprechen Superintendentin Heike Proske, Imam Ahmad Aweimer als Vorsitzender des Rates der Muslimischen Gemeinden, Rabbiner Avigdor Nosikov sowie Schirmherr Oberbürgermeister Alexander Kalouti gemeinsam einen Friedensgruß der Religionen.
Danach pfeift der Oberbürgermeister selbst das Turnier an. Parallel dazu läuft ab 15 Uhr ein Kinderfußballturnier für Kinder unter 14 Jahren. Um 17.30 Uhr wird das Endspiel angepfiffen, um 17.45 Uhr nimmt Bürgermeisterin Ute Mais die Siegerehrung vor.
Kinderturnier und buntes Familienprogramm
Neben dem eigentlichen Fußballturnier erwartet die Besucher*innen auch das erwähnte Kinderturnier und ein buntes Familienprogramm. Auf dem „Platz der Begegnung“ bietet der Moscheeverein türkische Köstlichkeiten an, es gibt ein Familiencafé der Ev. Lydia-Gemeinde Dortmund sowie zahlreiche Sportangebote des Fan-Projekts.

Angeführt wird das Teilnehmerfeld vom 1. FC Dialog, in dem alle drei Religionen vertreten sind und der zeigen will, dass der Dialog auch mit dem Ball funktioniert – was sportlich fehlt, macht die Mannschaft durch Teamgeist wett. Im bosnisch-muslimischen Team spielen Mitglieder der bosnischen Gemeinde gemeinsam, während das christlich-jüdische Team aus einer Freizeitmannschaft hervorgegangen ist und sich unter das Dach der christlich-jüdischen Gesellschaft gestellt hat.
Das eritreisch-orthodoxe Team gehört zu einer Gemeinde, die sich in Dortmund gegründet hat und deren Mitglieder Migrant*innen aus Eritrea sind, während die Spieler des griechisch-orthodoxen Teams aus der griechisch-orthodoxen Gemeinde kommen. Als Favorit gilt erneut das jüdische Team Makkabi, das aus den Freizeitkickern des jüdischen Sportvereins Makkabi besteht und in den Vorjahren oft gewonnen hat.
Rund um die „BVB-Kirche“ Dreifaltigkeit am Borsigplatz, wo Fußball großgeschrieben wird, stellt sich das katholische Team auf, verstärkt aus anderen Gemeinden. Komplettiert wird das Feld vom türkisch-muslimischen Team aus den DITIB-Moscheen, das von Anfang an beim Fußballturnier der Religionen dabei ist.
Das Fußballturnier der Religionen findet am Sonntag, den 6. September 2026, von 14 bis 18 Uhr im Hoeschpark statt.
