
DOGEWO21 hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 13,1 Millionen Euro abgeschlossen. Gleichzeitig investierte das kommunale Wohnungsunternehmen rund 57 Millionen Euro in seinen Wohnungsbestand. Schwerpunkte waren energetische Sanierungen, der Erhalt bestehender Gebäude sowie die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Die Durchschnittsmieten blieben dabei unter dem Dortmunder Durchschnitt.
Höchster Jahresüberschuss und hohe Investitionen
Mit einem Jahresüberschuss von 13,1 Millionen Euro nach Steuern hat DOGEWO21 im Geschäftsjahr 2025 das bislang höchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Im Vorjahr lag der Wert bei 9,9 Millionen Euro.

Im Bilanzzeitraum investierte das Unternehmen rund 57 Millionen Euro in den Wohnungsbestand. Davon entfielen 20,1 Millionen Euro auf energetische Maßnahmen und 22,2 Millionen Euro auf den Erhalt der Wohngebäude.
„Das Jahr 2025 war für DOGEWO21 ein Jahr des Übergangs und klarer Weichenstellungen. Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung verbinden wir Kontinuität mit dem Anspruch, notwendige Entwicklungen entschlossen voranzutreiben. Für uns gilt es, Klimaschutz, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität so zusammenzubringen, dass wir auch künftig verlässlich und zukunftsfähig handeln können. Wir bieten weiterhin bezahlbaren Wohnraum und bleiben für unsere Mieterinnen und Mieter ein verlässlicher Partner“, erklärt Sabrina Rahne, Geschäftsführerin von DOGEWO21.
Mieten bleiben unter dem Dortmunder Durchschnitt
Die durchschnittliche Bestandsmiete lag 2025 bei 6,56 Euro pro Quadratmeter und damit über dem Vorjahreswert von 6,36 Euro. Für preisungebundene Wohnungen wurden durchschnittlich 6,87 Euro pro Quadratmeter gezahlt, für preisgebundenen Wohnraum 5,42 Euro.
Auch die durchschnittliche Neuvermietungsmiete blieb mit 7,47 Euro pro Quadratmeter deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 8,97 Euro. Mietanpassungen erfolgten auf Grundlage des Anfang 2025 veröffentlichten Dortmunder Mietspiegels.
Während die Durchschnittsmiete im DOGEWO21-Bestand um rund 3,1 Prozent stieg, nahmen die Mieten stadtweit um 4,4 Prozent zu. Zum Jahresende umfasste der Wohnungsbestand unverändert 16.403 Wohneinheiten, von denen 3.061 öffentlich gefördert oder preisgebunden waren.
Niedriger Leerstand und neue geförderte Wohnungen
Der Leerstand blieb mit 1,05 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau und lag leicht unter dem Vorjahreswert von 1,07 Prozent. Auch die Fluktuationsquote ging zurück und sank von 6,83 auf 6,57 Prozent.

Im Neubauprojekt „Am Sattel“ in Huckarde begann 2025 die Umsetzung von zwölf öffentlich geförderten Wohnungen. Durch Dachgeschossaufstockungen in Aplerbeck wurden darüber hinaus vier weitere öffentlich geförderte Wohnungen geschaffen. Beide Projekte sollen im Laufe des Jahres 2026 bezugsfertig werden.
„Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch. Voraussetzung für mehr Neubau ist, dass Bauen wieder wirtschaftlich darstellbar wird – durch einfachere und effizientere Bauweisen sowie verlässliche Rahmenbedingungen und Förderkulissen“, so Samuel Šerifi, Sprecher der Geschäftsführung.
Klimaschutz, Digitalisierung und E-Mobilität im Fokus
Energetische Maßnahmen wurden nach Angaben des Unternehmens vor allem in Aplerbeck, Benninghofen, Eving und Sölde umgesetzt. Auch das Verwaltungsgebäude in der südlichen Innenstadt wird seit 2025 energetisch modernisiert.
Zu den Arbeiten zählen die Umstellung von Heizungsanlagen auf Luftwärmepumpen, Dämmmaßnahmen sowie der Austausch von Fenstern. In der Evinger Märchensiedlung wurden außerdem Balkone ergänzt. Auch künftig sollen Mittel in den Erhalt und die Modernisierung des Wohnungsbestandes fließen. Geplant sind zudem Maßnahmen zur Klimaresilienz wie Gründächer, Photovoltaikanlagen und Elemente der sogenannten Schwamm-Stadt.
„Wir verfolgen konsequent das Ziel, unseren Gebäudebestand bis 2045 klimaneutral umzubauen. Hierfür setzen wir auf die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung durch Luftwärmepumpen sowie den Anschluss geeigneter Bestände an die Fernwärme. Der Erfolg dieser Transformation hängt jedoch wesentlich vom Ausbau der Strom- und Fernwärmenetze in den Quartieren ab“, erklärt Samuel Šerifi.
Glasfaserausbau soll bis 2030 abgeschlossen sein
Der bereits 2024 gestartete Glasfaserausbau für die rund 2.500 Häuser im Bestand wurde 2025 gemeinsam mit den Kooperationspartnern DOKOM21 und Telekom fortgesetzt.
Nach Angaben des Unternehmens sollen möglichst alle Wohnungen bis spätestens Ende 2030 an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Zusätzlich plant DOGEWO21 gemeinsam mit DEW21 den weiteren Ausbau von E-Ladesäulen in den Quartieren, um der steigenden Nachfrage nach entsprechender Infrastruktur dort nachzukommen, wo dies möglich ist.

