Umgestaltung des Sonnenplatzes wird zum Thema der Bezirksvertretung Innenstadt West

Auch im Jahr 2026 steht kein Geld für das Projekt zur Verfügung

Der Sonnenplatz neben der Möllerbrücke Foto: Stadt Dortmund

Für die seit Jahren geplante Umgestaltung des Sonnenplatzes im Dortmunder Kreuzviertel sind auch 2026 keine Mittel im Haushalt der Stadt vorhanden, die Finanzierungswege für das Projekt bleiben unklar. Schon 2021 hatte das Bochumer Landschaftsarchitekturbüro „Sowatorini Landschaft“ mit seinem Entwurf den Realisierungswettbewerb für die Gestaltung gewonnen.

Der Sonnenplatz soll attraktiver und moderner werden

Zwölf Landschaftsarchitekturbüros hatten damals an dem Wettbewerb teilgenommen. Dem vorausgegangen war eine Öffentlichkeitsbeteiligung, wo Dortmunder Bürger:innen selbst ihre Anregungen und Ideen zur Umgestaltung des Sonnenplatzes einbringen konnten.

Der Siegerentwurf des Büros „Sowatorini Landschaft“ aus Bochum. Grafik: Sowatorini Landschaft

Der Entwurf des Archtitektur-Büros „Sowatorini“ beinhaltete auch Anregungen aus dieser Öffentlichkeitsbeteiligung. Er soll mit einem Design aus Sandsteinflächen, Gräsern und silberlaubigen Bäumen für ein Gefühl von „Stadtnatur“ sorgen. Die Platzstruktur soll offen sein und zum Verweilen einladen.

Die Begrünung soll einen positiver Beitrag zum Stadtklima leisten. Ausgangspunkt für die Bemühungen zur Umgestaltung ist die Lage und Rolle des Sonnenplatzes. Das Kreuzviertel gilt als beliebtes und belebtes Quartier in der Dortmunder Innenstadt und der Sonnenplatz ist einer der wenigen öffentlichen Plätze in diesem Viertel.

Auch im Haushalt für 2026 stehen keine Mittel für die Umsetzung des Projekts zur Verfügung

In der Dokumentation der Bürger:innenbeteiligung aus dem Jahr 2021 sagt die Stadt Dortmund, dass der Platz trotzdem „in die Jahre gekommen“ sei und „unattraktiv und wenig belebt“ wirke. Das soll sich schnellstmöglich ändern. Der Meinung war offenbar auch die Dortmunder Bevölkerung. Ungefähr 1.300 Personen nahmen an der Umfrage zur Umgestaltung des Sonnenplatzes teil und circa 500 Ideen von Dortmunder Bürger:innen wurden eingesammelt.

Das Kreuzviertel ist ein beliebtes Quartier in Dortmund. Nordstadtblogger-Redaktion | Nordstadtblogger

Nach der erfolgreichen Bürger:innenbeteiligung und dem Realisierungswettbewerb verlor das Projekt Sonnenplatz jedoch an Priorität. Das wird sich wohl auch in diesem Jahr nicht ändern. Im Haushalt von 2026 stehen erneut keine Mittel zur Verfügung, um zunächst die Planungskosten zu stemmen und mit der Umsetzung des Projektes zu beginnen.

Nach Angaben von Antonius Wiesmann vom Tiefbauamt der Stadt Dortmund, die dieser der Bezirksvertretung Innenstadt West vorstellte, belaufen sich die Kosten für die Freianlage auf ungefähr 1,24 Millionen Euro, für Verkehrsanlagen wird mit weiteren 66.000 Euro gerechnet. Die Planungskosten liegen außerdem bei insgesamt etwa 218.000 Euro. Es steht die Idee im Raum die Planungkskosten aus den Mitteln der Bezriksvertretung zu finanzieren.

Hier bestünde jedoch das Risiko, dass der Rest des Projekts trotz Übernahme der Planungskosten nicht realisierbar bleibt. „Im schlimmsten Fall landet das Projekt wieder in der Schublade“, räumte auch Wiesmann auf entsprechende Zweifel hin ein.

Die Bezirksvertretung will den Sonnenplatz nun zunächst in die Haushaltsberatung für das Jahr 2027 mitnehmen. Wie und von welcher Seite die Umgestaltung also schließlich finanziert wird, und wann das Projekt realisiert werden kann, bleibt so zunächst weiter unklar.


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