
Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am 1. Mai 2026, rund 3000 Menschen zur Maikundgebung. Erstmals startete die Kundgebung am Platz der Alten Synagoge bevor der Demonstrationszug weiter in Richtung des Westfalenpark zog, wo am Nachmittag das Familienfest stattfand. Insgesamt fanden in der Region Dortmund-Hellweg sechs Maikundgebungen statt – unter anderem in Hamm, Unna, Lünen, Bergkamen und Lippstadt.
Die Historie des Tages der Arbeit
Mit dem kämpferischen Motto: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“, eröffneten die Dortmunder Gewerkschaften den diesjährigen Maifeiertag. Anstatt die Kundgebung, wie in den Vorjahren, an die Demonstration anzuschließen, begann das Programm um 10.30 Uhr mit ihr an dem Platz der Alten Synagoge. „Unsere Hoffnung war, dass Poltische Statement besser setzen können, was gut funktioniert hat“, betont die Geschäftsführerin der DGB-Region Dortmund- Hellweg, Bärbel Sumagang.

Der 1. Mai ist bekannt als internationaler Tag der Arbeit und entstand aus der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Am 1. Mai 1886 streikten rund 400.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den USA für den Acht-Stunden-Tag. Drei Jahre später erklärte der Internationale Sozialistenkongress diesen Tag zum weltweiten Aktionstag.
In Deutschland fand die erste Feier 1890 statt. Die Nationalsozialisten vereinnahmten ihn 1933 und nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde er zum gesetzlichen Feiertag. Seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Jahr 1949 gibt es jedes Jahr öffentliche Kundgebungen und Demonstrationen. Auch Dortmund blickt auf eine lange Tradition am 1. Mai zurück. Schon 1922 organisierten die Freien Gewerkschaften eine Kundgebung in der Stadt.
Solidarität und Widerstand am 1. Mai
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) betonte: „Der 1. Mai ist ein Tag des Zusammenhaltes, der Solidarität und des Widerstandes.“ Für Bärbel Sumagang bedeutet dieser Tag, dass die Arbeitnehmer:innen in Dortmund gemeinsam zeigen: „Wir sind mehr, wir sind viele.“ Damit wird deutlich, dass die Maikundgebung nicht nur Symbol, sondern gelebte Gemeinschaft ist, die den Beschäftigten Rückhalt gibt und sie motiviert, sich aktiv für ihre Rechte einzusetzen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist zur Zeit sehr angespannt. In vielen Branchen werden Arbeitsplätze abgebaut, was die Unsicherheit unter den Beschäftigten verstärkt. Die Bundesregierung brachte in den letzten Wochen immer neue Vorschläge zur Finanzierung des Sozialstaats ins Spiel, doch diese würden eine Verschlechterung von Arbeitnehmerrechten bedeuten.
Die Antwort der Gewerkschaften auf diese Krise zeigte sich am 1. Mai 2026 auf den Straßen. Die Maikundgebung stellte zentrale Forderungen wie den Erhalt des Acht-Stunden-Tages und den Widerstand gegen Einsparungen im Sozialstaat, insbesondere bei Rente und Krankengeldern, in den Mittelpunkt.
Die Eröffnung in die Maikundgebung
Mit ihrer Rede eröffnete Bärbel Sumagang die Maikundgebung und machte unmissverständlich klar, dass der 1. Mai den Arbeitnehmer:innen gehöre. Damit betonte sie den Anspruch, diesen als Kampftag der Beschäftigten zu verteidigen. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ kritisierte sie scharf die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.

Angesichts der aktuellen Wirtschaftsflaute, der fortschreitenden Digitalisierung, globaler Umbrüche und dem zunehmenden Fachkräftemangel stehen die Arbeitnehmer:innen vor besonders großen Herausforderungen. Monatlich werden rund 10.000 Arbeitsplätze abgebaut. Dies führe dazu, dass die Angst um Jobs und die Zukunft der Beschäftigten stetig wachse.
Die Unsicherheit nehme zu und die Arbeitnehmer:innen sähen sich mit der Frage konfrontiert, wie ihre Existenz und Perspektiven langfristig gesichert werden könne. „Währenddessen versuchen die politische Kräfte, die Verantwortung dafür den Beschäftigten zuzuschieben. Indem sie Arbeitnehmerrechte schwächen und für die Abschaffung des acht Stunden Tages plädieren“, so die DGB-Chefin.
Sumagang kritisierte im Zuge dessen, insbesondere Friedrich Merz, der die Work-Life-Balance als Luxus bezeichnete und längere Arbeitszeiten fordert. „Wer Beschäftigte für die Krise verantwortlich macht und kurzfristige Rendite über soziale Sicherheit stelle, dem sage die Gewerkschaft den Kampf an“, betont Sumagang.
Die Geschäftsführerin warnte ebenfalls vor dem wachsenden Druck auf den Sozialstaat, eine zentrale Errungenschaft der Demokratie. Sie rief dazu auf diesen aktiv zu verteidigen: „Denn Frust auf den Staat darf nicht zum Nährboden für Rechtspopulismus werden.“
Stattdessen forderte Sumagang ein sozial gerechtes Deutschland, auf Basis fairer Löhne, sicherer Renten, gleicher Bildungschancen. Die Gewerkschaften, so betonte sie, fordern ein Europa der Krisenprävention und nicht Kriegsagitation, ein Europa als Friedensmacht. Ihr Appell zum Abschluss: „Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Sozialstaat kein Auslaufmodell, sondern ein Zukunftsversprechen bleibt.“
Neues Motto: „Erst unsere Wohnungen, dann eure Profite“
Auch das Thema Wohnen hatte an diesem 1. Mai seinen Platz auf der Kundgebung. Der wohnungspolitische Sprecher des Mietervereins, Markus Roeser, erinnerte an einen konkreten Fall ganz in der Nähe, an der Chemnitzer Straße. Denn dort plant der Volksverbund den Abriss von fünf intakten Häusern.

Trotz Protesten der Anwohner: innen sei die Kündigungsfrist heute abgelaufen und es leben noch immer Menschen in den Wohnungen. Roeser betonte, dass Wohnen und Arbeiten nicht voneinander zu trennen seien. „Wer kein sicheres Zuhause hat, kann auch nicht arbeiten.“
Sichere Wohnbedingungen sind die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Zusammenleben, weshalb Wohnungskampf und Arbeitskampf zusammengehörten. Sein Appell an die Demonstrierenden war klar: „Erst unsere Wohnungen, dann eure Profite.“
„Wo steht der moralische Kompass der Bundesregierung?“
Mit einem kämpferischen „Guten Morgen, meine Freunde des gepflegten Arbeitskampfs“, begrüßte Frank Thiem die Menge und bedankte sich für sie Chance zu ihnen zu sprechen. Thiem arbeitet als Vertrauensmann bei Amazon. Dennoch hat er keinen Tarifvertrag, arbeitet also ohne Schutz, ohne Sicherheit.
Für ihn ist die Debatte um den Acht-Stunden-Tag ein Angriff auf hart erkämpfte Rechte. Die Acht-Stunden-Grenze sei kein willkürlicher Wert, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeitskämpfe. „Wer sie aufweiche, greift massiv ins Leben der Menschen ein“, betont Thiem.

Längere Arbeitszeiten bedeuten mehr Stress, mehr Druck sowie mehr psychische und physische Belastung. Darunter leiden nicht nur die Arbeitnehmer: innen, sondern auch ihre Familien, Freunde und die Gesellschaft. „Eine Arbeitswelt ohne klare Grenzen zerstört genau das, was sie eigentlich ermöglichen soll, ein gutes, gesundes Leben.“
Zudem kritisiert Thiem scharf die Pläne der Bundesregierung zur Kürzung der Lohnfortzahlung der bisherigen Sechs-Wochen-Frist im Krankheitsfall. „Die sechs Wochen sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, wer krank ist, soll nicht auch noch finanziell bestraft werden.“ Das betont der Redner mit Nachdruck.
Mit Blick auf die Bundesregierung appelliert Frank Thiem: „Wo steht der moralische Kompass der Bundesregierung? Nicht auf der Seite der Arbeitnehmer und das lassen wir uns nicht gefallen, Herr Bundeskanzler.“ Damit macht er deutlich, dass er die aktuellen politischen Entwicklungen und Entscheidungen als nicht ausreichend arbeitnehmerfreundlich empfindet. Er fordert die Regierung auf, Verantwortung zu übernehmen und sich stärker für die Rechte und Interessen der Beschäftigten einzusetzen. Er appellierte an die Menge, gemeinsam für den Erhalt und die Stärkung des Arbeitsschutzes einzutreten und ihn mit allen demokratischen Mitteln verteidigen.
Der Grünen Politiker Felix Banaszak als Hauptredner der Kundgebung
Nach den vorangegangenen Reden trat erneut Bärbel Sumagang ans Mikrofon und leitete zur Ansprache des Hauptredners Felix Banaszak über. Im Vorfeld wurde kontrovers diskutiert, dass ein Vertreter der Grünen auf der Maikundgebung sprechen soll. Dazu erläuterte Banaszak, so zitierte Bärbel Sumagang: „Die Grünen werden gewerkschaftlicher und die Gewerkschaften grüner“ Für die Geschäftsführerin ist dieser Ansatz ein Weg in die Zukunft, denn eine gerechte Arbeitswelt, Umwelt und Frieden seien untrennbar miteinander verbunden.

Felix Banaszak leitete seine Rede mit Worten des Dankes an alle die Dortmunder:innen ein: „Ich bedanke mich, dass ihr die Arbeitnehmerrechte stets verteidigt und für eine widerstandsfähige Demokratie kämpft.“ Ebenfalls dankte er für die Chance als Grünen Politiker zur Maikundgebung sprechen zu können und unterstrich seine persönliche gewerkschaftliche Verankerung als langjähriges Mitglied bei ver.di und der IG Metall.
Mit Blick auf seine Reisen durch das Land schilderte er eine wachsende Verunsicherung in der Bevölkerung. Gerade in strukturschwachen Regionen, in denen Armut sichtbar sei und staatliche Versprechen unerfüllt blieben, gewinnen die rechtsextremen Kräfte an Einfluss. Deshalb ist für ihn Demokratiepolitik immer auch Industrie- und Arbeitsmarktpolitik.
„Mit jedem verlorenen Industriearbeitsplatz wachse das Misstrauen in die Zukunft der Demokratie“, betont der Grünen Politiker. Für Banaszak ist klar, dass die Bekämpfung von Faschismus untrennbar mit sozialer Politik verbunden ist. „Wo der Staat für Lebensqualität, Sicherheit und Perspektiven sorge, wachse auch das Vertrauen in die Demokratie,“ erläutert er mit Nachdruck.
„Die Gerechtigkeitsfrage verläuft zwischen Arm und Reich“
Ein zentraler Punkt seiner Rede war ebenfalls die Verknüpfung von Arbeitsmarkt-, Industrie- und Demokratiepolitik. Die Angst vor sozialem Abstieg, Arbeitsplatzverlust und wirtschaftlicher Unsicherheit gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb brauche es vor allem Investitionen in gute Löhne, sichere Arbeitsplätze und Qualifizierung. Zugleich würdigte er die Errungenschaften gewerkschaftlicher Kämpfe, wie etwa den Acht-Stunden-Tag und stellte klar, dass diese Rechte verteidigt werden müssten.

Kritisch setzte sich Banaszak mit den aktuellen sozialpolitischen Debatten auseinander. Bei der Krankenversicherung kritisierte er scharf, dass aus den Reformvorschlägen der Regierungskommission ausgerechnet jene herausgegriffen würden, die einseitig Beitragszahlende belasteten, während finanzstarke Lobbys wie etwa die Pharmabranche verschont blieben.
„Die eigentliche Gerechtigkeitsfrage verläuft nicht zwischen arm und ärmer, sondern zwischen Arm und Reich“, erläutert der Grünenpolitker. Die zwölf Milliarden Euro, die die gesetzliche Krankenversicherung für die Absicherung von Menschen in der Grundsicherung aufwende, sollten aus Steuermitteln finanziert werden damit auch jene mitzahlen, die nicht abhängig beschäftigt sind.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die Rentenpolitik: „Die gesetzliche Rente müsse stabilisiert werden.“ Es sei ein Skandal, dass viele Menschen nach einem langen Berufsleben in der Grundsicherung landen. Und wenn der Bundeskanzler signalisiere, die gesetzliche Rente werde künftig kaum mehr als eine Basissicherung sein, sende er ein vollkommen falsches Signal.
In diesem Zusammenhang kritisierte er auch die Privilegien innerhalb der Politik selbst und betonte, dass es er als Abgeordneter nach zwei Wahlperioden höhere Rentenansprüche als sein Vater nach einem langen Arbeitsleben habe und dass das absolut nicht gerecht sei. Im Zuge dessen sprach sich gegen Diätenerhöhungen für Abgeordnete in Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen aus und betont: „Wenn irgendwo gespart wird, fangen wir oben an und nicht unten.“
Eklat um Oberbürgermeister Kalouti: Erstmals kein OB bei Maikundgebung
Die Maikundgebung in Dortmund fand dieses Jahr erstmals ohne den Oberbürgermeister statt. Die Gewerkschaften und Politik kritisieren dies stark. Bereits beim Maiempfang am Mittwoch, sorgte die Rede des Oberbürgermeisters für deutliche Empörung. Denn in seiner Rede, stellte Kalouti Arbeit als Grundlage für Wohlstand und soziale Sicherheit dar und betonte dass der Nutzen für Dortmund im Mittelpunkt stehen muss.

Die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Bärbel Sumagang erläuterte, dass Kalouti ihr gegenüber angegeben habe, keine Einladung für die Kundgebung erhalten zu haben. Sumagang kündigte an, das prüfen zu wollen, ließ aber keinen Zweifel an ihrer Haltung: „Ich wusste nicht, dass man zum 1. Mai einladen muss.“
Auch Pamela Strutz, Geschäftsführerin von der verdi Region Dortmund, zeigte sich wenig überrascht, aber umso entschlossener: „Das Fernbleiben des Oberbürgermeisters sei nach seiner Rede vom vergangenen Mittwoch erwartbar gewesen“, betonte Strutz und führte aus, dass ein Oberbürgermeister, der die Flanke Richtung AfD aufmacht, nicht an der Seite der Beschäftigten dieser Stadt stehe. Für verdi ist klar, dass in diesen Zeiten näher zusammengerückt werden muss.
Ulrike Hölter die Chefin der IG Metall Dortmund, fand noch deutlichere Worte: „Sein Desinteresse, gleich nach dem Affront beim Arbeitnehmerempfang, macht mich fassungslos.“ Sie unterstrich, dass Kalouti aus ihrer Sicht eindeutig die Gelegenheit verpasst habe, sich solidarisch an die Seite der Gewerkschaften zu stellen und gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen einzutreten.
Für Hölter steht fest, dass ein Oberbürgermeister, der sich gegen die Arbeitnehmerschaft positioniert, nicht im Sinne der Stadt handelt und forderte Kalouti nachdrücklich auf, seine Haltung gegenüber den Beschäftigten und Gewerkschaften dringend zu überdenken.
Politik kritisiert ebenfalls scharf das Fehlen des Oberbürgermisters
Auch aus der Poltitk gab es starke Kritik: „Das Kalouti entschieden hat, nicht teilzunehmen, zeigt sehr deutlich, dass ihm die Interessen der arbeitenden Menschen egal sind“, erklärte SPD-Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter Jens Peick.
„Zusammen mit seinen Angriffen auf Betriebsräte, deren Meinung ihm nicht passe, ergebe sich ein problematisches Bild“, betont der SPD-Vorsitzende. Des Weiteren verwies Peick auf „seine Entgleisungen beim Arbeitnehmerempfang.“ Für ihn hätte Kalouti den 1. Mai als Chance nutzen sollen, das gestörte Verhältnis zu den Arbeitnehmern zu verbessern.
Ins selbe Horn stieß sein Parteifreund und SPD-Landtagsabgeordnete Volkan Baran: „Zum ersten Mal, soweit ich mich erinnern kann, nimmt der Dortmunder Oberbürgermeister nicht am DGB-Demonstrationszug zum 1. Mai teil. Das sagt alles.“

„OB Kalouti hat Dortmund nicht verstanden oder möchte Dortmund nicht verstehen. Wir sind eine Arbeiter*innenstadt. Der 1. Mai ist für uns kein beliebiger Termin – er ist uns wichtig, er ist besonders für uns. Das war er immer und das wird er immer bleiben. Das ist beim OB nicht angekommen, anders sind auch seine Ausfälle der letzten Tage nicht zu erklären“, so Baran.
Hannah Rosenbaum, Kreissprecherin der Grünen und Bezirksbürgermeisterin der Nordstadt, war ebenso deutlich in ihrer Kritik: „Für einen Oberbürgermeister der Stadt Dortmund ist der 1. Mai ein Pflichttermin“, betont sie. Kaloutis ablehnende Haltung gegenüber Arbeitnehmerrechten habe er bereits beim Empfang am Mittwoch klar gemacht. Sein nicht erscheinen ist für Beschäftigte in Dortmund ein fatales Signal.
Ebenso Katrin Lögering, Fraktionssprecherin der Grünen im Stadtrat, ergänzte , dass ein Oberbürgermeister allein aus Respekt an diesem Tag an der Seite der Gewerkschaften stehen solle. „Dass er das nicht für nötig hält, erschreckt uns“, so Lögering.
„Kalouti hätte heute die Chance gehabt sich mit Arbeitnehmer: innen zu unterhalten“
Nicht nur die SPD und Grüne aber auch die LINKE kritisieren das fehlen von Kalouti. Fatma Karacakurtoglu, Fraktionsvorsitzende von „Die Linke & Tierschutz“ im Stadtrat, sah im Fernbleiben ein grundsätzlicheres Problem: „Mit seiner Nichtteilnahme, seinem Auftreten beim Maiempfang und den Einschränkungen für den DGB entstehe der Eindruck, dass soziale Bewegungen und gewerkschaftliches Engagement für Kalouti keine Priorität hätten“, betont sie

Gerade in einer Stadt wie Dortmund, die historisch tief von der Arbeiterbewegung geprägt sei, verbänden viele Menschen mit dem Amt des Oberbürgermeisters die Verantwortung, Brücken zu bauen und demokratische Beteiligung sichtbar zu unterstützen. So entstehe das Bild einer Politik, die eher auf Kontrolle und Distanz setze als auf Dialog und Solidarität, so Karacakurtoglu.
„Dass Kalouti am 1. Mai mit Abwesenheit glänzt, passt zu seiner Grundhaltung die er beim Maiempfang im Rathaus gezeigt hat“,, ergänzt ihr Co-Fraktionsvorsitzender Ebenfalls Utz Kowalewski.
Das sieht auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Carla Neumann-Lieven so und erläutert, dass sie mitgelaufen sei. „Die Teilnehmenden haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie zusammenhalten. Wir feiern zusammen, wir arbeiten zusammen, wir stehen zusammen.“
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