Stadterneuerungsprogramm des Landes läuft aus - Nachfolger fehlt noch

Verlängerung für das Quartiersmanagement Nordstadt: Rat soll die drohende Lücke schließen

Das Team: Martin Gansau, Alexander Sbosny, Till Blackstein, Didi Stahlschmidt, Jana Heger, Annette Kritzler und Till Redenz.
Für das Team des Quartiersmanagement Nordstadt –  Martin Gansau, Alexander Sbosny, Till Blackstein, Didi Stahlschmidt, Jana Heger, Annette Kritzler und Till Redenz – würde die Vertragsverlängerung frühzeitig Klarheit bringen. Foto: Daniel Sadrowski

Frühzeitig grünes Licht für eine Fortsetzung des Quartiersmanagements Nordstadt soll der Rat der Stadt geben. Die bisherige Förderung läuft zum Jahresende aus. Allerdings wird das geplante Nachfolgemodell frühestens 2024 an den Start gehen können. Daher soll das bisherige Quartiersmanagement verlängert werden – mindestens um ein Jahr.

Die Stadtspitze will eine Unterbrechung beim Quartiersmanagement vermeiden

Planungsdezernent Ludger Wilde
Planungsdezernent Ludger Wilde

„Bis das neue Stadterneuerungsprogramm des Landes greift, muss der Übergangsraum bespielt werden. Daher wollen wir den laufenden Vertrag um ein Jahr verlängern und gleichzeitig ein weiteres Jahr optionieren, falls 2024 das neue Format noch nicht steht“, erklärt Planungsdezernent Ludger Wilde. 

Die Kosten für das Quartiersmanagement belaufen sich auf 350.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen 50.000 Euro für den Quartiersfonds. Da es allerdings eine 100-Prozent-Förderung des Landes gibt, dürften die Kosten der Politik keine Kopfschmerzen bereiten. Diese gäbe es eher, wenn es eine Lücke zwischen dem alten und dem neuen Programm geben würde – diesen Fall gab es in der Vergangenheit mehrfach – und er soll sich nicht wiederholen.

Wie das Nachfolgeprojekt ausgestaltet werden soll, ist noch offen. Klar ist nur, dass verschiedene Bausteine fortgeführt werden sollen. Dazu gehören nach Einschätzung des Planungsdezernenten auf jeden Fall die Förderprogramme für Hof- und Fassadengestaltung, Begrünungen und andere Maßnahmen zur Klimaresilienz. Aber auch die Aktivitäten zur Stärkung der Nachbarschaften. „Ob es neue Schwerpunkte geben wird, ist noch nicht absehbar – wir warten das neue Förderprogramm ab“, so Wilde.

Umsetzung des Programms „Soziale Stadt NRW – Dortmund Nordstadt“

Zahlreiche Maßnahmen wurden und werden aus den Mitteln des Quartiersfonds finanziert.
Zahlreiche Maßnahmen wurden und werden aus den Mitteln des Quartiersfonds finanziert. Thomas Engel | Nordstadtblogger

Das Quartiersmanagement in der Nordstadt ist für die Umsetzung des laufenden Förderprogramms „Soziale Stadt NRW – Dortmund Nordstadt“ unerlässlich und stellt die Basis für die Umsetzung konkreter Maßnahmen im Stadtteil dar, macht Ludger Wilde die Notwendigkeit deutlich, weshalb der Verwaltungsvorstand eine Verlängerung vorschlägt.

Das Quartiersmanagement informiert über das laufende Stadterneuerungsprogramm und unterstützt dessen Realisierung, zum Beispiel den Umbau der Speicherstraße, die Entwicklung des Hoeschparks sowie den Bau des Heimathafens, ein Beratungs- und Bildungshaus in der Nordstadt. 

Zudem vermittelt das Quartiersmanagement Fördermöglichkeiten zum Beispiel zur Hof- und Fassadenrenovierung an Eigentümer:innen, berät, qualifiziert und führt eigene Quartiersprojekte zur Stabilisierung der Nachbarschaften sowie zur Schaffung von ehrenamtlichem Engagement durch. 

Ziel: Das aktuelle Nordstadtprogramm in ein neues Nordstadtkonzept zu überführen

Hierbei greift das Quartiersmanagement auf den Quartiersfonds zu: Vorschläge für kleine Projekte und Aktionen von Anwohner:innen können aus diesem Budget finanziell angestoßen oder sogar komplett bezahlt werden. Seit Jahren ist das Quartiersmanagement Anlaufstelle für Themen in der Nordstadt. Es ist somit eine wichtige Einrichtung zur Information, Beteiligung und Aktivierung von Bewohner:innen und Akteur:innen vor Ort. 

„Das Expertenwissen und die Unterstützung der Quartiersmanager:innen ist gefragt. Der umfangreiche Erfahrungsschatz muss genutzt werden, um das aktuelle Nordstadtprogramm in ein neues Nordstadtkonzept zu überführen“, erläutert Susanne Linnebach, die Leiterin des Amts für Stadterneuerung. Die Fortschreibung des Integrierten Stadterneuerungskonzeptes „Soziale Stadt Dortmund Nordstadt“ sowie die Einleitung von weiteren Maßnahmen ist bereits beschlossene Sache.

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