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„Shockheaded Peter“: Der Struwwelpeter feiert als gruseliges Musical für Erwachsene im Theater im Depot Premiere

Die Kulturbrigaden bringen in der Nordstadt „Shockheaded-Peter“ auf die Bühne. Foto: Wulf Erdmann

Von Joachim vom Brocke

Für Kulturbrigaden-Regisseurin Rada Radojcic war es geradezu eine „Herzensangelegenheit“, „Shockheaded Peter“ auf die Bühne zu bringen. Die altbekannten Struwwelpeter-Geschichten wurde von den Briten Julian Crouch und Phelim McDermott in ein Musical umgewandelt. Für Musik sorgten auf der Insel „The Tiger Lillies“, die als Musiker aber auch darüber hinaus in der Szene nicht unbekannt sind.

Von dem skurril-grotesken Grusical sind vier Aufführungen geplant

Rada Radojcic: „Es gibt viele Fans von den ,Tiger Lillies’. Auf You Tube sind  etliche Ausschnitte zu sehen“. Jedenfalls entstand daraus eine Junk Oper, die längst Kultstatus genießt.

Das „Grusical“, so bezeichnet Rada Radojcic „Shockheaded Peter“, hält sie nach eigenen Angaben für „skurril und grotesk“. Schon auf vielen Bühnen in der Welt wurde es erfolgreich aufgeführt, doch sehr wenig von kleinen Bühnen wie das Theater im Depot.

Nach einer Vorpremiere am Silvesterabend findet die offizielle Premiere am Freitag, 22. Februar, 20 Uhr, im Theater im Depot an der Immermannstraße statt. Insgesamt sind  von den Kulturbrigaden vier Aufführungen geplant.

Kulturbrigaden inszenieren eine Junk-Oper für Erwachsene

Als „Grusical“, bezeichnet Rada Radojcic ihren „Shockheaded Peter“ – nach eigenen Angaben sei es „skurril und grotesk“. Foto: Joachim vom Brocke

Rada Radojcic und ihr Team haben sich dem Stoff angenommen und einen eigenen Stelle aufgedrückt. Es ist eine Junk-Oper für Erwachsene, in der sich Zirkusklänge und Varieté mit Punk, Musik in der Brecht-Weill-Nachfolge und bitterbösen britischen Humor zu einer effektvollen Mischung verbinde.

Auf der Bühne wird „Shockheaded Peter“ als bebildertes Theater mit Conférencier und Sängerin erzählt. „Die SchauspielerInnen auf der Bühne sprechen nicht und bewegen sich zu den jeweiligen Szenen“, verrät Regisseurin Radojcic: „Das ist für das Team sehr anstrengend“. Sieben Darsteller, fünf aus dem eigenen Team, zwei Profis und drei Musiker sorgen auf der Bühne für Spaß und Unterhaltung, aber schon auch mit ernstem Hintergrund.

In „Shockheaded Peter“ sind auf der Theater-im-Depot-Bühne Amelie Braun, Annika Czaia, Solveig Erdmann, Helen Gierhake, Birgit Götz, Mika Kuruc, Dixon Ra, Rada Radojcic, Lennard Rybica und Christiane Elke zu erleben. Für die Choregraphie ist Birgit Götz verantwortlich, für die Musik Dixon Ra.

Zehn Geschichten über unvorsichtige Kinder

Die Kulturbrigaden bringen „Shockheaded-Peter“ auf die Bühne. Foto: Wulf Erdmann

Die zehn Struwwelpeter-Geschichten hat der Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann 1844 geschrieben. Das seit 1845 gedruckte Bilderbuch enthält mehrere Geschichten, in denen oft Kinder nach unvorsichtigem Verhalten drastische Folgen erleiden, die von einem Sturz ins Wasser bis zum Tod reichen.

Der Stoff von Heinrich Hoffmann hat sich bei „Shockheaded Peter“ in Bänkelgesänge für Eltern verwandelt. Abendliches Publikum wird so mit eine Kinderbuch unterhalten.

Der gemeinnützige Verein Kulturbrigaden e.V. ist ein Zusammenschluss von Künstlern unter der Leitung von Rada Radojcic. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die kulturelle Landschaft NRW’s in den Sparten Theater und Musik zu bereichern.

Ziele sind unter anderem der künstlerische Austausch und Bereicherung der Kulturlandschaft in NRW, die Entwicklung der dezentralen Kulturarbeit in NRW, in interkulturelle Vermittlung von Theater und Musik und die Produktion von Theaterstücken und Konzerten. Darüber hinaus gibt es Workshops, Theaterkurse, Coachings und Musikangebote.

 

Weitere Informationen:

  • Es gibt insgesamt vier Vorstellungen: Premiere am 22. Februar, 20 Uhr, außerdem eine Vorstellung am Samstag, 23. Februar, 20 Uhr.
  • Weitere Aufführungen am 12. und 13. April jeweils um 20 Uhr.
  • Karten gibt es unter Telefon 0231 – 982 120, eMail: info@theaterimdepot.de.
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