Zwei Dortmunder Fälle bei „Aktenzeichen XY“: Ermittler hoffen auf neue Hinweise

Polizei sucht Zeugen zu Gewalttat in Huckarde und Cold Case von 1999

Moderator Rudi Cerne im Studio von „Aktenzeichen XY... ungelöst“
Moderator Rudi Cerne im Studio von „Aktenzeichen XY… ungelöst“ Archivbild: Nadine Rupp für das ZDF

Die Dortmunder Polizei setzt bei zwei bislang ungeklärten Fällen auf die Unterstützung der Fernsehzuschauer:innen. Sowohl ein versuchtes Tötungsdelikt aus Dortmund-Huckarde als auch ein Cold Case um eine im Jahr 1999 gefundene Babyleiche werden heute (3. Juni 2026) um 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt. Die Ermittler:innen erhoffen sich durch die bundesweite Ausstrahlung neue Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der beiden Fälle beitragen könnten.

Versuchtes Tötungsdelikt: 51-Jähriger in Huckarde schwer verletzt

Im ersten Fall fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft nach einem dringend tatverdächtigen Mann. Dieser soll am 5. November 2025 einen 51-jährigen Dortmunder schwer verletzt haben.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat auf dem Gehweg der Kirchlinder Straße in Höhe des Bärenbruchs an einem dortigen Kiosk in Dortmund-Huckarde. Der Tatverdächtige soll demnach für die schweren Verletzungen des Mannes verantwortlich sein.

Im Rahmen der Sendung „Aktenzeichen XY“ wollen die Ermittler:innen mit Fotos nach dem dringend Tatverdächtigen fahnden und hoffen auf Hinweise zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort.

Babyleiche im Schulte-Witten-Park beschäftigt Ermittler bis heute

Der zweite Fall liegt mehr als ein Vierteljahrhundert zurück. Am Nachmittag des 25. Dezember 1999 wurde im Schulte-Witten-Park in Dortmund-Dorstfeld die Leiche eines neugeborenen Mädchens entdeckt.

Das Baby war in Handtücher eingewickelt und befand sich in einem schwarzen Lederrucksack, der in einem Gebüsch abgelegt worden war. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde das Kind rund zwei Wochen zuvor lebend und ohne medizinische Versorgung geboren. Das Mädchen wog etwa 3.600 Gramm.

Wie die Polizei mitteilt, besteht eine Verbindung zu einem Fall in Krefeld: Im Jahr 2005 wurde dort eine männliche Babyleiche aufgefunden. Auch dieses Baby war in Handtücher gewickelt, in einen Rucksack gelegt worden und starb womöglich kurz nach der Geburt. Ermittlungen haben ergeben, dass die beiden Babyleichen Geschwister sind. Trotz umfangreicher Ermittlungen konnte dieser Fall bislang nicht aufgeklärt werden.

Mehr Informationen:

  • Zeugen und Hinweisgeber zu den beiden Fällen melden sich bitte bei der Kriminalwache Dortmund unter 0231/132-7441.

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