
Die Neugestaltung der südlichen Münsterstraße zwischen Burgtor und Mehmet-Kubaşık-Platz geht in die nächste Phase. Nach einer ersten Planungswerkstatt im Dietrich-Keuning-Haus sind nun alle Bürger:innen aufgerufen, ihre Ideen bis zum 9. August online einzubringen. Das beliebte Zentrum der Nordstadt soll durch diese Maßnahmen optisch aufgewertet und an moderne klimatische Anforderungen angepasst werden. Das beauftragte Planungsbüro wertet im Anschluss alle Vorschläge aus, um sie direkt in die Entwürfe einfließen zu lassen.
Die Bürger:innen bestimmen die Zukunft der Nordstadt aktiv mit
Rund 60 engagierte Teilnehmende haben bereits Anfang Juni im Dietrich-Keuning-Haus in Kleingruppen konkrete Ideen zur Umgestaltung diskutiert. Die Ergebnisse dieser ersten Werkstatt umfassen Vorschläge zur Platzierung von Bäumen, Bänken, Spielgeräten sowie Lieferzonen und Parkplätzen. Diese Entwürfe können nun von allen Interessierten auf der städtischen Internetseite eingesehen werden.

Über ein Online-Portal haben die Einwohner:innen ab sofort die Möglichkeit, die Konzepte direkt digital zu kommentieren und zu ergänzen.
Eingeladen zu diesem Dialog sind sowohl die bisherigen Teilnehmenden als auch alle anderen interessierten Bürger:innen. Die digitale Beteiligungsphase läuft noch bis zum Sonntag, den 9. August dieses Jahres.
Das mit der Planung beauftragte Büro sala wertet gemeinsam mit der Unterstützung der Expert:innen von steg NRW alle abgegebenen Hinweise aus. Die gesammelten Kommentare fließen im Anschluss direkt in den weiteren formellen Planungsprozess für den Straßenraum ein. Ziel ist eine breite Beteiligung aller Nutzer:innen vor Ort.
Der zentrale Straßenraum der Nordstadt steht vor umfassenden Veränderungen
Die südliche Münsterstraße gilt als ein zentraler Lebens- und Begegnungsraum für die Anwohner:innen im dicht besiedelten Dortmunder Norden. Allerdings entspricht die aktuelle Gestaltung des Straßenraums nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Infrastruktur. Ein Ratsbeschluss vom März hat bereits die zukünftige Verkehrsführung verbindlich festgelegt und damit die Basis geschaffen.

Nun steht die detailreiche Aufwertung der Gehwege und Aufenthaltsbereiche im Fokus der Planungen für das Quartier.
Dabei sollen besonders die großen Platzflächen vor der örtlichen St.-Joseph-Kirche sowie der Mehmet-Kubaşık-Platz eine neue Qualität erhalten. Es geht um die Schaffung von schattigen Ruhezonen und modernen Spielmöglichkeiten.
Ein Kernaspekt der aktuellen Diskussion sind zwei sogenannte Multifunktionsstreifen, die zwischen der Fahrbahnmitte und den Bürgersteigen entstehen sollen. Diese Zonen bieten Raum für Außengastronomie, Fahrradstellplätze oder auch notwendige Lieferbereiche für lokale Geschäftsleute:innen. Die genaue Aufteilung dieser Flächen wird nun online verhandelt.
Fördermittel sichern die Finanzierung des ambitionierten Umbauprojekts
Um den Straßenraum klimaresilienter zu gestalten, sind erhebliche Investitionen in die grüne Infrastruktur der Nordstadt notwendig. Geplant ist unter anderem die Pflanzung neuer Baumreihen, die im Sommer als Schattenspender für die Passant:innen dienen sollen. Auch der Entsiegelung von Flächen wird im Konzept eine wichtige Rolle eingeräumt.
Die Finanzierung dieses Projekts zur Stadterneuerung steht bereits auf einem soliden Fundament aus verschiedenen öffentlichen Quellen. Die Baumaßnahmen werden maßgeblich mit Mitteln aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Den verbleibenden Anteil der Gesamtkosten übernimmt die Stadt Dortmund selbst.
Durch diese finanzielle Partnerschaft kann die Neugestaltung des Quartiers zügig vorangetrieben werden, sobald die Planungsphase abgeschlossen ist. Die Stadtverwaltung setzt darauf, dass die rege Beteiligung der Partner:innen und Anwohner:innen zu einem tragfähigen Ergebnis führt. Die endgültigen Entwürfe werden nach der Sommerpause präsentiert.
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

