Traditionsbad soll überleben – Stockheide eröffnet am 12. Mai

Alle Fraktionen in der Nordstadt-Bezirksvertretung setzen sich für den Erhalt des Stockheide-Freidbads ein.  Foto: Alex Völkel
Alle Fraktionen in der Nordstadt-Bezirksvertretung setzen sich für den Erhalt des Stockheide-Freidbads ein. Foto: Alex Völkel

Das traditionsreiche Freibad Stockheide – 1952 neben den Hoeschpark errichtet – wird planmäßig am 12. Mai wiedereröffnen. Die akuten Sanierungsarbeiten im Volumen von 20.000 Euro hat die Sportwelt Dortmund finanziert. Ob es allerdings die letzte Saison für das Bad sein könnte, weiß aktuell niemand. Denn die Gesamtsanierung könnte zwischen 2,5 und 5,6 Millionen Euro kosten, teilte Kämmerer Jörg Stüdemann im Finanzausschuss auf Anfrage der Grünen mit.

Fraktionen fordern einstimmig den Erhalt
Zuvor hatte die Bezirksvertretung der Innenstadt-Nord einstimmig den Erhalt des Bads gefordert. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD gestellt: „Die Bedeutung des Bades für den Stadtbezirk und darüber hinaus ist bereits in der Vergangenheit ausführlich dargestellt worden“, begründete Brigitte Jülich ihren Antrag. Außerdem müsse das Bad attraktiver gestaltet werden, um damit zusätzliche Besucherinnen und Besucher für das Stockheidebad zu gewinnen. Auch die CDU stimmte grundsätzlich zu. „Wenn es allerdings um eine grundsätzliche Debatte über die Bäder gebe, würde man sich von der Position freisprechen wollen“, machte Thomas Bahr (CDU) deutlich. „Allerdings habe ich keinen Bock, auf kaltem Wege das Bad zuzumachen“, sollte es wegen kleinerer Investitionen zur Disposition gestellt werden, so Bahr. Dies ist zumindest in dieser Saison nicht passiert.

Ortstermin geplant
Um sich ein Gesamtbild verschaffen zu können, folgte der Ausschuss dem CDU-Vorschlag, mit der Bezirksvertretung einen Ortstermin zu machen. Denn alle Fraktionen sahen viel Potenzial im Bad, aber auch Anpassungsmöglichkeiten. Bahr dachte dabei auch an die Neuplanungen auf der benachbarten Westfalenhütte. Hier wird über einen Grüngürtel diskutiert. Jan Clausmeyer (parteilos) plädierte dafür, auch über eine Verlagerung des Eingangs von der viel befahrenen Brackeler Straße in den Hoeschpark nachzudenken. Denn die Fußgänger müssen bisher den ganzen Park umrunden und dann an der Durchgangsstraße entlang, um ins Bad zu kommen. „Eine Verlagerung würde die Attraktivität enorm steigern“, so Clausmeyer.

Am 12. Mai findet der Saisonstart im Freibad Stockheide statt. Foto: Alex VölkelAm 12. Mai findet der Saisonstart im Freibad Stockheide statt. Foto: Alex Völkel
Am 12. Mai findet der Saisonstart im Freibad Stockheide statt. Foto: Alex Völkel

Eine Schließung des Bades konnte sich Helmut Manz (Linke) nicht vorstellen. Schließlich habe man im Rahmen der Urban II-Projekte den Hoeschpark mit Millionenaufwand hergerichtet. „Es ist eine Frage von Sinn oder Unsinn, ob ein Teil dieser Investitionen verpufft“, so Manz. Daher müsse man eher über einen Ausbau nachdenken, zumal „das Sport- und Bewegungsangebot im kinderreichsten Stadtteil Dortmunds nicht gerade übertrieben oder besonders üppig“ sei. Zudem müsse dieses Angebot stärker beworben werden. Dies sei im Freudeskreis Hoeschpark auch schon diskutiert worden, betonte Jan Carsten Nipkow (SPD). „Hier gibt es Gesprächsbedarf – auch mit der Sportwelt.“

Freier Eintritt zur Saisoneröffnung
Der Ortstermin für die Politiker ist zwar noch nicht terminiert. Wohl aber die Saisoneröffnung:  Am Sonntag, den 12. Mai 2013, findet der Saisonstart statt: An dem Tag ist freier Eintritt. Der Badbetreiber Sportwelt Dortmund organisiert zudem eine Hüpfburg, Kinderschminken, einen Street Soccer Court und weitere Angebote. Darüber hinaus spielt die vom Freundeskreis Hoeschpark organisierte Band “The Fret Jets” ab 14 Uhr. Das Freibad ist von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Die Kernzeit der Angebote am Eröffnungstag wird in der Zeit von 10 bis 16 Uhr liegen.

Mehr Informationen: www.freundeskreishoeschpark.de

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