
Die „Arten-Olympiade 2026“ startet bundesweit und ruft Naturinteressierte zum Mitmachen auf. Gesucht sind Beobachtungen von Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die per App oder Online-Plattform gemeldet werden können. Die gesammelten Daten fließen direkt in Forschung und Naturschutz ein. Das Naturmuseum Dortmund ist auch dabei.
Natur entdecken und Arten melden – auch im Winter
Die Arten-Olympiade lädt Interessierte in ganz Deutschland dazu ein Beobachtungen in der Natur zu machen und diese zu dokumentieren. Die Teilnahme ist jederzeit möglich -auch in den Wintermonaten.
Zwar fehlen blühende Wiesen und aktive Insekten, doch Baumpilze lassen sich gut finden, und Eichhörnchen unterbrechen ihren Winterschlaf, um ihre Wintervorräte zu plündern.
Solche Beobachtungen können direkt gemeldet werden. Veranstalter ist das LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Partner sind unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA) sowie das Naturmuseum Dortmund.
Beobachten, bestimmen und zur Forschung beitragen
Ziel der Challenge ist es, möglichst viele Pflanzen-, Tier- und Pilzarten zu erfassen. Teilnehmende laden ihre fotografischen Beobachtungen entweder in der App ObsIdentify oder auf der Plattform Observation.org hoch.
Eine automatische Bestimmungsfunktion unterstützt bei der Artzuordnung. Die gemeldeten Daten werden gesammelt und stehen anschließend Forschung und Naturschutz zur Verfügung. Wie groß der Nutzen der Aktion ist, zeigte bereits die vorherige Runde. Die „Arten-Olympiade 2025“ endete mit mehr als 5,6 Millionen gemeldeten Beobachtungen.
Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs vom LWL-Museum für Naturkunde in Münster betont: „Durch die Teilnahme an dieser Challenge haben wir unglaublich viele wertvolle Datensätze erhalten. Wichtig ist aber auch, dass die Interessierten dabeibleiben und ihre Funde melden“. Nur so lasse sich die Entwicklung der Artenvielfalt kontinuierlich verfolgen und wissenschaftlich auswerten.
Informationen zum Projekt „Arten-Olympiade 2026“ gibt es online unter: arten-olympiade.lwl.org, Fragen an: germany@observation.org.


Reaktionen
Natur im Wald: Naturmuseum Dortmund ruft zum Dokumentieren der Artenvielfalt auf (PM)
Im Juni zeigt sich der Wald besonders artenreich. Naturbegeisterte können jetzt wieder Pflanzen, Tiere und Pilze des Waldes beobachten und ihre Funde über digitale Plattformen für Forschung und Naturschutz für die Arten-Olympiade 2026“ melden.
Blühende Pflanzen, summende Insekten und brütende Vögel prägen derzeit die heimischen Wälder. Auch das Naturmuseum Dortmund ruft deshalb dazu auf, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken und Beobachtungen zu dokumentieren und ihre Funde über digitale Plattformen für Forschung und Naturschutz zu melden. Gemeinsam mit dem LWL-Museum für Naturkunde, der Naturbeobachtungsplattform Observation.org und weiteren Partnern beteiligt sich das Museum so an der „Arten-Olympiade 2026“.
Naturinteressierte können ihre Beobachtungen fotografisch festhalten und über die Plattform Observation.org oder die App ObsIdentify melden. Die eingetragenen Funde unterstützen wissenschaftliche Projekte und Naturschutzmaßnahmen. Gleichzeitig fließen sie in die Wertung der bundesweiten Mitmachaktion ein. Teilnehmen können alle – unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen.
Hintergrund: Heimische Wälder sind wertvolle Lebensräume
Wälder beherbergen eine große Vielfalt an Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen. Je nach Waldtyp unterscheiden sie sich in ihrer Struktur und Artenzusammensetzung. Auch wenn tropische Regenwälder weltweit als Zentren der Biodiversität gelten, erfüllen heimische Wälder zahlreiche wichtige Aufgaben. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Arten, schützen Böden, filtern Wasser und speichern Kohlenstoff. Darüber hinaus dienen sie als Erholungsraum und liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz.
Naturbeobachtungen helfen dabei, diese Vielfalt besser zu erfassen und Entwicklungen langfristig zu dokumentieren. Wer mehr über die Natur in den Wäldern erfahren möchte, kann Exkursionen und Bildungsangebote von Naturschutzverbänden und beteiligten Einrichtungen nutzen. Dort vermitteln Fachleute Wissen über Arten, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge.
Hintergrund: Arten-Olympiade 2026
Mit der bürgerwissenschaftlichen „Arten-Olympiade 2026“ hat das LWL-Museum für Naturkunde in Münster den bundesweiten Wettbewerb gestartet. Gesucht werden die Teilnehmenden, die im Laufe des Jahres die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland dokumentieren. Zu den Partnern der Aktion gehört unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Die Stiftung der Sparda-Bank Münster unterstützt das Projekt finanziell.
Weitere Informationen:
http://www.arten-olympiade.lwl.org
http://www.bioblitze.lwl.org