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„Spoootz“: Ein 600 Meter langes Mammutwerk schlängelt sich durch das Torhaus Rombergpark

„Spoootz“ nennt Mariola Laschet ihr 600 Meter langes Werk auf Transparentpapier-Bahnen. Sonntag um 11 Uhr ist Eröffnung. Fotos: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Ein 600 Meter langes Mammut-Werk schlängelt sich durch die städtische Galerie Torhaus Rombergpark. „Spoootz“ heißt der rätselhafte Titel, den die Künstlerin Mariola Laschet für ihre Arbeit gefunden hat. Es handelt sich um Zeichnungen auf meterlange Transparentpapier-Bahnen. „Mindestens zehn Edding-Stifte gingen dafür drauf“, erzählt die sympathische Künstlerin offen. Drei Rollen Transparentpapier gingen für „Spoootz“ drauf, jede 200 Meter lang. Am Sonntag (7. April) um 11 Uhr wird die Ausstellung im Torhaus Rombergpark eröffnet und kann bis zum 28. April besichtigt werden.

Künstlerin kommt aus dem Bereich Bühnenbild

Mariola Laschet, 1977 im polnischen Groß Strehlitz geboren, kommt – unverkennbar – vom Bühnenbild, wo meist großflächig gemalt wird.

„Meine Arbeiten sind Denk- und Emotionsräume“, sagt die Künstlerin zu ihrem Werk.

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Von 1998 bis 2000 war sie am Schauspielhaus in Bochum tätig. Doch schon zuvor – von 2001 bis 2004/2005 – beteiligte sich die Künstlerin an kleinen Animationsproduktionen als Zeichnerin und Illustratorin. Seit 2005 arbeitet sie als Malerin, Zeichnerin und freie Dozentin für Malerei und Zeichnung. Selbst sieht sich Mariola Laschet als „einen Sammelbehälter von Eindrücken und Empfindungen“.

Jede Linie folgt ihrem Weg und endet in einer Form

Sparsam geht sie auf ihrem 600 Meter langen Werk mit Farbe um. Schwarz-grau dominiert, dann kam rot dazu. „Eigentlich wollte ich nur in schwarz zeichnen“, sagte Mariola bei der Vorstellung, „doch rot passte – mehr aber nicht“.

Für die Künstlerin sind ihre Arbeiten „Denk- und Emotionsräume. Räume, in denen alles möglich ist, in denen alles gedacht werden kann“. Die auf dem Papier sichtbaren Linien werden zu Gebilden, zu amorphen, teils körperlosen Formen, teils organisch wirkenden Körpern. Jeder Linie folgt ihren Weg, mal entschlossen in einer Form endend oder frei verlaufend. „Alles ereignet sich“, betont Mariola Laschet, „und lässt eigene Welten erstehen“.

Ausstellungen sind im Torhaus weiter möglich

Die Künstlerin möchte mit „Spoootz“ das imaginäre Potenzial der BetrachterInnen herausfordern und empfiehlt, „sich auf Bedeutungsspiele einzulassen“.

„Spoootz“ soll das imaginäre Potenzial des Betrachters herausfordern.

Gut zwölf Stunden haben Mariola Laschet und ihre Schwester für die Präsentation der Arbeiten  benötigt, die sich größtenteils wellenförmig an der Wand des Torhauses Rombergpark entlang schlängeln. Mit der Ausstellung „Spoootz“ bleibt das historische Torhaus als Raum für künstlerische Präsentationen erhalten.

Wie berichtet, wurden aus Gründen des Brandschutzes alle Veranstaltungen in dem aus dem Jahr 1681 erbauten denkmalgeschützten Gebäude verboten. Doch für Ausstellungen darf das Torhaus weiter genutzt werden, erklärte Burkhard Rinsche vom städtischen Kulturbüro.

Im Archiv wurde eine Erlaubnis aus den 50iger Jahren gefunden, „die explizit Ausstellungen im Torhaus Rombergpark gestattet“. Eine Art Bestandsschutz.

 

Weitere Informationen:

  • Eröffnung ist am Sonntag, 7. April, 11 Uhr. Danach ist die Ausstellung dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
  • Veranstalter ist das Kulturbüro Dortmund in Zusammenarbeit mit dem BBK Ruhrgebiet.
  • Mehr über die Künstlerin: www.mariola-laschet.de

 

 

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